Rund und glücklich: Schwangerschaftslexikon von A bis Z

Veröffentlicht am 05. September von Philipp Senge in Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Phase in Deinem Leben. Für werdende Väter und vor allem natürlich die werdenden Mütter ist sie ebenso spannend wie faszinierend. All die neuen Erfahrungen und Entwicklungen bringen aber Ungewissheit mit sich und werfen viele Fragen auf. Lasst Euch davon nicht verunsichern. Wir geben Dir Antworten auf die meisten Fragen, die sich künftige Eltern im Laufe einer Schwangerschaft stellen. Von A wie „Anzeichen einer Schwangerschaft“ bis Z wie „Zwillinge“.  Wir werden das Schwangerschaftslexikon ständig um neue Themen ergänzen. Schau also regelmäßig vorbei – es lohnt sich.

Schwanger Frau draußen bei herbstlichem Wetter
Du bist schanger oder willst schwanger werden? – Das Schwangerschaftslexikon von Liebe & Familie beantwortet Deine Fragen

Antworten auf Deine Fragen rund um die Schwangerschaft

 

Alles zum Thema A

Anzeichen für eine Schwangerschaft

Mit einer Schwangerschaft gehen viele körperliche Veränderungen für die werdende Mutter einher. Einige Veränderungen treten schon sehr kurz nach der Empfängnis auf, andere erst im weiteren Verlauf der Schwangerschaft. Insbesondere wenn eine oder mehrere frühe Veränderungen auftreten, solltest Du dringend einen Schwangerschaftstest machen oder Deinen Frauenarzt aufsuchen, um Gewissheit zu erlangen.

Für eine Schwangerschaft gibt es viele verschiedene Anzeichen. Zu den häufigsten zählen:

  • Schwindel und Kreislaufprobleme
  • Übelkeit und Erbrechen – besonders am Morgen
  • Bauchschmerzen, wie sie bei der Menstruation auftreten können
  • sehr starke Müdigkeit
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Ausfluss
  • Ausbleiben der Periode
  • Ekel aber auch Heißhunger auf bestimmte Speisen
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Schwankender Appetit
  • Launenhaftigkeit, Gereiztheit, Empfindlichkeit

Das Ausbleiben der Periode ist wohl das deutlichste Anzeichen einer Schwangerschaft in der Anfangszeit. Aber noch bevor die Periode ausbleibt, können bereits Anzeichen wie Übelkeit, Müdigkeit, Ausfluss oder Spannungsgefühle in den Brüsten auftreten. Gleichzeitig gilt, dass keines der Anzeichen in der Anfangszeit zwingend auftreten muss. Selbst die Regelblutung muss nach der Empfängnis nicht zwangsläufig ausbleiben. Je mehr der einzelnen Anzeichen jedoch zusammenkommen, desto wahrscheinlicher ist eine Schwangerschaft.

 

Alles zum Thema B

Baby tragen?

Spätestens in einem Geburtsvorbereitungskurs wirst Du auch mit Fragen zum Umgang mit Deinem Baby konfrontiert. Etwa die, ob und wie Du Dein Baby tragen kannst. Viele Eltern sind sich bei dieser Frage unsicher. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Säuglinge sind Traglinge! Wie bei vielen Tieren die Jungen sind auch bei uns Menschen unsere Kinder in der ersten Lebenszeit vollständig darauf angewiesen, dass sie transportiert werden. Das geht von Natur aus nur durch Tragen. Säuglinge unterstützen das auch instinktiv dadurch, dass sie den Körper anspannen, sobald sie hochgenommen werden.

Beim Tragen entsteht ein enger Körperkontakt zwischen Dir und Deinem Kind. Das ist gut für die Bindung zwischen Euch. Tragen hat außerdem auf die meisten Babys eine sehr beruhigende Wirkung. Sofern bei Dir oder Deinem Kind nicht irgendwelche individuellen gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, tust Du Deinem Kind mit dem Tragen etwas Gutes.

Ob Du Dein Kind mithilfe einer Babytrage oder in einem Babytragetuch trägst, ist weitestgehend Geschmackssache. Solange Du Dein Kind mit der Tragehilfe richtig tragen kannst, ist es egal, für welche Du dich entscheidest. Wie Du Dein Kind richtig trägst und worauf Du bei der Auswahl eines Tragetuchs oder einer Babytrage achten solltest, haben wir bereits ausführlich in einem Artikel behandelt. Praktische Hilfe bekommst Du auch von einer Hebamme oder von einer Trageberaterin.

