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Erste gemeinsame Wohnung einrichten – Worauf sollen wir achten?

von Lieselotte Wever
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Foto: the-interior-of-the-1508273_1920 © ozytywnewnpetrza - pixabay.com

So ist das manchmal, wenn große Wünsche in Erfüllung gehen: Plötzlich tut sich ein unerwartetes Problem auf. Genau so ergeht es vielen Paaren, wenn sie beschlossen haben zusammenzuziehen. Sie haben eine schöne Wohnung für ihr künftiges Leben zu zweit gefunden. Nun soll alles hübsch eingerichtet werden.

Endlich die erste gemeinsame Wohnung: Aber wie einrichten?

Die erste gemeinsame Wohung: Auf einmal zeigt sich, dass das Einrichten der ersten gemeinsamen Wohnung gar nicht so einfach ist, wie zunächst gedacht. Habt Ihr neulich das Möbelhaus ergebnislos verlassen, weil Ihr Euch nicht einig geworden seid? Vor dem Verkäufer habt Ihr Euch gestritten? Auf dem Heimweg ist dicke Luft?

Vielleicht ist es bei Euch aber noch nicht so schlimm gekommen. Dann gratulieren wir Euch, denn die Lektüre unseres Artikels hilft Euch späteren Stress vermeiden. Aber auch wenn Ihr Euch in der eben beschriebenen Szene wiedererkannt habt, werden unsere Tipps weiterhelfen.

Gemeinsam die erste Wohnung einrichten: gut geplant zur Traumwohnung

Es sind vor allem drei Faktoren, die das Einrichten der ersten gemeinsamen Wohnung zur Herausforderung machen:

  1. unterschiedliches Stilempfinden
  2. riesige Auswahl an Einrichtungsgegenständen
  3. Auskommen mit dem Budget

Bevor Ihr also gemeinsam einkaufen geht, setzt Euch in Ruhe zusammen, um die Einrichtung Eurer ersten Wohnung intensiv zu besprechen. Haltet alles schriftlich fest. Erst wenn Euer Plan steht, geht es ans Einkaufen. Wie das im Einzelnen aussehen kann und wie Ihr möglichst nichts vergesst, sagen Euch unsere Vorschläge.

Die erste gemeinsame Wohnung: Wie seid Ihr aktuell eingerichtet?

Egal ob Ihr bereits in einer eigenen Wohnung lebt oder noch zuhause bei Euren Eltern: Auf jeden Fall habt Ihr einen persönlichen Bereich, in dem Ihr Euch eingerichtet habt und der über Eure Einrichtungsvorlieben Auskunft gibt. So erfahrt Ihr bereits voneinander, was Euch beim Wohnen besonders gut gefällt und wie Ihr es mit der Ordnung haltet.

Eure Lieblingsfarben werden sich in der Wohnungseinrichtung wiederfinden. Ein eher minimalistischer Wohnstil sagt ebenso viel aus wie ein Zimmer voller aufgestellter Figuren, unzähliger aufgehängter Bilder und übereinander gestapelter Aufbewahrungsboxen. Meistens liegt die Einrichtung irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Auch ein Technikfreak oder Bücherwurm ist an der Wohnungseinrichtung erkennbar.

Wie wohl fühlt sich jeder von Euch in der Wohnung oder dem Zimmer des anderen? An diesem Punkt fängt Euer Austausch über das geplante Zusammenleben an. Völlige Übereinstimmung wird es selten geben. Meistens werdet Ihr Euch auf Kompromisse einigen müssen. Zurückhaltende Höflichkeit ist hier ebenso fehl am Platz wie verletzendes Infragestellen. Tauscht Euch sachlich über unterschiedlichen Einrichtungsgeschmack aus und versucht, Gemeinsamkeiten herauszufinden. Es darf nicht so weit kommen, dass einer von Euch dabei über den anderen bestimmt. Legt Euch lieber auf etwas Neues fest, das Euch beiden gefällt.

