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Wie Yoga, Achtsamkeit und Meditation Dir jeden Tag helfen können

von Philipp Senge
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Buddha-Statue mit metallischem Glanz

Yoga, Achtsamkeit und Meditation erfreuen sich seit einiger Zeit immer größerer Beliebtheit. Menschen, die diese Techniken anwenden, schätzen die positiven Auswirkungen. Aus gutem Grund. Wenn Du regelmäßig meditierst, Yoga praktiziert oder Deine Achtsamkeit schärfst, wirkt sich das positiv auf Deinen Alltag aus. Wir verraten Dir, wie das funktioniert und wie Du ganz einfach in die unterschiedlichen Techniken einsteigen kannst.

Yoga, Meditation und Achtsamkeit – was ist das eigentlich und wie wirken diese Techniken?

Die meisten Menschen, die Yoga, Meditation oder Achtsamkeit praktizieren, schwören auf die positiven Auswirkungen dieser Techniken. Für Außenstehende wirkt das oft ein wenig seltsam, da sie es nicht nachvollziehen können. In der Tat lassen sich die Auswirkungen nur schwer in Worte fassen. Lange Zeit galten Yoga, Meditation und Achtsamkeit daher als eine recht esoterische Angelegenheit. Das hat sich mit der zunehmenden Verbreitung der Techniken ein wenig geändert. Nicht zuletzt erkennen inzwischen viele Mediziner und Wissenschaftler die Wirksamkeit von Yoga & Co. an.

Buddha-Portrait aus Stein umrahmt von Blättern

Die positive Wirkung von Yoga, Meditation und Achtsamkeit ist mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen

Meditation, Achtsamkeit und Yoga – wie hängt das zusammen

Meditation ist eine spirituelle Praxis, die in vielen Kulturen und Religionen ein fester Bestandteil ist. Besonders asiatische Religionen und Kulturen sind für ihre Meditationspraxis bekannt. Im Mittelpunkt der Meditation steht die Beruhigung und Sammlung des Geistes. Das gelingt durch Konzentrationsübungen und Achtsamkeitstechniken. Es geht also vor allem um die bewusste Fokussierung auf eine Sache oder einen Zustand. Anders als oft angenommen geht es nicht vorrangig um Entspannung. Oft stellt sich die Entspannung allerdings als sehr angenehmer Nebeneffekt ein. Welche weiteren positiven Auswirkungen Meditation auf Deinen Alltag hat, erfährst Du weiter unten.

Achtsamkeitsmeditation ist eine von vielen verschiedenen Meditationstechniken. Sie lässt sich durch unterschiedliche Techniken und Übungen erlernen und immer weiter ausbauen. Das Ziel ist es, die eigene Wahrnehmung zu schärfen. Dadurch nimmst Du Dinge wahr, die Dir vorher einfach nicht aufgefallen sind oder Dir völlig selbstverständlich erschienen sind.

Yoga ist wie Achtsamkeitsmeditation eine weitere Form der Meditation. Es handelt sich dabei um sogenannte aktive Meditation. Weitere Formen der aktiven Meditation sind zum Beispiel Zen-Buddhismus oder auch verschiedene Kampfkunstarten.

Yoga

Bei Yoga denkst Du vielleicht als erstes an komplizierte Körperhaltungen und Übungen. In der Tat sind diese Übungen ein wichtiger Bestandteil beim Yoga. Sie sind allerdings nur Mittel zum Zweck. Körper und Geist sollen in Einklang kommen. Die Übungen zielen auf Sammlung der Gedanken, Konzentration und das Einswerden mit dem Bewusstsein ab. Regelmäßige Weiderholungen und dynamische Bewegungsabläufe helfen dabei. Zusätzlich werden die Körperübungen noch mit Atemtechniken und weiteren Achtsamkeitsübungen kombiniert.

Inzwischen haben sich viele verschiedene Yoga-Richtungen entwickelt. Sie unterscheiden sich vor allem durch eine unterschiedliche Gewichtung der körperlichen und geistigen Übungen.

Buddha-Statue mit metallischem Glanz

Yoga, Meditation und Achtsamkeit helfen den Menschen seit über 3.500 Jahren

Wie fange ich am besten an?

Wenn Du künftig meditieren möchtest, spielt es keine Rolle, wie Du das tust und für welche Technik Du dich entscheidest. Viel wichtiger ist es, DASS Du es überhaupt tust.

Für viele Menschen ist der Zugang über einen Yoga-Kurs am einfachsten. Ein angeleiteter Kurs hat den Vorteil, dass Du von einer erfahrenen Person begleitet wirst. Weil Yoga viele verschiedene Elemente zur Meditation enthält, kannst Du gleichzeitig unterschiedliche Techniken kennenlernen. Yoga eignet sich daher sehr gut zum Ausprobieren. Vielleicht merkst Du dabei, dass Dir spezielle Atemtechniken besonders gut tun. Dann kannst Du Dich intensiver mit Atemmeditation beschäftigen.