 

Alles zum Thema D

Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen werden häufig auch als Schwangerschaftsstreifen oder Hautdehnungsstreifen bezeichnet. Die medizinische Bezeichnung lautet Striae. Bei Hautdehnungsstreifen handelt es sich um feine Risse im Hautgewebe. Sie können unterschiedliche Ursachen haben und treten nicht nur bei Schwangeren auf. Allerdings kommen sie bei Schwangeren relativ häufig vor. Das liegt daran, dass Frauen in der Schwangerschaft von zwei der Hauptursachen für Dehnungsstreifen besonders stark betroffen sind: Hormonveränderungen und starke Gewichtszunahme – immerhin acht bis 18 Kilogram nimmt eine Frau im Laufe der Schwangerschaft durchschnittlich zu. Die Haut kann sich einfach nicht so schnell dehnen, wie der Bauch wächst. Deshalb kommen Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft vor allem am Bauch vor. Aber auch an den Beinen, Armen oder Brüsten können Hautdehnungsstreifen entstehen.

Während der Schwangerschaft haben diese Streifen häufig eine bläuliche oder rötlich-violette Färbung. Später vernarben die Streifen. Dann nimmt die Färbung ab und sie schillern leicht perlmuttfarben. Insgesamt sind sie dann unauffälliger. Etwa so wie Narben. Genauso wie Narben sind die Streifen aber dauerhaft und werden auf natürlichem Wege nicht mehr verschwinden.

Studien zufolge soll etwa jede zweite Schwangere Dehnungsstreifen bekommen. Das Risiko steigt bei Mehrlingsschwangerschaften. Ebenfalls sind häufig Frauen betroffen, die zu Cellulitis neigen. Ein weitere Faktor ist das Alter. Bei jüngeren Schwangeren treten Schwangerschaftsstreifen häufiger auf als bei älteren.

Um Dehnungsstreifen zu vermeiden kursieren viele Tipps und Hausmittel. Eine nachgewiesener Maßen verlässliche Methode, um die Streifen zu vermeiden, gibt es bis  heute nicht. Vor allem Lotionen und Peelings, die die Elastizität der Haut unterstützen, können zur Vermeidung von Dehnungsstreifen beitragen. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.

 

Alles zum Thema E

Baby schaut in die Kamera
Kinderwunsch und Babyglück: Wer kann diesem Blick widerstehen?

Erstausstattung

Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto mehr wirst du Dich auch auf die Zeit nach der Schwangerschaft vorbereiten. Unter anderem solltest Du Dir eine Erstausstattung für Dein Kind anschaffen. Dazu gehört alles, was Du in der ersten Zeit mit Deinem Kind in den ersten Lebenswochen bereits brauchen wirst. Konkret sind das vor allem:

  • Möbel/Einrichtung für Dein Baby: Bett mit passender Matraze, Wickelkommode mit Auflage, Babyschlafsack…
  • Für den Transport: Kinderwagen, Autositz, evtl. Kindertrage oder Tragetuch
  • Zubehör zum Stillen oder Füttern mit der Flasche: Still-BHs, Stillkissen, Fläschchen und Sauger, Säuglingsnahrung
  • Pflegebedarf für Babys: Mulltücher, Babyhandtücher, Stoff- oder Einwegwindeln, Feuchttücher, Wundschutzsalbe, diverse Pflegeprodukte, Nagelschere, Babyhaarbürste…
  • Kleidung: Bodys, Oberteile, Strampler, Söckchen, Erstlingsmützen, je nach Jahreszeit, Jacke, Overall etc.

Hier findest Du eine umfassendere und genauere Auflistung, was in die Erstausstattung für Dein Baby gehört.

Insbesondere die größeren und eventuell auch teureren Teile Deiner Erstausstattung solltest Du ruhig frühzeitig besorgen. In jedem Fall solltest Du für die erste Zeit ausreichend mit den wichtigsten Verbrauchsartikeln ausgestattet sein. Dazu zählen vor allem Windeln, Feuchttücher und bei Bedarf auch Fläschchen und Säuglingsnahrung. Bei vielen anderen Dingen lässt sich notfalls auch noch improvisieren, oder Du kannst Sie später nachkaufen.

Überschätzt wird oft der tatsächliche Bedarf an Babykleidung. Davon brauchst Du weit weniger als Du denkst. Das liegt zum einen daran, dass Babys in der ersten Zeit sehr schnell wachsen. Kaufst Du zu viel, wirst Du vieles Deinem Kind gar nicht oder nur sehr selten anziehen können.

