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Habe ich Schlafstörungen? Wie erkenne ich Schlafstörungen?

von Lieselotte Wever
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Träumende Frau in Bett auf einem Feld, springende Schäfchen zählend

Gibt es überhaupt einen Menschen, der in seinem Leben von Schlafstörungen verschont bleibt? Wohl kaum. Du erinnerst Dich bestimmt sofort an mit schlechtem Schlaf verbrachte Nächte. Vielleicht hast Du gerade erst letzte Nacht schlecht geschlafen. Doch was genau fällt unter den Begriff Schlafstörungen? Woran erkennst Du eine Schlafstörung?

Sind das bereits Schlafstörungen?

In der Nacht vor einer wichtigen Prüfung warst Du so nervös, dass Du kaum ein Auge zugemacht hast? Der Mieter über Dir ließ nachts noch laut Musik laufen oder hat seine Möbel verrückt, sodass an Schlaf nicht zu denken war? Als es schließlich still war, konntest Du dennoch lange nicht einschlafen, so verärgert warst Du. Von einem üppigen Abendessen war Dir übel. Unruhig hast Du Dich einen großen Teil der Nacht im Bett umhergewälzt. Egal, wie gerädert Du schließlich am anderen Morgen aufgewacht warst: Schlafstörungen waren das nicht. Es handelte sich dabei bloß um eine gestörte Nachtruhe.

Was zeichnet eine Schlafstörung aus?

Typisch für eine Schlafstörung ist, dass sie nicht einmalig auftritt, sondern mehrmals beziehungsweise über einen längeren Zeitraum. Wenn Du dauerhaft unruhig schläfst, nachts stundenlang wachliegst oder Dich morgens trotz scheinbar ausreichendem Schlaf unerklärlich müde fühlst, spricht das für eine Schlafstörung.

Träumende Frau in Bett auf einem Feld, springende Schäfchen zählend
Wie erkenne ich Schlafstörungen?

Sind Schlafstörungen gefährlich?

Dauerhaft schlechter oder fehlender Schlaf beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden, sondern schadet auch der Gesundheit. Das Ausmaß der gesundheitsschädlichen Wirkung hängt neben der Dauer der Schlafstörung von der Ursache ab.

Ursachen für Schlafstörungen

Für Schlafstörungen gibt es vielfältige Ursachen. Viele Schlafstörungen lassen sich beheben, sind ihre Ursachen erst einmal erkannt. Andere beruhen auf einer gesundheitlichen Beeinträchtigung und bedürfen unbedingt ärztlicher Behandlung.

Welche Schlafstörungen sind meistens harmlos?

Zu den Ursachen für Schlafstörungen, die Du gut selbst beheben kannst, hast Du sie erst einmal erkannt, gehören zum Beispiel solche:

1. Schlafstörungen durch Lichtquellen

Die blinkende Leuchtreklame vom Haus gegenüber kann Dich ebenso um den Schlaf bringen wie kurze Sommernächte mit spätem Sonnenuntergang und frühem Sonnenaufgang. Hiergegen helfen dicke, dunkle Vorhänge oder Licht abschirmende Rollläden.

Das Schlafhormon Melatonin schüttet Dein Körper erst dann aus, wenn es um Dich herum dunkel genug ist. Falls Du zu den Menschen gehörst, die in stockdunkler Umgebung nicht einschlafen können und deswegen im Schlafzimmer Licht brennen lassen, nimmt statt einer gedimmten Leuchte lieber ein sanftes Nachtlicht.

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2. Gestörter Schlaf wegen zu hoher Raumtemperatur

Dein Körper mag es beim Schlafen kühl. In kuscheliges Bettzeug darfst Du Dich trotzdem schmiegen. Die Zimmertemperatur soll jedoch kaum mehr als 18 °C betragen. Das Fenster bleibt geschlossen.

3. Emotionen als Schlafstörer

Sorgen, Kummer, Stress und Ärger, aber auch Vorfreude oder Reisefieber können den Schlaf empfindlich stören. Seele und Körper sind nun einmal eng miteinander verknüpft, was sich bei negativen wie positiven Ereignissen oder Erwartungen leicht in Form einer Schlafstörung zeigt.

