Gemüse richtig lagern: So bleibt Dein Gemüse frisch

Veröffentlicht am 22. Januar von Thorben Grünewälder in Essen & Trinken

Beim Spaziergang über den Markt lächeln sie uns an: Bunte Gemüsesorten in allen Farben und Formen. Bei so viel Auswahl greifen wir gerne beherzt zu und freuen uns auf gesunde und schmackhafte Gerichte. Zuhause angekommen muss der prall gefüllte Korb dann ausgepackt werden. Doch wie die verschiedenen Gemüsesorten richtig gelagert werden und möglichst lange frisch bleiben – darüber herrscht in manchem Haushalt Uneinigkeit.

Gemüse
Bei der richtigen Lagerung bleibt Gemüse länger frisch.

Welche Gemüsesorten gibt es?

Dank der Globalisierung können wir auch im Winter exotische Gemüsesorten genießen. Diese Vielfalt ist zwar schön, aber wenig nachhaltig. Besser wäre es, die regionalen Bauern und Anbieter zu unterstützen. Dennoch möchten wir Dir einen kleinen Überblick über die gängigsten Gemüsesorten bieten:

  • Artischocke
  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Chicorée
  • Grünkohl
  • Gurke
  • Karotte
  • Kartoffel
  • Knoblauch
  • Kohl
  • Kürbis
  • Meerrettich
  • Paprika
  • Pastinake
  • Porree
  • Radieschen
  • Rettich
  • Romanesco
  • Rosenkohl
  • Rote Bete
  • Schalotte
  • Sellerie
  • Spinat
  • Süßkartoffel
  • Tomate
  • Wirsing
  • Wurzelpetersilie
  • Zucchini
  • Zwiebel

Ist Gemüse lange haltbar?

Oft sind Früchte und Gemüse nach der Ernte einige Tage lang unterwegs, bis sie endlich in einem Supermarkt landen. Je weiter das Erntegebiet vom Verkaufsort entfernt ist, umso länger natürlich auch die Zeitspanne, die für den Transport erforderlich ist. Das kommt natürlich immer auf die jeweilige Sorte an. Kartoffeln, die im dunklen Keller lagern halten sich länger als Paprika, die auf der Fensterbank der Sonne ausgesetzt sind. Oft ist das Gemüse nach der Ernte zudem einige Tage lang unterwegs, bis es endlich in einem Supermarkt landet. Je weiter das Erntegebiet vom Verkaufsort entfernt ist, umso länger ist natürlich auch die Zeitspanne, die für den Transport erforderlich ist.

Je nachdem, wie das Gemüse nach der Ernte behandelt und transportiert wird, sinkt sein Vitalstoffgehalt beträchtlich. Gemüse sind dabei deutlich schnellerem Verderb ausgeliefert als Früchte. Während es für die Frucht normal ist, ausgereift die Mutterpflanze zu verlassen, handelt es sich beispielsweise beim Kopfsalat oder Brokkoli um die Mutterpflanze selbst, die eigentlich noch wachsen, blühen und Samen ausbilden wollte. Wird sie von ihrer Wurzel getrennt, beginnt fast unmittelbar der Welkprozess. Möchtest Du möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen, empfiehlt sich also ein schneller Verzehr.

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Wie lagere ich Gemüse richtig?

Vitamine sind lichtempfindlich und eine kühle Umgebung sorgt für bessere Haltbarkeit. Also ist doch der Kühlschrank der perfekte Ort, um Gemüse zu lagern, richtig? Das ist leider nicht immer so. Obwohl das Gemüsefach im Kühlschrank dazu einlädt, sollten einige Gemüsesorten nicht im Kühlschrank verschwinden.

Dieses Gemüse gehört in den Kühlschrank:

  • Artischocken
  • Blattsalate
  • Blumenkohl
  • Brokkolo
  • Erbsen
  • Karotten
  • Knoblauch
  • Kohl
  • Radieschen
  • Rosenkohl
  • Rote Rüben
  • Sellerie
  • Spargel
  • Spinat
  • Zuckermais

Dieses Gemüse gehört nicht in den Kühlschrank:

  • Auberginen
  • Gurken
  • Grüne Bohnen
  • Kartoffeln
  • Kürbis
  • Paprika
  • Tomaten
  • Zucchini
  • Zwiebeln

Wie kann ich Gemüse optimal lagern?