Ein weiterer Vorteil von Yoga besteht darin, dass die reine Meditation nicht im Mittelpunkt steht. Auch ohne eine Vorstellung davon zu haben, was bei einer Meditation geschieht, kannst Du mit den Übungen beginnen. Der Rest ergibt sich daraus praktisch von alleine.

Natürlich kannst Du auch mit jeder anderen Meditationstechnik beginnen. In diesem Fall solltest Du versuchen, möglichst regelmäßig zu meditieren. Am besten täglich. Es reichen schon wenige Minuten am Tag. Du kannst zum Beispiel mit einer ganz einfachen Atem-Meditation beginnen. Schließe dazu einfach Deine Augen und konzentriere Dich ganz bewusst ausschließlich auf Deinen Atem. Zu Anfang machst Du das eine oder zwei Minuten lang. Länger wirst Du Dich anfangs auch nicht konzentrieren können. Später kannst Du die Dauer erhöhen. Hilfreich können für den Einstieg auch angeleitete Meditationen sein.

Anstelle einer Atemmeditation kannst Du auch mit einer Achtsamkeitsübung beginnen. Zum Beispiel kannst Du beim Essen ganz genau darauf achten, was Du tust. Wie Du Deine Gabel zum Mund führst, wie Du kaust und schluckst. Das gleiche kannst Du beim Gehen machen. Beobachte einfach, wie Du einen Fuß vor den anderen setzt. Welche Muskeln Du dabei anspannst und wie Du mit deinem Fuß abrollst.

Und was bringt das alles?

Allen Meditationspraktiken ist gemeinsam, dass Du Deine Gedanken gewissermaßen beruhigst. Beim Yoga konzentrierst Du Dich ganz auf Deine Übungen, bei einer Atemmeditation ausschließlich auf Deinen Atem und bei einer Achtsamkeitsübung zum Beispiel auf Deine Geh-Bewegungen. Du bringst Dich auf diese Weise in einen Zustand der gedankenlosen Bewusstheit. Außer der Sache, auf die Du Dich konzentrierst, spielt nichts mehr eine Rolle.

Wenn Du regelmäßig und ausdauernd meditierst, wird sich das allmählich auch auf Dich und Deinen Alltag auswirken. Erwarte nicht, dass von heute auf morgen alles anders wird. Vielmehr wirst Du im Laufe der Zeit folgende Veränderungen bei Dir spüren können:

  • Du wirst gelassener und entspannter
  • Du bist weniger gestresst
  • Du bist konzentrierter
  • Du lebst bewusster in der Gegenwart
  • Du nimmst Dich selber besser und bewusster wahr und spürst Deine eigenen Bedürfnisse besser
  • Du entschleunigst Dich und kommst besser zur Ruhe

Yoga Übungen für Anfänger – mit Sonnengruß, Atemtechnik und Entspannung

Alles nur Hokus Pokus?

Meditation und ihre Auswirkungen lassen sich nur schwer in Worte fassen. Viele Menschen stehen ihr daher recht skeptisch gegenüber. Das galt lange Zeit auch für die Wissenschaft und die (Schul-)Medizin. Sie hat sich nur wenig mit dem Thema beschäftigt. Das scheint sich aber allmählich zu ändern. Insbesondere die positive Auswirkung von Yoga auf den Körper ist inzwischen teilweise anerkannt. So übernehmen viele Krankenkassen Kosten für Yogakurse gegen Rückenprobleme und vor allem auch als Maßnahme zur Stressbewältigung.

In wissenschaftlichen Studien wurden inzwischen auch zahlreiche Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn und seine Tätigkeit nachgewiesen. Die Veränderungen durch Meditation sind also nicht nur persönliche Wahrnehmungen. Auch körperliche Veränderungen während der Meditation sind messbar. So kann zum Beispiel der Herzschlag ruhiger werden.

Meditation für Skeptiker: Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst
  • 208 Seiten - 01.04.2015 (Veröffentlichungsdatum) - Droemer TB (Herausgeber)

Kurz gesagt

Im Grunde ist Meditation eine ganz einfache Sache und gerade das macht sie so schwer. Es gibt zahlreiche Meditationstechniken. Im Mittelpunkt stehen dabei in der Regel immer die eigene Konzentrationsfähigkeit und eine Steigerung der Achtsamkeit. Yoga ist eine aktive Meditationstechnik. Sie wirkt nicht nur auf den Geist, sondern auch direkt auf den Körper. Das empfinden viele Menschen als besonders angenehm. Wichtig ist bei der Meditation vor allem, dass Du sie regelmäßig machst. Gerade am Anfang solltest Du nur kurze Meditationszeiten einplanen. Allmählich kannst Du sie dann erweitern. Zu den positiven Auswirkungen von Meditation im Alltag gehören vor allem eine positive Lebenseinstellung, höhere Konzentrationsfähigkeit oder auch eine bewusstere Selbstwahrnehmung. Für den Einstieg in die Meditation eignen sich angeleitete Yoga- oder auch Meditationskurse.

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