Welche Haustiere sind zum Kuscheln geeignet?

Veröffentlicht am 15. Juni von Thorben Grünewälder in Tiere

Ein Haustier ist natürlich kein Kuscheltier, sondern ein Lebewesen aus Fleisch und Blut mit Gefühlen und Bedürfnissen. Dennoch gibt es einige Tierarten, die verkuschelter sind als andere. Eine Hauskatze möchte sicherlich öfter schmusen als eine Schildkröte und ein Hundewelpe freut sich mehr über Streicheleinheiten als die Vogelspinne im Terrarium. Wir zeigen Dir, welche Haustiere wirklich zum Kuscheln geeignet sind.

Kanarienvögel
Auch Haustiere brauchen Zuneigung.

Katzen: Stubentiger mit Eigensinn

Katzen wurde im alten Ägypten als Götter verehrt. Daran erinnern sie sich auch heute noch. Kein anderes Haustier setzt so gerne seinen eigenen Willen durch, wie Katze und Kater. Unterwürfigkeit ist nicht gerade der Charakterzug, der ihnen steht. Katzen brauchen weniger Aufmerksamkeit als Hunde, können sich auch hervorragend alleine beschäftigen und sind äußerst intelligent. Dennoch sind sie ihren Besitzern, beziehungsweise Dosenöffnern, gegenüber sehr loyal. Als sensible und feinfühlige Tiere, spüren sie, wenn es Dir schlecht geht und Du Zuwendung brauchst.

Kuscheltiere mit eigenem Willen

Umgekehrt braucht auch Deine Katze ihre regelmäßigen Streicheleinheiten und freut sich, wenn sie es sich mit einem Schnurren auf Deinem Schoß bequem machen darf. Besonders Wohnungskatzen, die kein dickes Winterfell haben, lieben die Nähe eines warmen Menschenkörpers. Sie reiben sich an den Beinen und schnurren und miauen herzzerreißend, wenn Du ihr nicht schnell genug Deine volle Aufmerksamkeit und Liebe schenkst. Katzen sind damit die ultimativen Kuscheltiere für Menschen, die Tiere mit einem eigenen Willen mögen und diesen auch akzeptieren.

Auf den Hund gekommen

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos. An diesem Spruch des bekannten deutschen Humoristen Loriot, ist viel Wahres. Die kleine Hunderasse ist zutraulich, verspielt und leider auch schnell außer Atem. So macht es sich der Mops nach einem ausgedehnten Spaziergang gerne gemeinsam mit Dir auf der Couch gemütlich und genießt ausgiebige Streicheleinheiten. Der Mops ist ein sehr kinderfreundlicher Hund und daher auch für große Familien geeignet. Als bester Freund des Menschen, ist der Hund ein loyaler Gefährte, der sein Herrchen oder Frauchen als Rudelführerin betrachtet. Neben dem Mops zählen andere kleine Rassen wie der Australien Terrier oder der Kromfortländer zu den Tieren, die gerne kuscheln. Verwechselt die Hunde aber nicht mit einem Plüschtier. Auch sie brauchen ihren Freiraum und sind ab und zu froh, wenn sie einfach nur in Ruhe gelassen werden.

Das richtige Spielzeug für den Vierbeiner

Dass Hunde gerne herumtollen und kuscheln, zeigt sich auch an ihrem Umgang mit Spielzeug. Ob Kauknochen, quietschender Teddy oder ein einfacher Tennisball – Hunde, die sich mit ihrem Lieblingsspielzeug in ein gemütliches Körbchen zurückziehen können, sind ausgeglichener. Ein kuscheliger Rückzugsort ist für Deinen Hund also genauso wichtig wie ein gemütliches Schlafzimmer für Dich.