Bei freudigen Anlässen treten Schlafstörungen meistens erst kurz vorher auf und sind anschließend vorüber. Anders ist es bei Schlafstörungen aufgrund von unerfreulichen Anlässen oder Situationen. Hier wird nicht nur der chronische Schlafmangel allein zum Problem. Es kann sich daraus sogar eine Depression entwickeln.

Analysiere Deine negativen Schlafstörer und reagiere darauf. Beschäftigt Dich der häufige Umgang mit einem schwierigen Menschen bis tief in die Nacht, suche ein klärendes Gespräch. Erreichst Du dabei nichts, schränke nach Möglichkeit die Begegnungen ein oder beende notfalls den Kontakt. Bei massiven Problemen am Arbeitsplatz, die sich nicht lösen lassen, versuche es mit einer Versetzung oder einem neuen Arbeitsplatz in einer anderen Firma. Mache Dir klar, dass Dir bei derartigen Schlafstörungen nur radikale Lösungen wie diese etwas bringen werden, wenn sämtliche Gesprächsversuche scheitern. Hilfreich kann bei psychisch bedingten Schlafstörungen außerdem psychotherapeutischer Rat sein.

4. Schlafstörungen durch Schichtdienst sowie entgegengesetzten Schlafrhythmus

Schichtdienst als Auslöser für Schlafstörungen ist bekannt, wird allerdings oft verdrängt. Das gilt auch für Überstunden in großem Stil. Zugegeben: Es ist schwierig, berufliche Erfordernisse inklusive einem möglicherweise sicheren Arbeitsplatz gegenüber dadurch ausgelösten chronischen Schlafstörungen mit langfristig gesundheitsschädlicher Wirkung abzuwägen. In Deinem eigenen Interesse solltest Du dies aber tun und Dich nach einem Arbeitsplatz umsehen, der Deinen Tag-Nacht-Rhythmus nicht aus dem Takt bringt.

Auch ein Schlafrhythmus entgegen Deiner biologischen Programmierung als Frühaufsteher oder Spät-zu-Bett-Geher führt auf Dauer zu Schlafstörungen. Deine Arbeitszeiten sollten überwiegend hierauf abgestimmt sein.

5. Klassischer Schlafstörer Schnarchen

Das Schnarchen des Bettnachbarn hat schon manchen nachts zur Verzweiflung getrieben. Sogar eigenes Schnarchen kann zum bumerangartigen Schlafstörer werden. Verantwortlich für Schnarchen ist häufig eine überdurchschnittlich erschlaffte Schlund- und Rachenmuskulatur. Ohrstöpsel können gegen Störungen durch Schnarchgeräusche für Abhilfe sorgen. Getrennte Schlafzimmer sind eine weitere Option. Manche schwören auf spezielle Anti-Schnarch-Schienen. Übergewicht kann eine weitere Ursache für Schnarchen sein und sich nach dem Abbauen einiger Kilos das Schnarchen wieder legen. Die Anzahl der Schnarcher nimmt übrigens mit steigendem Lebensalter zu.

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Nimm Schlafstörungen durch Schnarchen nicht auf die leichte Schulter. Hinter harmlosen Ursachen wie beispielsweise einem schwingenden Gaumensegel können nämlich außerdem ernsthafte Erkrankungen stecken – teilweise sogar lebensbedrohlich.

Welche Schlafstörungen sind vielleicht gefährlich?

Einige Schlafstörungen bedürfen unbedingt einer ärztlichen Abklärung. Sie gefährden nicht nur Deine Gesundheit, sondern können auf eine bereits eingetretene ernste Erkrankung hinweisen.

