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Lachyoga: Yoga mal anders

von Lieselotte Wever
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Gruppe von Senioren beim Lachyoga

Lachyoga ernst nehmen? Viele sind da immer noch eher zu einem amüsierten Schmunzeln bereit. Obwohl Yoga in seinen verschiedenen Ausrichtungen  in Europa schon lange als philosophisches und entspannendes Konzept anerkannt ist, begegnen viele Menschen Lachyoga mit Skepsis. Warum? Zu Recht? Oder hat Lachyoga tatsächlich positive Effekte zu bieten?

Lachyoga wirkt?

Lachen hat meistens eine positive Ursache: als Reaktion auf einen Witz oder eine lustige Situation und aus Freude oder Erleichterung. In Form von Lächeln und Anlächeln dient es als Kommunikationsmittel und stellt eine freundliche Atmosphäre her. Lachen steckt an. Wenn dich jemand anlächelt, dann lächelst du doch fast immer zurück, oder? Das ist schon wie ein Reflex. Du müsstest extrem schlechte Laune haben, damit es nicht zu dieser nahezu automatischen Reaktion käme. Oder du kannst eine bestimmte Person absolut nicht leiden, was sie bloß nicht ahnt.

Bestimmt erinnerst du dich außerdem an Momente, in denen jemand in einer Runde zu lachen anfing. Es dauerte nicht lange, bis noch jemand lachte … und noch einer … Schließlich habt ihr euch alle vor Lachen die Seiten gehalten, nach Luft japsend, mit dem Gefühl, es kaum noch aushalten zu können und es dabei dennoch genossen. Der Anlass eurer gemeinsamen Lachlust war der eine Teil des Vergnügens, das Wohlbefinden nach dem ausgiebigen Lachen ein weiterer Teil.

Allerdings soll auch die dunkle Seite vom Lachen zur Sprache kommen: Auslachen und hämisches Grinsen als Ausdruck von Schadenfreude setzen andere herab und lösen bei ihnen negative Gefühle wie Kummer, Wut oder Scham aus.

Lachyoga baut auf dem positiven Lacherlebnis auf. Lachyoga wirkt. Denke nur an den bekannten Satz: „Lachen ist die beste Medizin!“ Zwar dürfte für eine Reihe von Erkrankungen Lachen als alleinige oder gar beste Medizin nicht ausreichen. In einigen wenigen Fällen ist von heftigem Lachen sogar abzuraten. Näheres dazu findest du gegen Ende dieses Artikels. Doch sonst ist diese Form des Lachens sehr zu empfehlen. Es eignet sich ausgezeichnet als stabilisierende Maßnahme bei schwächelnder Verfassung. Erst recht dient es an gesunden Tagen zur Vorbeugung. Probiere Lachyoga doch auch einmal aus!

Lachyoga ausprobieren

Lachyoga ist keineswegs eine weitere clevere Methode, um Leuten für ein fragwürdiges Konzept das Geld aus der Tasche zu ziehen. Yogaschulen und Yogakurse anderer Yogarichtungen gibt es inzwischen in großer Zahl. Niemand findet etwas dabei, Yoga einmal auszuprobieren. Ebenso normal erscheint es, anschließend begeistert dabei zu bleiben oder eventuell doch nichts damit anfangen zu können. Die tollen Effekte von Lachyoga wiederum haben sich noch nicht allgemein herumgesprochen. Möchtest du mehr über Lachyoga wissen? Dann lies gleich weiter. Es lohnt sich.

Lachyoga: Wer hat‘s erfunden?

Erfinder des Lachyoga ist der indische Arzt und Yoga-Lehrer Dr. Madan Kataria. Es heißt, er habe sich vom US-Amerikaner Norman Cousins inspirieren lassen.

Was der Idee zum Lachyoga vorausging

Norman Cousins, unter anderem Wissenschaftsjournalist und Friedensaktivist, entwarf für sich eine Lachtherapie. Der Anlass dafür war, dass er zu Anfang der siebziger Jahre an einem besonders schmerzhaften Rheumaleiden mit ungünstiger Prognose erkrankt war. Er erinnerte sich an wissenschaftliche Artikel, die den schädlichen Einfluss düsterer Stimmungslagen auf zahlreiche hormonelle Prozesse im menschlichen Körper beschrieben. Er beschloss daraufhin, sich seiner misslichen Lage zum Trotz in eine fröhliche Stimmung zu bringen. Es gelang ihm, indem er sich gezielt witzige Filme ansah und heitere Bücher vorlesen ließ. Es dauerte nicht lange, bis seine Schmerzen geringer wurden, sobald er ungefähr 10 Minuten lang kräftig gelacht hatte. Hinzu kam, dass er anschließend 2 Stunden oder länger durchschlafen konnte. Weitere positive gesundheitliche Folgen des intensiven Lachens bestätigten die Theorie von Norman Cousins. Ein Boom an Forschungen brach daraufhin aus und schuf einen neuen Wissenschaftszweig: die Gelotologie – zu Deutsch: Lachforschung.