Außerdem ist es im Vorfeld recht schwierig, die benötigte Kleidergröße abzuschätzen. Zumal die Größen je nach Hersteller sehr unterschiedlich ausfallen können. Mit Kind oder passenden Kleidungsstücken ist es viel leichter, weitere passende Teile zu kaufen.

 

Alles zum Thema F

Folsäure

Folsäure ist ein B-Vitamin und wird auch als Folat oder Vitamin B9 bezeichnet. Sie ist bei der Blutbildung und vielen Wachstumsprozessen im Körper ein wichtiger Bestandteil. Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure ist für jeden Menschen absolut lebensnotwendig. Im Normalfall ist das über die alltäglich Ernährung problemlos möglich. Folsäure ist zum Beispiel enthalten in:

  • Hülsenfrüchten
  • Getreide
  • Vielen Obst- und Gemüsesorten (z. B. Spinat, Brokkoli, Möhren Tomaten, Bananen, Orangen)
  • Fleisch und Fisch
  • Nüssen
  • Milch

Während der Schwangerschaft spielen Wachstumsprozesse eine große Rolle. Der Köper benötigt daher besonders viel Folsäure. Um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen, raten Ärzte dazu, Folsäurepräparate einzunehmen. Auf diese Weise lassen sich Wachstumsstörungen und Fehlbildungen bei Deinem ungeborenen Kind vermeiden. Auch für Fehlgeburten in der Frühschwangerschaft kann ein Folsäuremangel die Ursache sein.

Weil eine gute Folsäureversorgung speziell in den ersten Schwangerschaftswochen sehr wichtig ist, sollten auch Frauen mit Kinderwunsch Folsäurepräparate einnehmen. So ist eine ausreichende Versorgung ab dem Zeitpunkt der Befruchtung sichergestellt, auch wenn die Schwangerschaft noch unbemerkt ist.

Für Frauen mit Kinderwunsch und während der Schwangerschaft liegt die empfohlene Tagesdosis Folsäure bei 800 mg. Da Du einen Teil des Bedarfes über Deine Ernährung deckst, solltest Du mit Deinem Frauenarzt abstimmen, in welcher Form und Dosierung Du zusätzlich Folsäure einnehmen solltest. Überschüssige Folsäure scheidet der Körper zwar aus. Eine dauerhafte Überdosierung steht aber in dem Verdacht, Gefäßwände zu schädigen.

Alles zum Thema G

Geburtsvorbereitungskurs

Ein Geburtsvorbereitungskurs hilft Dir und Deinem Partner bei der Vorbereitung auf die anstehende Geburt. Diese Kurse werden von Hebammen in Krankenhäusern, Geburtshäusern oder Hebammenpraxen durchgeführt. Empfohlen werden Geburtsvorbereitungskurse ab der 25. Schwangersschaftswoche. Die klassischen Kurse umfassen zehn Termine. Notwendig sind Vorbereitungskurse für eine Geburt nicht. Gerade bei der ersten Schwangerschaft helfen sie jedoch, viele Fragen im Vorfeld zu klären. Der Kurs bereitet Dich und Deinen Partner darauf vor, was in den nächsten Wochen auf Euch zukommt. Typische Inhalte eines Kurses sind zum Beispiel:

  • Wie verläuft eine Schwangerschaft in den letzten Wochen vor der Entbindung?
  • Wie verhalte ich mich bei einem Blasensprung?
  • Ablauf einer Geburt
  • Übungen zum Tragen, Wickeln und Baden eines Neugeborenen

Ob Du den Kurs alleine oder mit Deinem Partner besuchst, bleibt Euch überlassen. Für Schwangere übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Kurs. Partner müssen die Kosten selber tragen.

Die Frage, ob Du den Kurs alleine oder mit Deinem Partner machst, wird auch von der Art des Kurses abhängen. Neben dem klassischen Vorbereitungskurs, der vor allem der Information dient, gibt es auch noch eine ganze Reihe spezieller Vorbereitungskurse. Zum Beispiel Geburtsvorbereitungskurse mit:

  • Yoga
  • Akupunktur
  • Schwangerschaftsgymnastik

Solche Kurse mit einer besonderen Ausrichtung richten sich alleine an die Schwangere, Väter profitieren nicht davon. Die Kosten für diese Kurse musst Du in der Regel ebenfalls selber tragen.

 

Alles zum Thema H

Hebamme

Die Hebamme spielt im Laufe einer Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Die klassische Aufgabe einer Hebamme oder auch Geburtshelferin besteht darin, die Entbindung zu überwachen und bei der Geburt zu helfen. Das Hebammengesetz schreibt sogar vor, dass bei einer Geburt im Normalfall eine Hebamme anwesend sein muss.

