Tipps zum Einschlafen: So findest Du endlich in den Schlaf.

Veröffentlicht am 19. Juli von Thorben Grünewälder in Gesundheit

Deine Augenringe machen jedem Boxer Konkurrenz und Du hast alle Schäfchen der Welt durchgezählt? Schlaflosigkeit ist leider alles andere als lustig. Bis zu 30 Prozent aller Deutschen leiden regelmäßig unter Einschlafstörungen. Dabei gibt es viele Tipps und Tricks, die Dir dabei helfen, endlich mal wieder eine Nacht durchzuschlafen.

schlafender Bär auf einer grünen Wiese
Schlafprobleme? Es gibt viele Tricks für eine erholsame Nacht.

Warum kann ich nicht einschlafen?

Gründe gibt es viele. Ein zu hoher Kaffeekonsum, Probleme in Beruf und Familie oder eine falsche Raumtemperatur. Oft können wir gar nicht genau sagen, was uns stört. Die Gedanken kreisen im Kopf und wir finden einfach nicht zur Ruhe. Bevor Du nun an Schlaftabletten oder ähnliche Helferlein denkst, solltest Du die folgenden Störfaktoren ausschalten:

Koffein am Abend: Kaffee und bestimmte Teesorten sind echte Muntermacher. Was am Morgen und am Nachmittag praktisch ist, stört uns abends beim Einschlafen. Nach 16 Uhr solltest Du keinen Kaffee zu Dir nehmen. Auch grüner und schwarzer Tee sollten dann gestrichen und durch Kräutertees ersetzt werden. Das gleiche gilt natürlich für koffeinhaltige Softdrinks wie Cola oder Energydrinks.

Sport am Abend: Bewegung ist gesund und unterstützt das normale Schlafbedürfnis. Allerdings kann die anstrengende Laufrunde oder das Krafttraining am Abend auch gegenteilig wirken. Der Kreislauf läuft auf Hochtouren und Puls und Blutdruck sind ebenfalls erhöht. Schlechte Voraussetzungen für einen ruhigen Schlaf. Falls Du also nach dem Sport Probleme beim Einschlafen hast, verlege Deine Trainingseinheiten lieber in die Morgenstunden.

Blaues Licht: Tablets, Computer, Dein Handy und der Fernseher haben im Schlafzimmer nichts verloren. Natürlich ist es gemütlich, vor dem Einschlafen noch einmal schnell die Facebook-Timeline zu checken: Nur leider übertreiben wir es damit und signalisieren unseren Augen, dass es noch taghell ist. Verbanne also möglichst alle technischen Geräte aus Deinem Schlafzimmer.

Die falsche Temperatur: Die optimale Schlaftemperatur muss jeder für sich selbst finden. Es gibt aber Hinweise, dass ein zu warmes Schlafzimmer schlecht für den Schlaf ist. Mehr als 15 Grad sollten es nicht sein. Wenn Du kalte Füße hast, kannst Du Dir mit einer Wärmflasche helfen, der Oberkörper und die Beine sollten aber nicht ins Schwitzen kommen. Im Sommer kannst Du die warme Bettdecken gegen ein dünnes Laken austauschen und so für Abkühlung sorgen. Einen Ventilator empfehlen wir dagegen nicht. Dieser erzeugt zu laute Geräusche und kann auch für einen unangenehmen Luftzug sorgen.

Eine schlechte Belüftung: Bevor Du Dich Schlafen legst, solltest Du ordentlich durchlüften. Das Fenster tagsüber auf Kipp zu stellen reicht nicht. Besser ist es, wenn Du morgens direkt nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafen stoßlüftest.

Die falsche Matratze: Wasserbett, Bockspringbett oder doch lieber eine Latexmatratze? Die Entscheidung für den Kauf Deiner Matratze will gut überlegt sein. Informiere Dich im Fachgeschäft, welche Matratzenart zu Deinen Schlafgewohnheiten und Deinem Körperbau passen.