1. Schnarchen als Schlafstörer: nicht immer bloß lästig

Hinter Schnarchen kann eine tückische Atmungsstörung stecken: die Schlafapnoe. Am weitesten verbreitet ist die sogenannte obstruktive Schlafapnoe. Hierbei erschlafft die Schlund- und Rachenmuskulatur weitaus stärker, als es sonst der Fall ist. Kommt es dabei zu einer zeitweisen Blockade der oberen Atemwege und damit zu einem – wenn auch vorübergehenden – Atemstillstand, gelangt nicht mehr ausreichend Sauerstoff ins Blut. Darunter leiden wichtige Organe wie Herz und Lunge. Für den Schnarchenden bedeutet so eine Situation enormen Stress, auch wenn er diese im Allgemeinen gar nicht bewusst mitbekommt. Kaum ist es ihm mühevoll gelungen, seine Atemwege freizupressen und nach Luft zu schnappen, folgt eine weitere Schlafapnoephase – und immer so fort. Abgesehen vom erheblich gestörten Schlaf bedeutet dies auf Dauer Schwerarbeit für das Herz.

Fühlst Du Dich tagsüber regelmäßig müde, obwohl Du meinst, ausreichend geschlafen zu haben, kann das ein Indiz für nächtliche Atemaussetzer sein. Schlafpartner von Schlafapnoikern bemerken ebenfalls, dass bei ihrem Bettnachbarn etwas nicht stimmt. Ihnen fallen vor allem die typischen Schnarchmuster auf mit ihren unregelmäßigen Schnarchgeräuschen, schnappendem Schnarchen und dazwischenliegender Stille bei stattfindenden Atemaussetzern.

In so einem Fall raten wir Dir dringend zu einem Arztbesuch. Liegt tatsächlich eine Schlafapnoe vor, muss schnellstmöglich eine Therapie erfolgen. Andernfalls riskierst Du ernsthafte Erkrankungen, zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems oder der Lungenfunktion. Auch die Risiken für weitere Erkrankungen sind durch eine Schlafapnoe erhöht, zum Beispiel für Diabetes mellitus.

An der Diagnose einer Schlafapnoe ist häufig auch ein Schlaflabor beteiligt. Näheres über die Aufgaben eines Schlaflabors erfährst Du etwas später in unserem Artikel.

2. Schlafwandeln als Schlafstörung

Meistens sind Kinder und Jugendliche vom Schlafwandeln betroffen. Erwachsene trifft es seltener. Schlafwandler verlassen nicht immer ihr Bett, setzen sich manchmal auch nur auf, sehen im Raum herum und sprechen dabei. Oft aber gehen sie in Haus oder Wohnung umher. Dabei befinden sie sich dennoch in tiefem Schlaf. Schlafwandeln tritt oft nur vorübergehend auf. Im Allgemeinen besteht kein Grund zur Sorge, was aber einen Arztbesuch nicht ausschließen muss, und sei es nur zur Beruhigung.

Wenn auch Schlafwandeln kaum auf einer Krankheit beruht, ist es nicht ungefährlich. Ist ein Familienmitglied bereits durch Schlafwandeln aufgefallen, ist streng auf geschlossene Fenster und Wohnungs- beziehungsweise Haustüren zu achten. Schlafwandler wirken beim Gehen zwar erstaunlich sicher, befinden sich aber nicht im Wachzustand und können beispielsweise durch Fenster- oder Treppenstürze schwere Unfälle erleiden. In heiklen Situationen sprich einen Schlafwandler besser nicht an, sondern halte Dich hilfsbereit in seiner Nähe auf. Durch Ansprechen könnte er erwachen und dabei so erschrecken, dass er sich allein dadurch verletzt.

Als Ursache für Schlafwandeln gelten Stress, Schlafmangel und Fieber. Es scheint sich dabei um eine erbliche Veranlagung zu handeln, da das Phänomen in einigen Familien häufiger zu beobachten ist als in anderen.

3. Pavor nocturnus: Schlafstörung als nächtliches Aufschrecken

Der Pavor nocturnus sucht vor allem kleine Kinder heim. Sie erwachen oft schreiend aus dem Tiefschlaf. Manchmal springen sie sogar in ihrer Panik aus dem Bett. Ursächlich hierfür ist ein intensiver Angstzustand des Kindes. Diese Angst alarmiert sein autonomes Nervensystem und führt zu einer Herzschlag- und Atembeschleunigung. Auffällig ist außerdem eine gerötete Haut. Wie beim Schlafwandeln gelten bei Pavor nocturnus Stress, Schlafmangel und Fieber als Auslöser.

