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Schneidebrett aus Holz richtig pflegen und reinigen

von Lieselotte Wever
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Küchenbrett aus Holz mit Paprika und Tomaten drauf zum schneiden

Ein Utensil, garantiert in jeder Küche vorhanden, ist das Schneidebrett. Kaum jemand begnügt sich mit nur einem Brett. Meistens existiert das Schneidebrett aus Holz oder Kunststoff in verschiedenen Größen, Frühstücksbrettchen und weitere Varianten eingerechnet. Wie hältst Du sie hygienisch sauber – vor allem Holzbretter?

Wie hygienisch ist ein Schneidebrett aus Holz?

Kunststoff-Schneidebretter packst Du bedenkenlos in den Geschirrspüler. Auch von Hand gespült sind sie rasch wieder sauber. Wie sieht es jedoch bei Holzbrettern aus? Bekommt man die jemals wieder wirklich sauber?

Sei unbesorgt! Es mag Dich erstaunen, aber tatsächlich sind Schneidebretter aus Holz sogar hygienischer als ihre Kollegen aus Kunststoff. Holz verfügt nämlich über einen naturgegebenen Schutz gegen Bakterien und weitere Keime. Der antibakterielle Schutz reicht sogar bis in die Rillen von Schnittstellen, wo sich Mikroorganismen bevorzugt ansiedeln. Die antibakterielle Wirkung beruht vor allem auf der in vielen Hölzern vorhandenen Gerbsäuren. Eine besonders gute antibakterielle Wirkung wird Buchen-, Eichen-, Ahorn-, Nussbaum-, Lärchen-und Kiefernholz nachgesagt. Dabei setzen frische Schnittstellen im Holz noch über einige Zeit weiter Gerbsäuren frei und schützen das Brett auch bei Nichtgebrauch zwischendurch vor Keimbefall. Wenn Du Dir also neue Holzbretter für die Küche zulegst, achte auf diese Holzarten.

Mit ihrer antibakteriellen Eigenschaft sind Holzbretter sogar Kunststoffbrettern überlegen. Auch in Schneidebrettern aus Kunststoff bilden sich Schnittrillen, in denen sich Keime festsetzen. Viele von ihnen überstehen die Reinigungsprozedur. Sie verbleiben nicht nur in den feinen Ritzen, sondern vermehren sich darin sogar.

Eine Empfehlung solltest Du allerdings auch bei Holzbrettern beherzigen: Verwende für die Zubereitung von Fleisch und Gemüse verschiedene Bretter, um keine Salmonellen zu übertragen. Bloßes Abspülen eines Brettes zwischendurch ist zu oberflächlich.

Küchenbretter aus Bambus kannst Du ebenfalls mit den hier vorgestellten Reinigungs- und Pflegemethoden behandeln. Obwohl es sich bei Bambus um eine Gräserart handelt, hat Bambus holzähnliche Eigenschaften.

Warum ein Holzbrett kein Wasserbad verträgt

Schneidebretter aus Holz dürfen niemals in die Spülmaschine. Das Einweichen in Wasser ist ebenfalls keine gute Idee. Egal, aus welchem Holz Deine Küchenbretter bestehen, werden sie bei zu intensivem Wasserkontakt dieses aufsaugen und dadurch aufquellen. Beim Trocknen zieht sich das Holz wieder zusammen, wobei es sich verformen kann. Lasse es besser nicht darauf ankommen.

Frau verarbeitet und würzt Hähnchenfleisch auf Holzbrett

Wie bekommst Du Deine Küchenschneidebretter aus Holz richtig sauber und auch steril?

Wie Du Dein Holzbrett am besten säuberst

Am geschicktesten schrubbst Du Dein Schneidebrett aus Holz mit einer Bürste und ein wenig Spülmittel und Wasser ab. Zur Not geht auch die raue Seite eines Küchenschwamms. Du schrubbst das Brett an der Luft feucht ab und spülst es anschließend unter fließendem Wasser gründlich sauber. Hat das Brett eine Beschriftung oder Verzierung, kann diese beim Reinigen beschädigt werden, doch wird sie ohnehin allmählich verblassen.