Wie finde ich in den Schlaf?

Falls Du trotzdem nicht einschlafen kannst, können Dir die folgenden Tipps sicherlich helfen. Sollte sich Deine Schlaflosigkeit über mehrere Wochen hinziehen, solltest Du aber einen Arzt aufsuchen. Er überweist Dich eventuell in ein Schlaflabor oder einem Neurologen. Falls Du aufgrund seelischer Probleme nicht einschlafen kannst, kann er Dir auch einen Therapeuten oder Seelsorger empfehlen. Schlaflosigkeit ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Besonders dann nicht, wenn Du viel mit dem Auto unterwegs bist, an Maschinen arbeitest oder Verantwortung für andere Menschen hast.

Die besten Tipps für Deinen Schlaf: Kamillentee.

Kamillentee hat sich seit Großmutters Zeiten bewährt. Der Kräutertee beruhigt den Körper und hilft Dir beim Entspannen. Perfekt nach einem stressigen Tag im Büro. Natürlich gibt es auch spezielle Kräutermischungen, die beim Einschlafen helfen. Ayurveda-Tees aus Indien erhältst Du in jedem gut sortierten Bioladen und auch in vielen Supermärkten.

Verzichte auf schweres Essen.

Der fettige Gyrosteller, eine reich belegte Pizza und als Nachtisch eine halbe Tafel Schokolade. Wenn Dein Abendbrot so oder so ähnlich aussieht, ist es kein Wunder, dass Du nicht einschlafen kannst. Setze stattdessen auf leichte Kost. Ein Salat mit Schafskäse oder Hühnchen ist eine gute Wahl.

Hörbücher zum Einschlafen.

Damit sind keine langweiligen Hörbücher gemeint. Aber eine Horrorgeschichte oder ein Thriller sind naturgemäß weniger zum Einschlafen geeignet. Die Gutenachtgeschichte lenkt Dich von Problemen oder störenden Gedanken ab. Vielleicht hörst Du ja gerne Die Drei Fragezeichen, TKKG oder alte Sherlock Holmes Hörspiele.

Magnesium: Das Salz der inneren Ruhe.

Wer regelmäßig abends Alkohol trinkt oder viel Sport treibt, kann schnell unter einem Magnesiummangel leiden. Magnesium sorgt für unser muskuläres, aber auch innerliches Gleichgewicht und hilft Dir dabei, zur Ruhe zu kommen. Nehme abends vor dem Schlafen gehen eine Tablette und beobachte, ob sich Dein Schlaf dadurch verbessert. Bis die volle Wirkung einsetzt, können aber einige Wochen vergehen.

Geduscht in das frisch gemachte Bett.

Eine angenehm warme Dusche bereitet Dich optimal auf eine gemütliche Nacht vor. Wenn Du dann noch das Bett frisch bezogen hast, steht der Reise ins Traumland nichts mehr im Weg. Auch ein Bad ist eine gute Idee. Es gibt hervorragende Badezusätze, die für Entspannung sorgen und Dich beruhigen. Suche Dir einfach Deinen Lieblingsduft aus und los geht’s.

Zwinge Dich nicht.

Falls Du trotz allem einfach nicht einschlafen kannst, solltest Du Dich nicht zwingen. Denn dann wird es erst recht nicht funktionieren. Stehe stattdessen lieber auf, lese in einem Buch oder gehe eine Runde Spazieren.

Kurz gesagt:

Einschlafstörungen betreffen leider viele Menschen. Doch es besteht Hoffnung. Mit unseren Tipps wirst Du sicherlich schon bald auf das allabendliche Schäfchenzählen verzichten können. Falls Du dennoch über Tage oder Wochen Einschlafprobleme hast, solltest Du aber einen Arzt aufsuchen. Besonders dann, wenn Du unter Stress stehst oder den Verdacht hast, dass es sich um ein körperliches Problem handelt.

 

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