Was in die erste gemeinsame Wohnung gehört

Ein paar Standards gibt es praktisch in jeder Wohnung: Tische, Stühle, Sessel, Sofa, Schränke, Regale, Betten, Geschirr, Besteck, Radio, TV Gerät, Stereoanlage, PC und Zubehör, Staubsauger, Kaffeezubereiter, Waschmaschine, Kühlschrank und Herd. Andere Dinge sind verbreitet, aber nicht Bestandteil jeder Wohnung: Kommode, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Küchenmaschine, Mixer, Mikrowelle, Tiefkühltruhe oder Grill.

Hier solltet Ihr Euch früh einig werden, was Ihr möchtet und in welcher Ausstattung. Am besten informiert Ihr Euch im Voraus übers Internet, was es alles gibt sowie über Vor- und Nachteile. Ob Ihr anschließend online kauft oder bei Euch vor Ort im Geschäft, bleibt Euch überlassen. Gegenstände wie Möbel kauft Ihr besser in einem Geschäft, denn dort könnt Ihr die Sachen, mit denen Ihr viele Jahre verbringen werdet, im Original sehen und anfassen sowie probesitzen.

Die erste gemeinsame Wohnung: clevere Einrichtungstipps

Eure erste gemeinsame Wohnung wird nicht Eure letzte Wohnung sein. Familienzuwachs, berufliche Veränderungen, der Wunsch nach einer größeren Wohnung oder auch eine Trennung sind alles Anlässe für einen Wohnungswechsel. Daher solltet Ihr bei der Auswahl Eurer neuen Möbel darauf achten, dass diese robust genug sind, um mehrere Umzüge zu überstehen.

Auch ist es clever, Einrichtungsgegenstände so auszuwählen, dass sie sich später optisch ansprechend um weitere Teile ergänzen lassen. Viele Möbelhersteller haben sich heute auf flexibles Wohnen eingestellt. Besonders praktisch gerade bei kleinen Wohnräumen sind übrigens Möbelstücke, die Ihr platzsparend stapeln könnt sowie durch Auszieh- oder Klappfunktionen bei Bedarf vergrößern. Möbel in hellen Holztönen ergeben eine Basiseinrichtung, die sich bestens mit später hinzugefügten einzelnen ausgefallenen oder bunten Möbelstücken verträgt.

Gemeinsam die erste Wohnung einrichten: Was kommt mit? Was wird neu angeschafft?

Es ist ein erheblicher Unterschied, ob vor dem Zusammenziehen in die erste Wohnung die Partner bereits eigene Wohnungen haben oder noch bei den Eltern leben. Im letzten Fall muss das meiste erst gekauft werden, wobei viele Eltern finanziell unter die Arme greifen.

Werden hingegen zwei Einrichtungen zu einer vereinigt, wird es komplizierter. Natürlich könnt Ihr vieles in Eure neue Wohnung mitnehmen. Allerdings wird nicht alles zusammenpassen. Schließlich wollt Ihr nicht in einer Trödelladenatmosphäre leben, sondern Euch wohl fühlen und Eure Wohnung stolz anderen zeigen, wenn alles fertig ist. Ihr werdet also sortieren und ausrangieren müssen und einige Dinge neu kaufen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die schicke Einbauküche, mit der Ihr schon lange geliebäugelt habt. Fürs Wohnzimmer habt Ihr Euch schon eine bestimmte Sitzgarnitur vorgemerkt, zu der sogar Euer Tisch und das Sideboard Eures Partners super passen. Eure alten individuellen Einzelbetten weichen nun einem harmonischen Duo.

Beim Zusammenlegen zweier Haushalte sind außerdem zahlreiche Haushalts- und Küchengeräte doppelt vorhanden. Das kann teilweise praktisch sein für gemeinsame Arbeiten parallel. Oder Ihr habt künftig ein Zweitgerät in Reserve. Manches jedoch wird in Eurer gemeinsamen Wohnung überflüssig sein. Was sowieso schon alt ist, wird umweltfreundlich entsorgt. Anderes könnt Ihr verschenken oder verkaufen.

Erste gemeinsame Wohnung einrichten: Denkt an den Hausputz!