Neben der Geburtshilfe gehören zu den Aufgaben einer Geburtshelferin oder eines Geburtshelfers auch die Vorbereitung der Schwangeren auf die Geburt sowie die Nachversorgung. Seit einigen Jahren dürfen Hebammen auch die Vorsorguntersuchungen während der Schwangerschaft durchführen. Du kannst also wählen, ob Du Dich von einem Frauenarzt oder einer Hebamme betreuen lässt. Nur bei Komplikationen musst Du Dich von einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin betreuen lassen.

Zur Vorbereitung auf die Geburt führen Hebammen Geburtsvorbereitungskurse durch. Im Rahmen der Nachversorgung besucht eine Hebamme die junge Mutter regulär an 16 Terminen innerhalb von acht Wochen. Bei diesen Terminen kontrolliert sie die Entwicklung des Kindes. Sie berät aber auch bei allen Fragen rund um die erste Zeit nach der Entbindung und das Neugeborene.

Neben festangestellten Hebammen im Krankenhaus gibt es auch freiberufliche Hebammen. Freiberufliche Hebammen kannst Du Dir frei aussuchen. Sie begleiten Dich dann in allen Phasen der Schwangerschaft. Du solltest in diesem Fall jedoch frühzeitig mit der Suche nach einer passenden Hebamme beginnen. Viele freie Hebammen sind stark ausgelastet und haben Wartezeiten. Lässt Du dich nicht von einer freien Hebamme betreuen, steht Dir bei einer Entbindung im Krankenhaus immer eine Hebamme des Krankenhauses bei der Geburt zur Seite.

 

Alles zum Thema K

Kreißsaal

Als Kreißsaal wird in Krankenhäusern der Raum zur Entbindung bezeichnet. Sofern Du Dich nicht für ein Geburtshaus oder eine Hausgeburt entscheidest, wirst Du Dein Kind höchstwahrscheinlich in einem Kreißsaal zur Welt bringen. Dort stehen Dir dann auch die Hebammen des Krankenhauses zur Seite und begleiten Dich bei der Geburt. Ein Kreißsaal ist grundsätzlich mit einem Entbindungsbett und technischen Geräten zur Überwachung von Mutter und Kind ausgestattet.

Darüber hinaus gibt es immer auch weitere Hilfsmittel, die die Geburt erleichtern und für Entspannung sorgen sollen:

  • Geburtshocker
  • Sitzbälle, Sprossenwand
  • Geburtsbadewanne

Wie und womit ein Kreißsaal ausgestattet ist, hängt von dem jeweiligen Krankenhaus ab. Die Größe der Entbindungsstation spielt ebenfalls eine Rolle.

Moderne Kreißsäle sind so eingerichtet, dass sich die werdende Mutter möglichst wohl fühlt und sich so gut es geht entspannen kann. In den meisten Krankenhäusern kannst Du den Kreißsaal im Vorfeld besichtigen und Dir selber einen Eindruck verschaffen. Das geht oft zum Beispiel bei der Anmeldung zur Geburt oder bei einem Geburtsvorbereitungskurs.

 

Alles zum Thema M

Mehrlingsschwangerschaft

-> Zwillingsschwangerschaft

Mutterpass

Der Mutterpass ist ein wichtiges Dokument in Form eines Heftes für jede Schwangere. Sie bekommt es von ihrem Frauenarzt oder ihrer Hebamme nach der Feststellung der Schwangerschaft. In dem Heft werden alle wichtigen Daten der Schwangeren und zum Verlauf der Schwangerschaft sowie der errechnete Geburtstermin vermerkt. Auch die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen gehören dazu.

Den Mutterpass solltest Du während Deiner Schwangerschaft möglichst immer bei Dir tragen. Insbesondere für Ärzte enthält er wichtige Informationen, die im Falle einer notwendigen Behandlung wichtig sein können. Solltest Du Deinen Mutterpass einmal verlieren, kannst Du Dir von Deiner Hebamme oder Deinem Frauenarzt einen neuen ausstellen lassen. Sie haben in der Regel alle wichtigen Daten gespeichert.