4. Schlafstörung Restless-Legs-Syndrom

Der englische Begriff Restless-Legs-Syndrom bezeichnet einen starken Bewegungsdrang inklusive Gefühlsstörungen von Beinen und Füßen, gelegentlich auch von Armen und Händen, oft begleitet von unwillkürlichen Bewegungen. Charakteristisch ist das Auftreten des Restless-Legs-Syndroms im Entspannungs- oder Ruhezustand. Es beginnt mit einem Spannen, Ziehen und Kribbeln. Dies sowie Schmerzen, ein Wärmegefühl und weitere eher als unangenehm wahrgenommene Gefühle in den unteren und gelegentlich oberen Extremitäten veranlassen Betroffene dazu, sich quasi zwanghaft bewegen zu müssen. Es handelt sich beim Restless-Legs-Syndrom um eine neurologische Erkrankung.

Da das Restless-Legs-Syndrom bevorzugt abends und nachts auftritt, stört es empfindlich das Einschlafen. Linderung gegen die Missempfindungen bringt das Bewegen der Körperteile durch Beugen, Anspannen, Dehnen oder Umhergehen. Sowie die Bewegungen unterbleiben, kehren die Symptome nach kurzer Zeit zurück. Gehäuft tritt das Restless-Legs-Syndrom in der Zeitspanne zwischen 22:00 Uhr und 4:00 Uhr auf. Bei manchen treten außerdem während des Schlafes Zuckungen der Extremitäten auf, die zwar unbemerkt bleiben, doch die Schlafqualität erheblich stören.

Anzeichen für ein Restless-Legs-Syndrom können durch den daraus resultierenden Schlafmangel ausgelöste chronische Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Leistungsabfall und sogar Depressionen sein.

Wenn Du meinst, vom Restless-Legs-Syndrom betroffen zu sein, stelle Dich zur Diagnose und Behandlung am besten gleich bei einem Neurologen vor. Auch hier kann ein Schlaflabor wertvolle Hinweise geben.

5. Schlafstörenfried Sodbrennen

Zu Einschlaf- und Durchschlafstörungen kommt es häufig auch durch nächtliches Sodbrennen. Bei Sodbrennen fließt ein Teil des Mageninhalts wieder zurück in die Speiseröhre. Das macht sich als unangenehmes Brennen hinter dem Brustbein bemerkbar, verursacht von der im Mageninhalt vorhandenen Magensäure. Sodbrennen hängt oft mit dem schwächer gewordenen Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre zusammen. Im Liegen überwindet der Rückfluss naturgemäß einen mangelhaft abdichtenden Schließmuskel besonders leicht.

Du kannst Sodbrennen entgegenwirken, indem Du die letzte Mahlzeit vorm Schlafengehen künftig früher einnimmst. Dein Abendessen soll dabei nicht zu stark gewürzt sein, eher aus leichter Kost bestehen und die Portion maßvoll sein. Süßes wie Kuchen, Schokolade oder Bonbons fördert Sodbrennen und soll deshalb abends tabu sein. Gleiches gilt für Kaffee sowie alkoholische und kohlensäurehaltige Getränke. Übergewicht begünstigt Sodbrennen außerdem. Abnehmen kann hier bereits Wunder wirken. Sucht Sodbrennen Dich nur selten heim und kannst Du mit unseren Hinweisen nachvollziehen, woran es liegen könnte, helfen Dir kurzfristig bestimmte Arzneimittel, die rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind.