Denkt beim Einrichten immer daran: Was Ihr kauft, müsst Ihr anschließend reinigen und pflegen. So toll manche Sachen aussehen, können sie sich beim späteren Hausputz als echte Zeitfresser erweisen. Flauschige Teppiche mit langen Schlingen oder extra hohem Flor sind wahre Schmutzmagneten. Staub und Krümel verschwinden zunächst darin und sorgen später beim Reinigen für eine böse Überraschung. Hinzu kommt, dass solche Teppichoberflächen anfällig gegen Verknoten und Verfilzen sind. Auch bestimmte Möbeloberflächen wie Lacke oder bestimmte Holzarten reagieren empfindlich auf Reinigungsmittel oder Flüssigkeiten allgemein. Verzichtet auch auf allzu viele Staubfänger wie offene Regale, CD-Türme oder Kleiderständer.

Erste gemeinsame Wohnung einrichten: Teamsache

Sollte Dein Partner nach der ersten Besprechung bereits schwächeln und sagen: „Du hast so tolle Ideen! Mach Du mal alles. Ich halte mich raus und werde hinterher nicht nörgeln – versprochen!“, dann lasse Dich bloß nicht darauf ein. Sei sicher: Er oder sie wird nörgeln und hat das damals alles nicht so gemeint. Außerdem ist so eine Haltung einfach nur unfair und genau das solltest Du darauf sagen. Das Einrichten der gemeinsamen Wohnung ist auf jeden Fall Teamsache. Ihr wollt Euch doch hinterher beide in Eurer neuen Wohnung wohlfühlen und zusammen glücklich sein. Ganz ohne vorherige Anstrengung ist das leider nicht zu haben.

Ersteinrichtung der gemeinsamen Wohnung: Ratenzahlung? Kredit aufnehmen?

Das Anschaffen neuer Möbel und Haushaltsgeräte geht ganz schön ins Geld. Ersparnisse sind rasch aufgebraucht. Da der Dispokredit nur begrenzt ist, liegt der Gedanke an einen Kredit nahe. Möbelhäuser und Technikhäuser bieten außerdem Ratenzahlungen an. Sind solche Lösungen empfehlenswert?

Da es sich bei Möbeln und Haushaltsgeräten um langfristige Gebrauchsgüter handelt, kann die Aufnahme eines Kredits oder einer Ratenzahlung durchaus eine gute Idee sein. Während Ihr Eure neuen Einrichtungsgegenstände allmählich abzahlt, nutzt Ihr sie bereits. Besonders praktisch ist Ratenzahlung. Es ist dabei zu bedenken, was generell für das Schuldenmachen gilt: Zinsen für Kredite und Ratenzahlungen verteuern den Kaufpreis. Ihr müsst die Höhe der Gesamtschulden, die sich aus den Krediten und Ratenzahlungen ergeben, genau im Auge behalten. Könnt Ihr später wirklich jeden Monat 500 Euro oder mehr für das Abzahlen aufbringen? Steht Ihr in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis? Darüber hinaus beeinflussen Kredite oder Ratenzahlungen Eure SCHUFA-Daten negativ. Eine bessere Lösung ist es, wenn Euch nahe Verwandte das Geld vorstrecken.

Gute Gelegenheiten zum Sparen gibt es bei den Möbelhändlern mit Schnäppchen aus der Werbung und Sonderverkäufen von Restposten oder auslaufenden Serien. Auch lohnt sich ein Blick in Internetauktionen oder Kleinanzeigen. In Tageszeitungen stehen oft Ankündigungen von privaten Haushaltsauflösungen zu einem bestimmten Datum mit fester Uhrzeit. Dort könnt Ihr Euch direkt umsehen und mit dem Eigentümer einen günstigen Preis ausmachen.

Kurz gesagt

Das Einrichten der ersten gemeinsamen Wohnung macht Spaß, vor allem wenn es gut geplant ist. Ein vorher aufgestellter Kostenplan hilft, finanziell die Übersicht zu behalten. Die Auswahl der Einrichtung erfordert Zeit und gründliche Überlegungen. Von Spontankäufen im erstbesten Möbelgeschäft ist abzuraten. Schließlich soll die Wohnungseinrichtung Euch beiden gefallen, harmonisch zusammengestellt sein, pflegeleicht sein und möglichst lange halten.

 

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