 

Alles zum Thema N

Namensfindung

Für viele Eltern vermutlich fast der schwierigste Teil der Schwangerschaft. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Ihr auf Anhieb einen Namen findet, der Euch beiden gefällt. Wenn Ihr das Prozedere verkürzen wollt, versucht es doch mal so: Jeder von Euch führt erst einmal eine eigene Liste auf der jeder für sich Namen notiert, die ihm im Laufe der Zeit einfallen und gefallen. Lasst Euch Zeit und streicht auch Namen, die Euch eine Woche später nicht mehr gefallen.

Wenn Ihr jeder genug Vorschläge gesammelt habt, vergleicht einfach mal Eure Listen. Mit etwas Glück habt Ihr schon einige gemeinsame Namen, die Euch beiden gefallen. Dann müsst Ihr Euch nur darauf einigen, welcher „Kandidat“ der beste ist. Vielleicht hatte Euer Partner ja auch den Einfall, auf den Ihr die ganze Zeit nicht gekommen seid. Mit einem solchen oder einem ähnlichen Verfahren spart Ihr Euch viele Diskussionen, die meistens über einen beliebig langen Zeitraum so oder so ähnlich ablaufen:

„Was hältst Du von Paul?“

„Auf gar keinen Fall, so hieß mein erster Freund. Ich bin eher für Michael“

„Michael ist mir zu langweilig“

Möchtet Ihr die Suche nach dem Namen nicht dem Zufall und Euren Einfällen überlassen, könnt Ihr  Namenslexika zu Rate ziehen. Dort findet Ihr auch die Erklärungen über Herkunft und Bedeutung für einen Namen. In jedem Fall solltet Ihr bei der Auswahl jedoch darauf achten, dass der Name nicht zu kompliziert ist. Ihr macht es Eurem Kind nicht leichter, wenn es später bei jeder Gelegenheit seinen Namen im schlimmsten Fall sogar mehrfach buchstabieren muss.

Ob Ihr Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Freundinnen und Freunde an der Namensfindung teilhaben lassen wollt, bleibt alleine Euch überlassen. Einfacher wird es dadurch in der Regel nicht. Wir hatten irgendwann von den ganzen Einmischungen und Kommentaren die Nase gestrichen voll. Von da an unterlag die Namensfindung strengster Geheimhaltung und das Ergebnis wurde erst nach der Geburt verkündet.

 

Alles zum Thema P

Pränataldiagnostik

Bei der Pränataldiagnostik handelt es sich um bestimmte Untersuchungen während der Schwangerschaft. Sie gehen über die regulären Vorsorgeuntersuchungen hinaus. Zur Pränataldiagnostik werden bestimmte Ultraschallverfahren, Verfahren zur Risikoabschätzung oder auch invasive Methoden gezählt. Sie dienen insbesondere dazu, bestimmte erblich bedingte Erkrankungen des Kindes zu diagnostizieren oder Fehlbildungen zu erkennen.
Zur Pränataldiagnostik zählen zum Beispiel:

  • Fruchtwasseruntersuchung (Amniozente)
  • Feststellung von Chromosomen-Abweichungen
  • Chorionzotten-Biopsie
  • Ersttrimester-Test

Generell solltest Du Untersuchungen zur Pränataldiagnostik nur nach sorgfältiger Abwägung durchführen lassen oder wenn es einen konkreten Verdacht etwa durch erbliche Vorbelastungen gibt.  Zum einen können einige der Verfahren mit Risiken verbunden sein. Außerdem solltest Du Dich immer fragen, welche Konsequenzen Du aus einem möglichen Ergebnis ziehen würdest. Grundsätzlich solltest Du Dich ausführlich von Deinem Arzt oder Deiner Ärztin beraten lassen und das Für und Wider genau abwägen.

Empfiehlt Dir Deine Frauenärztin oder Dein Frauenarzt eine Untersuchung zur Pränataldiagnostik, müssen sie Dich über verschiedene Dinge aufklären:

  • Art und Umfang der Untersuchung
  • Aussagekraft, Konsequenzen oder auch Risiken der Untersuchung
  • Psychische Belastungen, die sich aus den Ergebnissen für Dich ergeben können

Einer Untersuchung zur Pränataldiagnostik musst Du ausdrücklich mit einer schriftlichen Einverständniserklärung zustimmen.

Alles zum Thema R

Röteln

Röteln sind eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern auftritt. Nach einer Infektion kommt es zu einer lebenslangen Immunität. Während Röteln bei Kindern relativ harmlos verlaufen, sind sie für Schwangere hochgefährlich. Kommt es im Laufe der Schwangerschaft zu einer Rötelinfektion, kann die Krankheit zu Fehlbildungen beim Kind führen. Eine Impfung gegen Röteln ist möglich. Allerdings nur im Vorfeld der Schwangerschaft. Während der Schwangerschaft ist eine Impfung nicht empfohlen. Weißt Du nicht, ob Du geimpft bist oder in Deinem Leben bereits Röteln hattest, kann Dein Arzt das in einem Bluttest feststellen. Hast Du keinen ausreichenden Schutz durch Antikörper, bist Du einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Dein Arzt wird Dir sagen, wie Du Dich verhalten solltest.