Wie es zum Lachyoga kam

Was Norman Cousins im Selbstversuch erfuhr, entwickelte Dr. Madan Kataria von einer Therapiemethode zum lockeren Lachyoga fort. An seinem Wohnsitz Mumbai – dem ehemaligen Bombay – traf er sich an einem Tag im Jahr 1995 erstmals mit anderen Menschen zum gemeinsamen Lachen in einem öffentlichen Park der indischen Metropole. Ob das wohl auf Anhieb funktioniert hat? Lachen auf Kommando: Ist das nicht fast so schwer wie Weinen auf Kommando?

Wie gut, dass damals genug Neugierige zum gemeinsamen Ablachen in den Park kamen. Die Aktion war ein voller Erfolg. Einige der fünf Teilnehmer konnten womöglich sogar gleich problemlos laut loslachen und damit weitere Teilnehmer anstecken. Andere produzierten eine Art gewolltes Kichern und Lachen, indem sie mit lachender Mimik „Ha ha haaa!“, „Hi hi hiii!“ oder „Huhuhuuu!“ riefen, begleitet von rhythmischem Klatschen. Dieses zunächst künstliche Lachen ging dabei schließlich von selbst in ein echtes Lachen über. Nicht lange, und die Leute schütteten sich aus vor Lachen. Sie konnten kaum wieder aufhören. Einen Eindruck von einer zum Lachyoga versammelten Gesellschaft vermittelt dir dieses kleine Video:

Wärst du nicht auch gern dabei gewesen? Deine Chancen zur Teilnahme an einer Lachyoga-Veranstaltung stehen gut. Inzwischen wird Lachyoga an vielen Orten weltweit angeboten, auch bei uns.

Nach dem erfolgreichen Lachyoga-Start im Park entstand eine Lachyoga-Bewegung bis weit über die Grenzen Indiens hinaus. Es bildeten sich Lachyoga-Clubs, von denen es inzwischen Tausende in über 65 Ländern gibt. Dr. Madan Kataria trug seinen Teil zur rasanten Verbreitung des Lachyoga bei. Auf weltweiten Reisen stellte er in Vorträgen, Kongressen und Seminaren sein Konzept des gemeinsamen Lachens vor. Er warb dafür bei Unternehmern und Politikern. Mit Auftritten in Radio- und Fernsehsendungen verbreitete er zusätzlich seine frohe Kunde, mit Lachyoga das Wohlbefinden zu steigern.

Was hat Lachyoga mit Yoga zu tun?

Der Wortteil „yoga“ im Begriff „Lachyoga“ kommt nicht von ungefähr: Dr. Madan Katarias Lachmethode verbindet Elemente des klassischen Yoga mit speziellen Lachübungen. Die lachanregenden Übungen in der Gruppe bestehen aus dem bereits erwähnten Klatschen und den Lachäußerungen wie zum Beispiel „Hi hi hiii“, ergänzt um Dehn- und Atemübungen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch keine Yogaerfahrung.

Beim Lachyoga geraten die Teilnehmer rasch in ausgelassene Stimmung. Neue Teilnehmer sind oft erstaunt, dass es offenbar zum herzhaften Lachen keinen bestimmten Grund braucht. Wer lautes Lachen in der Öffentlichkeit nicht gewohnt ist oder es möglichst vermeidet, wird bei Lachyoga solche Hemmungen verlieren. Selbst wer sich vornehmen sollte, in der fröhlichen Runde ernst zu bleiben oder erst spät als Letzter mitzulachen, wird es schwer haben. Wozu auch? Lachyoga beweist einfach und schnell:

  • Lachen tut gut.
  • Lachen befreit.
  • Herzhaftes Lachen löst Glücksgefühle aus.
  • Lachyoga macht Spaß.

Wie klassische Yogaübungen soll auch Lachyoga Körper, Geist und Seele in eine harmonische Balance bringen. Lachyoga folgt keiner Religion oder Weltanschauung. Wahrscheinlich hat dies mit zu seiner Verbreitung in der ganzen Welt beigetragen.