Hast Du zuvor stark riechende Lebensmittel wie Zwiebeln oder Fisch auf dem Holzbrett bearbeitet, verwende zum Reinigen außerdem etwas Essig oder Zitronensaft als Geruchskiller. Riecht das Brett nicht nur unangenehm, sondern ist außerdem stärker verschmutzt, streust Du es großzügig mit Salz ein, träufelst den Saft einer halben Zitrone darauf und reibst das Holz mit dieser Mischung sein. Dann lässt Du das Salz-Zitronen-Gemisch mehrere Minuten lang einwirken, bevor Du es gründlich mit Wasser abspülst. Es kann sein, dass Dein Holzbrett anschließend leicht nach Essig oder Zitrone duftet. Doch das wird nur vorübergehend sein und ist doch ein schöner Tausch gegen den vorherigen üblen Geruch.

Zum Trocknen gib Deinem Holzbrett ausreichend Luft. Lege zum Beispiel niemals mehrere feuchte Holzbrettchen gestapelt in den Schrank. Das macht das Holz unansehnlich oder unbrauchbar bis hin zur Schimmelbildung. Stelle die Holzbretter senkrecht und lehne sie dabei irgendwo gegen. Ein guter Platz ist auch ein Gestell zum Trocknen von Tellern. Ist Dein hölzernes Küchenbrett mit Füßchen ausgestattet, kannst Du es zum Trocknen hinlegen, da es dann dabei von oben und unten belüftet wird.

Wie bekommst Du ein Holzbrett steril rein?

100-prozentig keimfrei wirst Du Dein Küchenbrett mit noch so gründlichem Reinigen ohne den Einsatz von Desinfektionsmitteln nie bekommen. Allgemein ist eine gewisse Grundkeimbelastung nicht tragisch, sondern normal. Sie stellt sogar einen gewissen Schutz vor Allergien dar, denn sie trainiert das Immunsystem. Macht aber jemand von Euch gerade eine ansteckende Erkrankung durch, kannst Du die Keimbelastung trotzdem im Zaum halten. Erste Wahl wäre hier allerdings Geschirr aus Keramik oder Porzellan. Als Alternative kannst Du ein benutztes Frühstücksbrett oder Vesperbrett für eine Minute bei rund 800 Watt in die Mikrowelle geben. Das macht sämtlichen Mikroorganismen den Garaus.

Wie pflegst Du Dein Küchenbrett aus Holz?

Hölzerne Küchenbretter benötigen außer gründlicher Reinigung auch aufmerksame Pflege. Das verlängert ihre Lebensdauer. Es verhindert Versprödung und erschwert zusätzlich die Ansiedlung von Mikroorganismen. Dafür nimmst Du ein spezielles Öl. Es muss auf jeden Fall lebensmittelgerecht sein, denn Du bereitest Speisezutaten zur weiteren Zubereitung vor oder isst sogar direkt vom Vesperbrett oder Frühstücksbrettchen. Das Öl, mit dem Du Deine Holzmöbel pflegst, wird daher wahrscheinlich nicht für Deine Küchenbretter geeignet sein. Du kannst Deine Schneidebretter aus Holz und Frühstücksbrettchen außer mit speziellen Holzölen auch mit bestimmten Speiseölen pflegen.

Frau schneidet Paprika auf Holz-Schneidebrett

Wer lange Freude an seinem Holzschneidebrett haben möchte, sollte es nach gründlicher Reinigung auch ab und an mit Holzöl pflegen.

Welches Öl ist am besten für Schneidebretter und Vesperbretter?

Du kannst Deine Holzbretter mit Speiseöl oder speziellem Holzöl behandeln. Egal, wofür Du Dich zur Pflege Deiner Küchenbretter entscheidest, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Speiseöl zur Holzpflege

Es liegt nahe, zur Pflege eines Küchenholzbretts irgendeines der vorhandenen Speiseöle zu verwenden. Jedoch ist nicht jedes dieser Öle geeignet. Ungeeignete Speiseöle verursachen unappetitliche Flecken auf dem Brett und können mit der Zeit einen ranzigen, hartnäckigen Geruch entwickeln. Gut geeignet sind diese Öle:

  • Leinöl: Besonders beliebt unter den zur Holzpflege geeigneten Speiseölen ist Leinöl. Es zieht sehr schnell ein beziehungsweise trocknet rasant, womit es die übrigen Öle übertrifft. Du brauchst nur sehr wenig davon. Bei Bedarf kannst Du immer noch nachölen – erneut nur mit einer geringen Menge. Bevor Du neues Leinöl aufträgst, muss die vorherige Schicht trocken sein.
  • Kokosnussöl: Mit seinen vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten ist Dir Kokosnussöl vielleicht schon bei anderen Gelegenheiten aufgefallen. Auch zur Holzpflege eignet es sich prima.
  • Olivenöl: Im Vergleich zu den anderen beiden Speiseölen fällt Olivenöl als weitere Möglichkeit ab, soll aber der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben. Eventuell versuchst Du es damit zunächst auf einem ohnehin bereits älteren Brett. Olivenöl trocknet nicht von selbst, sondern bleibt feucht. Es kann die Holzfasern aufweichen. Überschüssiges Olivenöl wischst Du nach der Behandlung wieder ab. Nicht immer, aber gelegentlich kann sich bei dieser Methode ein ranziger Geruch einstellen.

Holzöl zur Pflege von Küchenbrettern

Da die in Deiner Küche verwendeten Holzbretter mit Lebensmitteln in Berührung kommen, musst Du bei speziellem Holzöl darauf achten, dass es weder Lösungsmittel, Mineralöl oder dessen Nebenprodukte noch weitere für Lebensmittel ungeeignete, giftige Stoffe enthält. Es sollte zu 100 % pflanzlich beziehungsweise vegan sein. Am besten greifst Du zu Holzöl, das der Hersteller ausdrücklich für hölzerne Küchenutensilien wie Schneidebrett, Arbeitsplatte, Vesperbrett, Hackblock, Salatschüssel und ähnliches empfiehlt. Dann kannst Du davon ausgehen, dass so ein Holzöl nur natürliche Bestandteile enthält, keinen unangenehmen Geruch verströmt und auch nicht ranzig wird. Manche Holzöle geben einen schönen ätherischen Duft ab. Einige Produkte zur Holzpflege von Küchenutensilien bestehen aus einer Kombination von Öl und Wachs. Hier findest Du einige Vorschläge für empfehlenswerte Holzpflegeprodukte:

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  • Lebensmittelecht: enthält nur natürliche Öle von hoher Qualität: ist 100 % pflanzlich / vegan - Inhalt 250 ml - Hergestellt in Europa
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  • Regelmäßige Anwendung verhindert Rissbildung und Spaltung und verlängert die Lebensdauer des Holzes
  • Nährt das Holz und sorgt für eine wasserabweisende Oberfläche - Klebt nicht
  • Lebensmittelechtes Holzwachs Für Schneidebretter, Küchenhelfer, Salatschüsseln und Holzschalen, Teigroller usw. aus Holz oder Bambus, auch für Küchenarbeitsplatten, Küchentische
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  • Erhältlich in den Formeln Neutral, Bio-Kokosnuss, Pfefferminz, Blutorange oder Japanische Zypresse (Hinoki).
  • Für ein exzellentes Ergebnis verwenden Sie es zusammen mit "Wood Food" Wachs

Die Tipps zum Reinigen und Pflegen von Küchenutensilien aus Holz wie Schneidebrettern, Vesperbrettern, Frühstücksbrettchen, Salatschüsseln, Hackblöcken und ähnlichem geben wir nach bestem Wissen und schließen jegliche Haftung für eventuell sich daraus ergebende Beeinträchtigungen aus.

Kurz gesagt

Küchenbretter aus Holz sind bei richtiger Reinigung und Pflege hygienischer als Kunststoffprodukte, denn Holz verfügt über antimikrobielle Eigenschaften. Zur Reinigung und Pflege von Holz ist einiges zu beachten, was aber nicht schwierig ist. Man muss nur wissen wie. Materialgerecht behandelt, bleiben Schneidebretter aus Holz, Frühstücksbrötchen, Vesperbretter und weitere Küchenutensilien aus Holz lange schön.

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