 

Alles zum Thema S

Schwangerschaftstest

Mit einem Schwangerschaftstest wird die Schwangerschaft nachgewiesen. Insgesamt gibt es drei verschiedene Testarten:

  1. Urintest
  2. Bluttest
  3. Ultraschalluntersuchung

Teststreifen, die Du als Schnelltest in Drogerien und Apotheken kaufen kannst, basieren auf dem Urintest. Der Schnelltest weist das Hormon hCG nach. Dieses Hormon kommt nur bei einer Schwangerschaft im Körper vor. Der Nachweis mit einem Teststreifen ist etwa ab dem 14 Tag nach der Befruchtung der Eizelle zuverlässig möglich. Das ist aber nur ein Richtwert. Prinzipiell gilt, dass der Urin-Schwangerschaftstest mit einem Teststreifen in den ersten fünf Wochen ein falsches Negativ-Ergebnis bringen kann. Das liegt daran, dass die Hormonkonzentration mitunter zu gering ausfällt und vom Test nicht erkannt wird. Auch wenn der Teststreifen ein negatives Ergebnis anzeigt, kann eine Schwangerschaft vorliegen.

Einen wirklich zuverlässigen Schwangerschaftstest kann Dein Frauenarzt durchführen. Mit Hilfe eines Bluttestes lässt sich eine Schwangerschaft deutlich sicherer bestimmen. Ein Bluttest ist bereits sieben bis zehn Tage nach der Befruchtung zuverlässig möglich. Eine Nachweis durch eine Ultraschalluntersuchung ist ab der sechsten Woche möglich. Zeigt Dein Schnelltest ein positives Ergebnis, solltest Du es in jedem Fall von Deinem Frauenarzt noch einmal bestätigen lassen. So kannst Du wirklich sein und hast auch gleich den „offiziellen“ ärztlichen Nachweis Deiner Schwangerschaft.

Alles zum Thema U

Ultraschalluntersuchung

Ultraschalluntersuchungen sind in der Medizin ein weitverbreitetes bildgebendes Verfahren. Weitere Bezeichnungen sind Sonografie oder Echografie. Bei dem Verfahren kann mit Hilfe von Ultraschall ein Bild der untersuchten Körperteile oder Organe erstellt werden. Eine Untersuchung mit Ultraschall ist schmerzfrei und unschädlich für Kind und Mutter. Seit 1980 ist die Ultraschalluntersuchung in Deutschland ein fester Bestandteil der Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft. Sie werden genutzt, um zum Beispiel das Wachstum und die Entwicklung des Embryos im Mutterleib zu untersuchen. Auf diese Weise kannst Du bei einer Sonografie Dein ungeborenes Kind sehen.

Die Untersuchung erfolgt mit einem Schallkopf, der die Ultraschallsignale sendet und das Echo wieder empfängt. Der Schallkopf wird über den Bauch geführt, auf den der Arzt oder die Ärztin ein Gel aufträgt. Im frühen Stadium der Schwangerschaft erfolgt die Untersuchung mit einem speziellen Schallkopf vaginal.

Insgesamt drei Sonografien sind bei einer Schwangerschaft im Normalfall vorgesehen und werden von der Krankenkasse gezahlt. Hält der Frauenarzt oder die Frauenärztin es für notwendig oder liegt eine Risikoschwangerschaft vor, können auch mehr Ultraschalluntersuchungen gemacht werden. Die zahlt dann ebenfalls die Krankenkasse. Bilder, CDs oder DVDs musst Du selber bezahlen. Das gilt auch, wenn Du zusätzliche Ultraschalluntersuchungen durchführen lassen möchtest, die nicht medizinische erforderlich sind. Das gilt ebenso für besondere 3D-Ultraschalluntersuchungen.