Wie Lachyoga funktioniert

Bist du an Lachyoga interessiert? Möchtest du es ausprobieren? Dann kannst du jederzeit loslegen, indem du dich einer Lachyoga-Gruppe anschließt. Ein Gruppenleiter führt durch die Yogaübungen. Wildes Tohuwabohu ist nämlich trotz aller Ausgelassenheit beim Lachyoga nicht zweckdienlich. Es handelt sich hierbei schließlich um eine Gemeinschaft, keine Veranstaltung für lauter Solisten. Dazu gehört auch, dass alle Teilnehmer untereinander Blickkontakt herstellen. Ihr sollt euch nicht nur lachen hören, sondern euch beim Lachen auch zusehen: beim Dehnen und Biegen des Körpers, beim Losprusten und Grimassenschneiden, beim Klatschen, Winken und natürlich dem Lachen selbst.

Übrigens: Es spielt beim Lachyoga keine Rolle, ob alle Teilnehmer einer Gruppe dieselbe Sprache sprechen. Es genügt, wenn jemand weiß, worum es geht. Alles andere ergibt sich direkt aus dem Geschehen.

Gruppe von jungen Frauen beim Lachyoga

Wie Lachyoga Körper und Seele gut tut

Lachyoga wirkt: auf Körper, Geist und Seele. Es ist erstaunlich, wie vielseitig seine Effekte sind.

Lachyoga für den Körper

Lachyoga übt einen direkten Einfluss auf die Körperorgane aus. Beim herzhaften Lachen schlägt das Herz schneller. Ebenso vertieft sich die Atmung. Das dadurch zusätzlich mit Sauerstoff angereicherte Blut pumpt das Herz bis in die letzten Winkel des Körpers – heißt: bis in die feinsten Kapillaren. Lachen erweist sich also hiermit als ein ausgezeichnetes Herz-Kreislauf-Training. Die Erschütterungen beim Lachen wirken wie eine Massage von innen. All dies zusammen wirkt also positiv auf die Organe des Körpers: Sie werden besser durchblutet und zu höherer Leistung angeregt.

Wie du bestimmt weißt, ist die Haut das größte Körperorgan. Auch sie profitiert vom Lachyoga: Gut durchblutet wirkt die Haut durch Lachyoga einfach frischer. Sogar Fältchen soll Lachyoga mildern können. Zumindest gegen einen Tausch „fröhliche Lachfalten gegen unerwünschte Sorgenfalten“ hat gewiss niemand etwas einzuwenden.

Die durch Lachyoga intensivierte Atmung soll außerdem das Immunsystem stärken. Mit regelmäßiger Teilnahme am Lachyoga kräftigst du sogar das Herz und die Lungen. Die ausgeprägteren Lungenbewegungen beim Atmen und die körperlichen Erschütterungen beim ausgiebigen Lachen tun mehrfach gut: Sie massieren zum einen das Zwerchfell, zum anderen die im Bauch befindlichen Verdauungsorgane Magen, Leber und Darm. Letzteres wirkt verdauungsfördernd. Bei manchen Personen mit träger Verdauung konnte Lachyoga die Einnahme von Abführmitteln überflüssig machen.

Lachyoga für Geist und Seele

Über seine körperlichen Effekte hinaus wirkt Lachyoga auch positiv auf Geist und Seele. Aus der Neurobiologie und Neurobiologie ist bekannt, dass beim Zusammenwirken von Mimik und Gehirnaktivität eine damit vereinbare positive oder negative Programmierung des Gehirns erfolgt. Wer überwiegend mit grimmiger Miene herumläuft, zeigt seine miese seelische Verfassung nicht nur nach außen. Sein finsteres Gesicht sendet seinem Gehirn entsprechende Signale, wodurch dieses allmählich zu einer negativeren Stimmungsbereitschaft umprogrammiert wird. Das macht es schwieriger, aus dem Stimmungstief wieder herauszukommen.

Genau umgekehrt läuft es beim Lachyoga. Bereits während der Teilnahme am gemeinsamen Lachen mit anderen hebt sich deine Stimmung. Je häufiger du beim Gruppenlachen mitmachst, umso leichter erzeugst du für dich eine heitere Gemütsverfassung. Die beiden Wissenschaftler Dr. Ilona Papoušek und Dr. Günter Schulter stellen hierzu fest: „Während des Lachens verlagert sich die Aktivität im frontopolaren Bereich des Gehirns von links nach rechts – dieser Transfer ist immer dann zu beobachten, wenn sich die Stimmung hebt. Diese Verlagerung der Aktivität wird bei jenen Menschen, die regelmäßig Lachyoga praktizieren, dauerhaft.“

Wie Lachen glücklich macht, hast du bestimmt schon selber erfahren. Das liegt nicht nur daran, dass man beim herzhaften Lachen meistens in ebenso froh gestimmter Gesellschaft ist. Lachende stecken sich eben gegenseitig an. Die Ausgelassenheit schlägt immer höhere Wellen. Auch dein Hormonsystem lacht sozusagen mit, indem es massig Glückshormone ausschüttet. Darum macht Lachen so glücklich und entspannt. Lachen lindert Stress, in manchen Fällen sogar Schmerzen. Ebenfalls positiv für das Gehirn ist das Plus an Sauerstoff, mit dem die verstärkte Atmung beim Lachyoga des Blut anreichert. Das Gehirn hat einen besonders hohen Sauerstoffbedarf. Erhält dein Gehirn viel sauerstoffreiches Blut, profitiert davon auch deine geistige Leistung.