Nächtliches Sodbrennen als Auslöser für Schlafstörungen ist jedoch grundsätzlich nicht einfach nur lästig. Tritt es regelmäßig auf, begib Dich bitte in ärztliche Behandlung. Es geht dabei nicht nur darum, durch Schlafmangel verursachten Gesundheitsschäden vorzubeugen. Häufiges Sodbrennen greift Deine Speiseröhre an. Magensäure hat nur im Magen etwas zu suchen und wirkt in der Speiseröhre äußerst aggressiv. Die Säure reizt die Schleimhaut der Innenwand der Speiseröhre, vor allem im unteren Bereich. Dabei kann es zu gefährlichen Gewebeumwandlungen kommen, die zunächst als Krebsvorstufe gelten und unbehandelt in Krebs münden können. Soweit wirst Du es doch bestimmt nicht kommen lassen wollen!

Was passiert im Schlaflabor?

Findet der Arzt für Schlafstörungen keine eindeutige Diagnose, kann eine Untersuchung im Schlaflabor zur Klärung beitragen. Da Messungen im Schlaflabor sehr aufwändig und teuer sind, werden Schlaflaboruntersuchungen erst später im Behandlungsverlauf erwogen, falls die Ursachenermittlung für Schlafstörungen schwierig ist.

Junge Frau schlafend beim Messen der Gehirnstrme zb im Schlaflabor
Patientin bei der Überwachung des Schlafes im Schlaflabor

Die Untersuchung im Schlaflabor erfolgt nachts. Hierbei werden Deine Körperfunktionen einschließlich der Hirnaktivität im Schlaf überwacht und gemessen. Die Schlafzustände „Einschlafphase“, „Leichtschlaf“, „Tiefschlaf“, „Traumschlaf“ und „Aufwachphase“ sind dabei bedeutend. Die Messungen erfolgen über an Kopf und Kinn angebrachte Elektroden. Außerdem werden zur Messung der Atmungsanstrengung spezielle Gurte mit Dehnungssensoren um Deinen Brustkorb und Bauch geschlungen. Überwacht, gemessen und dokumentiert werden insbesondere:

  •  Hirnaktivität
  •  Augenbewegungen
  •  Muskelaktivität
  •  Herzfrequenz
  •  Mund- und Nasenatmung
  •  Schnarchen
  •  Beinbewegungen
  •  Körperposition

Zusätzlich zu diesen Kontrollen wird der Sauerstoffgehalt in Deinem Blut gemessen, wozu an Ohrläppchen oder Zeigefinger ein Sensor gesetzt wird.

Manchmal wird bei der Untersuchung im Schlaflabor das Schlafgeschehen per Video aufgezeichnet, um weitere Verhaltensweisen beim Schlafen in die Diagnosefindung einzubeziehen.

Die Untersuchungsmethoden im Schlaflabor sind schmerzlos. Eine häufig gestellte Frage im Schlaflabor lautet: „Werde ich im Schlaflabor mit den Kabeln, Gurten und Sensoren überhaupt schlafen können?“ Keine Sorge: Das erfahrene Schlaflabor-Personal weiß, wie es Dich am geschicktesten mit den Geräten verbindet. Du kannst Dich nahezu frei bewegen und jederzeit die Schlaflage wechseln. Du wirst staunen, wie gemütlich so ein Schlafzimmer im Schlaflabor ist. Natürlich hast Du ein Einzelzimmer.

Wenn Du Dich ganz ausführlich über den Untersuchungsort Schlaflabor und den Untersuchungsablauf informieren möchtest, empfehlen wir Dir den Patientenratgeber der „Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)“.

In unserem Artikel über den individuellen Schlafbedarf und Schlafstörungen erfährst Du noch mehr zum Thema und in einem anderen geht es um Tipps zum Einschlafen.

Kurz gesagt

Schlafstörungen haben viele Facetten. Dabei zählt nicht jeder gestörte Schlaf sofort als Schlafstörung. Von einer Schlafstörung ist erst dann die Rede, wenn diese gehäuft oder ständig auftritt. Manche Ursachen sind harmlos und die Schlafstörung lässt sich leicht abstellen. Es kann aber auch eine behandlungsbedürftige Erkrankung dahinterstecken. Schlafmangel durch ständig gestörten Schlaf führt ohnehin auf Dauer zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. In hartnäckigen Fällen mit schwieriger Diagnosefindung kann ein Schlaflabor den entscheidenden Hinweis geben.

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Letzte Aktualisierung am 11.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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