Die regulären Sonografien im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen finden zu folgenden Zeitpunkten statt:

  1. Untersuchung: Während der 9.–12. Schwangerschaftswoche zur Feststellung der Schwangerschaft
  2. Untersuchung: Während der 19.–22. Schwangerschaftswoche
  3. Untersuchung: Während der 29.–32. Schwangerschaftswoche

 

Alles zum Thema V

Vorsorgeuntersuchung

Während der Schwangerschaft sind in Deutschland insgesamt zehn Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen, so viele wie in keinem anderen Land. Bei den Vorsorgeuntersuchungen geht es darum, die Gesundheit der Mutter und des ungeborenen Kindes regelmäßig zu kontrollieren. Auch das Wachstum und die Entwicklung des Kindes sind wesentlicher Bestandteil der Untersuchungen. Durch die regelmäßigen Untersuchungen sollen mögliche Komplikationen während der Schwangerschaft so früh wie möglich erkannt werden. Auf diese Weise lassen sich rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.Dadurch tragen die Vorsorgeuntersuchungen entscheidend zur Geburt eines gesunden Kindes bei.

Anfangs finden die Untersuchungen alle vier Wochen statt. Ab der 32. Schwangerschaftswoche hast Du alle zwei Wochen einen Termin bei Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt.

Die einzelnen Untersuchungen laufen im wesentlichen immer gleich ab. Sie umfassen insbesondere:

  • Blutentnahme
  • Blutdruckmessen
  • Urinprobe
  • Gewichtskontrolle
  • z. T. Ultraschalluntersuchungen
  • In der 26. bis 28. Schwangerschaftswoche Test auf Schwangerschaftsdiabetes
  • Ab der 32. Schwangerschaftswoche üblicherweise bei jeder Untersuchung ein Kardiotokogramm (CTG) zur Kontrolle des Herzschlag Deines Kindes und um mögliche frühzeitige Wehentätigkeiten rechtzeitig zu erkennen
Baby in einem Nest mit federn und Kuscheldecke
Der Wunsch aller zukünftigen Eltern: ein gesundes, zufriedenes Baby

Bei der Erstuntersuchung erfolgt eine sehr umfassende Untersuchung Deines Blutes und Deines Gesundheitszustandes. Dazu zählen zum Beispiel Blutgruppe, Rhesusfaktor, HIV-Test (mit Deiner Einwilligung), Antikörpertest zum Beispiel auf Röteln und viele mehr. Im Laufe der Schwangerschaft kommen weitere Untersuchungen auf mögliche Risikofaktoren hinzu.

Entdeckt der Arzt oder die Ärztin bei einer Vorsorgeuntersuchung Auffälligkeiten oder Risikofaktoren, wird er weitere Untersuchungen vornehmen. Die Vorsorgeuntersuchungen können dann in einem kürzeren Abstand erfolgen. Das gilt zum Beispiel auch für Risikoschwangerschaften. Wie die regulären zehn Vorsorgeuntersuchungen werden auch für alle weiteren Untersuchungen die Kosten von der Krankenkasse übernommen, wenn sie medizinisch notwendig sind. Der Umfang der Vorsorgeuntersuchungen während einer Schwangerschaft kann daher sehr unterschiedlich ausfallen.

Neben den regulären Untersuchungen, kannst Du noch zahlreiche weitere Tests und Untersuchungen vornehmen lassen, die gesetzlich nicht vorgesehen sind, zum Beispiel ein 3D-Ultraschall. Die Kosten musst Du dann dafür aber selber tragen. Medizinisch notwendig sind diese zusätzlichen Untersuchungen in der Regel nicht. Dein Arzt oder Deine Ärztin wird Dich dazu umfassend beraten. Siehe dazu auch: -> Pränataldiagnostik

 

Alles zum Thema W

Windeln

Ok, Windeln haben nicht direkt etwas mit Deiner Schwangerschaft zu tun. Du wirst sie aber unmittelbar nach der Geburt brauchen. Deshalb gehören Windeln als Bestandteil der Erstausstattung zu den Dingen, mit denen Du Dich während der Schwangerschaft beschäftigen wirst. Steht für Dich fest, dass Du Dein Kind mit Einwegwindeln wickeln möchtest, ist die Sache schnell erledigt. Du kaufst ein Paket Windeln in der kleinsten Größe und bist für die erste Zeit versorgt. In den letzten Jahren sind aber auch Stoffwindeln für immer mehr Eltern zu einer Alternative geworden.

In diesem Artikel findest Du weitere Informationen zu Stoffwindeln, Einwegwindeln und den jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Möchtest Du Stoffwindeln verwenden, solltest Du Dich rechtzeitig mit dem Thema beschäftigen. Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Stoffwindeln. Sinnvollerweise solltest Du Dich über die unterschiedlichen Systeme in Deinem Bekanntenkreis, bei Babyausstattern oder auch Deiner Hebamme informieren. Schließlich musst Du Dir auch noch eine passende Erstausstattung mit Stoffwindeln besorgen. Das alles solltest Du sinnvollerweise vor der Geburt machen. Nach der Geburt wirst Du erfahrungsgemäß genug andere Dinge zu tun haben.

