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Die 5 besten Krimi-Autoren und ihre Krimiklassiker

von Philipp Senge
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Schädel mit Buch und Stundenglas

Im Urlaub am Strand, an einem Herbsttag bei einer Tasse Tee auf dem Sofa oder in einer stürmischen Winternacht im Bett – ein guter Krimi ist es immer wert gelesen zu werden. Wenn Du gerne Krimis liest, stellst Du Dir vermutlich öfters die Frage: Welches Buch lese ich als nächstes? Anstatt auf die Bestseller-Listen zu schauen, könntest Du Dir auch mal einen echten Krimi-Klassiker raussuchen. Es lohnt sich! Denn ein Buch oder ein Autor wird nicht ohne Grund zum Klassiker. Die fünf besten Krimi-Autoren und ihre Klassiker stellen wir Dir hier vor!

Diese Krimi-Autoren und ihre Klassiker solltest Du gelesen haben!

Krimis gibt es wie Sand am Meer. Viele sind sehr gut, mindestens genauso viele sind aber auch richtig schlecht. Auf den Bestseller-Listen tauchen oft neue Autoren auf. Das muss nicht immer eine Garantie dafür sein, dass ein Buch auch wirklich gut ist. Wirklich lesenswert sind hingegen echte Klassiker. Wenn ein Buch seit 10, 20 oder sogar 50 Jahren und mehr immer wieder aufgelegt wird, muss das einen guten Grund haben. Vielleicht trifft nicht jeder Klassiker zu hundert Prozent Deinen Geschmack. Aber auch in diesen Fällen lohnt es sich durchaus, mal einen Blick hineinzuwerfen. Manchmal ist es schließlich auch gut zu wissen, was man nicht mag.

1. Sir Arthur Conan Doyle

Noch viel berühmter als der Autor Sir Arthur Conan Doyle dürfte wohl sein Meister-Detektiv sein: Sherlock Holmes. Klar, den kennt so ziemlich jeder – dem Namen nach. Aber hast Du auch schon mal einen der vielen Krimis gelesen? Nein? Dann solltest Du das dringend nachholen. Wenn der Detektiv Sherlock Holmes mit seinem messerscharfen Verstand und seinem Assistenten Dr. Watson einen weiteren Fall löst, macht es wirklich Spaß, ihn dabei als Leser zu begleiten.

Die erste Detektiv-Geschichte veröffentlichte Doyle bereits 1887. Insgesamt erschienen vier umfangreichere Holmes-Romane. Darunter zum Beispiel der berühmte „Hund von Baskerville“. Deutlich größer ist jedoch die Zahl der Erzählungen. Sie sind in verschiedenen Sammelbänden erschienen. Eine echte Rennaissance erlebte Sherlock Holmes in den letzten Jahren mit der mehrteiligen Fernsehserie „Sherlock“ mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman. 

Bestseller Nr. 1
Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden (im Schuber)
  • 2200 Seiten - 03.10.2014 (Veröffentlichungsdatum) - Anaconda Verlag (Herausgeber)

2. Agatha Christie

Wie Sir Arthur Conan Doyle war auch Agatha Christie eine britische Schriftsteller. Sie lebte von 1890 bis 1976. Ihre Bücher sollen unterschiedlichen Quellen zufolge zwei bis vier Milliarden Mal verkauft worden sein. Damit gilt sie als eine der erfolgreichsten Autorinnen der Weltliteratur. Zu ihren berühmtesten Figuren zählen: der Detektiv Hercule Poirot und die vermutlich noch berühmtere Miss Marple. Alleine mit Miss Marple als Protagonistin erschienen 12 Romane und 20 Kurzgeschichten. 

Bestseller Nr. 1
Das Mörder-ABC
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

3. Georges Simenon

Kommissar Jules Maigret betritt 1931 zum ersten Mal die Bühne der Krimi-Literatur und hat sie bis heute im Grunde nicht verlassen. Ganze 75 Romane mit dem Pariser Kommissar Maigret schrieb sein Verfasser Georges Simenon. Simenon war Belgier und schrieb die Maigret-Romane von 1931 bis 1972. Das spiegelt sich auch in den einzelnen Krimis wider. Dabei wirken die Romane auch heute keineswegs angestaubt oder altbacken.

Das liegt nicht zuletzt an der einmaligen Sprache, mit der Simenon schreibt: einfach und gleichzeitig absolut treffsicher. Kaum jemand schafft es mit so wenigen, einfachen Worten eine Szene oder ein Situation so bildlich und genau darzustellen wie Simenon.