Blattgemüse wie Spinat und Feldsalat halten sich im Kühlschrank bis zu fünf Tage. Wichtig ist, dass Du die Blätter vorher in feuchtes Küchenpapier einwickelst und in eine Frischhaltebox legst. Auch Fruchtgemüse wie Paprika oder Gurke kann bis zu sieben Tage im Kühlschrank lagern. Anders sieht es mit Kartoffeln und Tomaten aus. Kartoffeln brauchen einen dunklen, kühlen – aber auch trockenen Aufbewahrungsort. Ideal ist hier ein Keller mit einer Raumtemperatur zwischen vier und 12 Grad. Die Kartoffeln brauchen zudem frische Luft und dürfen nicht eingewickelt werden. Sie bekommen sonst grüne Stellen und faulen. Tomaten können ruhig offen in der Küche liegen. Sie halten sich bei Zimmertemperatur bis zu zwölf Tage lang. Auch Zucchini sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, sondern bei normaler Zimmertemperatur. Besonders empfindlich sind Pilze aller Art. Verzehre Champignons, Steinpilze & Co. daher möglichst direkt nach dem Einkauf. Da die Pilze leicht fremde Gerüche annehmen, solltest Du diese nicht in der Nähe von geruchsintensivem Gemüse lagern.

Kartoffeln
Gemüse wie Kartoffeln sollten in einem kühlen Keller aufbewahrt werden.

Sollte ich Gemüse getrennt aufbewahren?

Überhaupt ist die getrennte Aufbewahrung der verschiedenen Gemüsesorten sinnvoll. Bestimmte Reisegase, die nicht nur in Obst, sondern auch in Gemüse vorhanden sein können, lassen Paprika, Gurke & Co. sonst schnell verfaulen. Zwiebeln sollten Sie immer fern von Kartoffeln lagern, da sie sonst deren Feuchtigkeit aufnehmen, schnell faulig werden und schimmeln.

Wie lagere ich Wurzelgemüse?

Wurzelgemüse wie Karotten, Schwarzwurzeln oder Knollensellerie lassen sich gut im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dort halten sie rund eine Woche. Beachte bei der Lagerung von Möhren, dass diese ausreichend Sauerstoff bekommen. Ansonsten kann sich die Oberfläche dunkel bis schwarz verfärben. Frische Rote Bete und Steckrüben können auch länger eingelagert werden. Jedoch leiden dann Qualität und Geschmack des Gemüses.

Was sollte ich bei der Aufbewahrung von Gemüse noch beachten?

  • Wasche das Gemüse vor der Lagerung nicht, sondern erledige dies erst direkt vor der Zubereitung. Die Feuchtigkeit lässt das Gemüse schneller faulen.
  • Entferne bei Karotten und anderen Wurzelgemüsen das Grünzeug.
  • Bei der Lagerung im Keller, solltest Du auf frische, aber trockene Luft achten.

Was ist eine Erdmiete?

Bei einer Erdmiete handelt es sich um eine traditionelle Form der Lebensmittel-Lagerung. Im Prinzip wird ein Loch gegraben, das mittels Saugdrainage vor Feuchtigkeit geschützt wird. Ein feiner Maschendraht hält Mäuse und andere Nagetiere ab. Über der Grube wird ein Brett platziert und mit Laub oder Stroh bedeckt. Eine kleine Öffnung sorgt für Frischluft. In dem Loch kann nun Gemüse gelagert werden. Die Erdmiete ist umweltfreundlich, verbraucht keinen Strom und kann in jedem Garten eingerichtet werden – allerdings nur im Herbst und Winter, wenn die Temperaturen sinken.

Kurz gesagt:

Während Obst noch einige Tage nach dem Kauf nachreifen kann, verdirbt frisches Gemüse leider recht schnell. Wir raten Dir also, Pilze, Paprika und Tomaten möglichst direkt nach dem Einkauf zuzubereiten. So behalten die einzelnen Sorten ihren Geschmack und viele Nährstoffe.

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