 

Alles zum Thema Y

Yoga in der Schwangerschaft

Auf den ersten Blick fällt es ein bisschen schwer, Schwangerschaft und Yoga miteinander in Einklang zu bringen. Kugelbauch und extreme Verrenkungen passen irgendwie nicht zusammen. Müssen sie auch nicht. Viele Menschen haben von Yoga ein völlig falsches Bild im Kopf. Den richtigen Kugelbauch hast du auch erst im letzten Drittel der Schwangerschaft…

Längst nicht alle Übungen sind kompliziert und neben den körperlichen Übungen spielen auch Atemübungen, Achtsamkeit und Meditation eine große Rolle. Im Mittelpunkt steht beim Yoga unter anderem das eigene Körpergefühl. Also die Signale des Körpers zu erkennen und zu verstehen. Gerade in der Schwangerschaft kann diese Fähigkeit sehr nützlich sein. Dein Körper verändert sich sehr stark und manchmal kommt der Kopf und die eigene innere Einstellung nicht recht hinterher. Yoga kann Dir dabei helfen, mehr auf Deinen Körper zu achten.

Wenn Du Yoga in der Schwangerschaft praktizieren möchtest, solltest Du das am besten unter der Anleitung eines Yoga-Lehrers oder einer Yoga-Lehrerin tun. Entsprechende Kurse werden in vielen Yoga-Schulen oder im Rahmen von Geburtsvorbereitungskursen angeboten. Wenn Du bereits Yoga machst, spricht nichts dagegen, dass Du weiter übst. Wenn Du bisher sehr viel geübt hast, solltest Du gegebenenfalls ein bisschen kürzer treten. Das gilt für alle Sportarten. Es hilft Dir ebenfalls, dass Du Dir Übungen für speziell für Schwangere von einem Lehrer oder Lehrerin zeigen und erklären lässt.

 

Alles zum Thema Z

Zwillingsschwangerschaft

Zwillingsschwangerschaften sind die häufigste Art sogenannter Mehrlingsschwangerschaften. Bei Mehrlingsschwangerschaften wächst nicht nur ein Kind im Leib der Mutter heran, sondern gleich mehrere. Von Zwillingen spricht man, wenn während einer Schwangerschaft zwei Kinder heranwachsen. Zu Zwillingsschwangerschaften kommt es, wenn:

  • Zwei Eizellen innerhalb eines Zyklus befruchtet und die Kinder gemeinsam geboren werden. In diesem Fall bezeichnet man die Zwillinge als zweieiig.
  • Sich eine bereits befruchtete Eizelle teilt und sich beide Teile vollständig weiterentwickeln. Hierbei handelt es sich dann um eineiige Zwillinge.

Während zweieiige Zwillinge sehr unterschiedlich sein und unterschiedliche Erbanlagen haben können, haben eineiige Zwillinge eine identische DNA. Auf natürlichem Wege kommen Zwillingsschwangerschaften noch vergleichsweise häufig vor. Auch Drillingsgeburten kommen hin und wieder vor. Natürliche Schwangerschaften mit noch mehr Kindern sind extrem selten. Anders sieht es bei künstlichen Befruchtungen aus. Hier werden der Mutter oft mehrere befruchtete Eizellen eingesetzt. Nimmt der Körper sie alle an, kommt es zu einer Mehrlingsschwangerschaft. Aufgrund der zunehmenden Zahl von künstlichen Befruchtungen und Hormonbehandlungen bei Kinderwunsch steigt auch die Zahl von Zwillingsschwangerschaften in Deutschland seit Jahren kontinuierlich an.

Zwillingsbabies mit Häschen-Mütze
Doppeltes Babyglück – Zwillinge stellen Eltern vor besondere Herausforderungen

Eine Schwangerschaft mit zwei oder noch mehr Kindern gilt immer als Risikoschwangerschaft. Die Zahl der Risiken von Komplikationen für Mutter und Kinder steigt mit der Zahl der Kinder an. Unter anderem endet das Wachstum der Kinder im Mutterleib früher als bei einer Einzelschwangerschaft, weshalb die Kinder bei der Geburt kleiner sind. Dank guter medizinischer Versorgung sind Zwillingsgeburten heute in der Regel kein großes Problem mehr.

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