In seinen Krimis geht es weniger um die Frage, WER der Täter ist. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, WARUM der Täter die Tat begangen hat. Es sind also nicht die klassischen Who-dunnit-Krimis. Die sozialen und psychologischen Aspekte spielen eine besonders große Rolle. Jeder Maigret-Roman wirkt wie eine kleine Sozialstudie in einem jeweils anderen sozialen Umfeld. Die Romane sind nicht nur einfach, sondern auch recht schnell zu lesen, da sie vergleichsweise kurz sind. Ein angenehm kurzweiliger Lesespaß. 

Bestseller Nr. 1
Der Schnee war schmutzig (Georges Simenon / Die großen Romane)
  • 320 Seiten - 04.10.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Kampa Verlag (Herausgeber)

4. Raymond Chandler

Ähnlich wie bei Simenon überzeugen auch die Krimis von Raymond Chandler neben der Handlung und den Personen durch ihren einmaligen Sprachstil. Der zeichnet sich vor allem durch Präzision und Schnelligkeit aus. Besonders berühmt sind die Philip-Marlowe-Romane des US-amerikanischen Schriftstellers.

Der Protagonist Philip Marlowe ist ein etwas zwielichtiger, melancholischer Privat-Detektiv, der zum Sinnbild des „typischen“ Privatdetektivs wurde. Er gilt heute als der erste Vertreter des sogenannten „hardboiled detective“ – dem Ermittler, der „sein Ding“ durchzieht, dabei auch mal geltendes Recht ingoriert, letztlich aber immer moralisch für die „gute Sache“ kämpft.

Chandlers Krimis wurden zum Teil verfilmt oder dienten als Grundlage für Filme und prägten zum Beispiel mit Humphray Bogart in der Hauptrolle den Film noir. In der Philipp-Marlowe-Reihe erschienen von 1939 bis 1958:

  • Der große Schlaf
  • Lebwohl, mein Liebling
  • Das hohe Fenster
  • Die Tote im See
  • Die kleine Schwester
  • Der lange Abschied
  • Playback

Neben den Philip-Marlowe-Romanen schrieb Chandler noch viele weitere Krimi-(Kurz-)Geschichten. Zum Teil ebenfalls mit der Hauptfigur Philip Marlowe. Aber auch die vielen anderen sind einen Versuch wert. 

Bestseller Nr. 1
Der große Schlaf (Philip Marlowe)
  • 224 Seiten - 25.09.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Diogenes (Herausgeber)

5. Maj Sjöwall/Per Wahlöö

Bei Maj Sjöwall und Per Wahlöö handelt es sich um ein schwedisches Schriftstellerpaar. Von 1965 bis 1975 veröffentlichten sie eine zehnteilige Krimireihe. Hauptperson ist Hauptkommisar Beck, der mit seinem Team ermittelt. In den zehn Kriminalromanen von Sjöwall und Wahlöö schlägt sich sehr deutlich die politische Überzeugung der beiden Schriftsteller nieder: Beide waren überzeugte Kommunisten. Die Krimis enthalten daher zum Teil sehr deutliche Kritik an der Gesellschaft, der damaligen schwedischen Politik und dem Polizeisystem.

Dessen ungeachtet gelten die schwedischen Krimis auch heute noch als wegweisend für das ganze Genre. Vieles, was heute als völlig selbstverständlich und für Krimis typisch erscheint, geht auf diese Kriminalromane zurück. So zum Beispiel die genaue Beschreibung der Polizeiarbeit ebenso wie die Idee, den Hauptpersonen eine individuelle Biografie zu geben und diese über die einzelnen Romane hinweg immer weiter zu entwickeln. Das war bis dahin unüblich, erscheint uns heute aber als völlig selbstverständlich. Besonders lesenswert sind die ersten fünf Krimis des Autorenpaars:

  • Die Tote im Götakanal
  • Der Mann, der sich in Luft auflöste
  • Der Mann auf dem Balkon
  • Endstation für neun
  • Alarm in Sköldgata
Bestseller Nr. 1
Die Tote im Götakanal: Ein Kommissar-Beck-Roman (Martin Beck ermittelt, Band 1)
  • 272 Seiten - 01.10.2008 (Veröffentlichungsdatum) - Rowohlt Taschenbuch (Herausgeber)

Kurz gesagt

Krimis sind ein Genre, das es schon sehr lange gibt. Im Laufe der Zeit haben sich Autoren herauskristallisiert, deren Werke auf eine bestimmte Weise wegweisend waren. Neben den hier aufgeführten Autoren gibt es noch zahlreiche weitere Autoren und Werke, die es absolut wert sind, gelesen zu werden. Egal, für welchen Autor und welches seiner Bücher Du Dich entscheidest – es wird Dir Spaß machen, sie zu lesen. Bald wirst Du auch merken, dass das eine oder andere Buch bis heute unerreicht ist. Viel Spaß beim Ausprobieren und Stöbern!

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