WAS IST WAS Band 72 Haustiere. Unsere liebsten Freunde (WAS IST WAS Sachbuch, Band 72)
  • Annette Hackbarth
  • Tessloff Verlag Ragnar Tessloff GmbH & Co. KG
  • Auflage Nr. (c) 2015 Tessloff Verlag (01.07.2016)
  • Gebundene Ausgabe: 48 Seiten

Hamster: Pelzige Entdecker

Hamster sind scheu und neugierig zugleich. Gerade junge Exemplare der kleinen, pelzigen Nagetiere brauchen oft etwas Zeit, bis sie zum Kuscheln bereit sind. Gebe Ihnen also ausreichend Zeit, damit sie sich an Dich und Dein Zuhause gewöhnen können. Genügend Auslauf im Garten oder Wohnzimmer ist entsprechend wichtig. Hamster entdecken ihre Umgebung gerne auf eigene Faust und werden nach einer Zeit der Eingewöhnung im wahrsten Sinne des Wortes auf Dich zukommen. Wenn es soweit ist, lassen sie sich gerne kraulen oder kuscheln sich an Deinen Pullover. Da die kleinen Nager sehr empfindlich und wenig robust sind, ist aber Vorsicht angebracht. Besonders Kinder, sollten hier Geduld und Rücksicht zeigen.

Kaninchen – Fluchttiere mit dickem Fell

Kaninchen sind eigentlich keine typischen Kuscheltiere. Sie sind scheu und als Fluchttiere vor allem auf der Hut, was irgendwie bedrohlich wirkt. Damit sich zwischen Tier und Haustierbesitzer Vertrauen entwickeln kann, braucht es Geduld, Zeit und Liebe. Kaninchen, die in Panik geraten, können sich auch durchaus wehren. Schmerzhafte Bisse oder Krallenkratzer sind da keine Seltenheit. Kinder sollten daher älter als zehn Jahre sein und wissen, dass ihr flauschiges Kaninchen ein Lebewesen ist, für das sie Verantwortung tragen. Ihr solltet außerdem darauf achten, dass mindestens zwei Tiere zusammen gehalten werden.

Genügend Auslauf und Beschäftigung

Kaninchen brauchen genau wie Hunde und andere Haustiere genügend Auslauf. Nichts ist schlimmer, als ein winziger Käfig in einem dunklen Keller. Seid Euch also darüber im Klaren, dass auch kleine Haustiere Platz und Beschäftigung brauchen. Langeweile ist für Tiere genauso schlimm, wie für Menschen. Wenn Ihr also nicht bereit seid, Eurem Haustier ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen, solltet Ihr Euch den Kauf sparen.

Seid Ihr bereit für ein Haustier?

Verkuschelte Haustiere bereichern das Leben und machen glücklich. Doch wie Ihr gesehen habt, ist die Haltung eines Tieres auch mit Pflichten verbunden. Damit es nach dem Kauf kein böses Erwachen gibt, könnt Ihr mit Hilfe dieser einfachen Punkte entscheiden, ob Ihr wirklich für ein Haustier bereit seid.

  • Akzeptiert, dass viele Haustiere gerne kuscheln, aber ihre Freiräume brauchen. Auszeiten und Ruhe sind sehr wichtig für die physische und psychische Gesundheit des Tieres.
  • Prüft, ob Ihr genügend Zeit für ein Haustier habt. Wenn Euer Alltag eh schon sehr stressig ist, solltet Ihr mit dem Kauf des Haustieres eventuell warten, bis sich Euer Leben etwas beruhigt hat.
  • Kinder müssen lernen, dass auch unangenehme Arbeiten wie die Käfigreinigung dazu gehören. Auch Gassi gehen und das regelmäßige Spielen mit den Tieren gehört zu den Pflichten des Tierbesitzers – egal welchen Alters.
  • Liebe geht durch den Magen – ein Tier zu mästen oder andauernd zu füttern, ist aber kein Zeichen von Zuneigung. Informiert Euch also genau über die Anforderungen Eures Lieblingstieres und entscheidet dann, ob das Tier zu Euch passt.

Kurz gesagt:

Ein schnarchender Mops auf der Couch oder eine schnurrende Katze auf Deinem Schoss: Viele Tiere brauchen und geben Zuneigung. Gerade Kinder kuscheln sehr gerne mit ihren Haustieren und lernen Verantwortung zu übernehmen. Die richtige Entscheidung für ein Haustier benötigt aber Zeit, Geduld und Wissen. Nur wenn Ihr sicher seid, dass für Euch richtige Haustier gefunden zu haben, werdet Ihr langfristig glücklich werden und dem Tier ein schönes Zuhause bieten.

Das wird dich auch interessieren…