Strichmännchen die lachen

Lachyoga als Gute-Laune-Mittel

Die Gedanken fließen frei. Kreativität bricht sich Bahn. Pssst: Lachen kann durchaus drogenähnliche Wirkung haben. Wobei es zweifellos die bessere, weil gesündere und außerdem preiswertere Alternative zu harten Stoffen ist.

Lachyogis winken bei Aufputschmitteln und Stimmungsaufhellern milde lächelnd ab. Brauchen sie nicht. Lachyoga ist das ideale Gute-Laune-Mittel. Es ist jederzeit verfügbar, notfalls auch allein zu Hause. In der Gruppe wirkt es aber deutlich intensiver. Dann stellt sich auch leichter der Flow ein, jener besondere Glückszustand, wie ihn Menschen erleben können, wenn sie ganz vertieft in ihr Tun sind. Ein Flow kann beim hingebungsvollen Malen oder Musizieren auftreten, beim Sport und sogar bei der Arbeit – zum Beispiel bei einem Projekt, für das du alles zu geben bereit bist und in dem du regelrecht versinkst. Lachyoga setzt eine wahre Flut von Glückshormonen frei.

Die beglückende Wirkung von Lachyoga färbt auf deine Umgebung ab. Du strahlst gute Laune aus, die wiederum andere mitreißt. Erfahre, wie Lachyoga dich gelassen macht, wie du anderen gegenüber großzügig Fünfe gerade sein lassen kannst. Deine optimistische, freundliche Art löst in anderen entsprechend positives Feedback aus. Es breitet sich eine friedliche Stimmung heraus. Allgemeines Wohlwollen setzt ein. So profitiert deine Seele und über sie dein Körper zusätzlich vom Lachyoga.

Lachyoga: Etwas für jeden?

Lachyoga ist für die meisten Menschen eine gute Methode, sich gesundheitlich etwas Gutes zu tun. Einige Ausnahmen gibt es allerdings. Auf beides geht dieses Kapitel näher ein.

Wer von Lachyoga profitiert

Lachyoga wirkt und das schnell – quer durch die Bevölkerung vom Kindheitsalter bis ins Seniorenalter. Neben den bereits beschriebenen Wirkungen für Menschen allgemein soll die Wirkungsweise von Lachyoga hier noch für weitere Personenkreise ausgeführt werden:

  • Lachyoga bei Kindern: Kinder bewegen sich heute oft viel zu wenig. Lachyoga wirkt ihrem Bewegungsmangel entgegen. Auch Stress ist heute schon bei Kindern ein ernstes Thema: Lachyoga lindert Stress mit seiner entspannenden Wirkung. Ausgiebiges Lachen kommt dem kindlichen Naturell sehr entgegen. Lachyoga stärkt das Selbstbewusstsein. Außerdem fördert es die emotionale Intelligenz.
  • Lachyoga bei Schülern und Studenten: Mit seinem stresslösenden Effekt kann Lachyoga Prüfungsstress vorbeugen – natürlich im Voraus durchgeführt. Wer regelmäßig Lachyoga praktiziert, wird insgesamt lockerer im Kontakteknüpfen.
  • Lachyoga für Senioren: Lachyoga hat sich auch bei Menschen im höheren Alter bewährt, egal ob sie noch fit sind oder bereits schwächeln oder dement. Lachyoga wird sogar in Seniorenresidenzen und Pflegeheimen praktiziert. Es zeigte sich, dass Ältere mithilfe von Lachyoga sowohl körperlich als auch geistig länger rege bleiben können.
  • Lachyoga in Unternehmen: Wie wichtig gutes Betriebsklima und harmonische Teams für den Firmenerfolg sind, haben mittlerweile viele Betriebe erkannt. Unter den zahlreichen Maßnahmen, kollegialen Zusammenhalt zu fördern, haben inzwischen einige Personalverantwortliche die positive Wirkung von Lachyoga erkannt. Eine Lachyoga-Session ist schnell organisiert und belastet das Budget nur gering.

Lachyoga wird außerdem nachgesagt, zumindest gelegentlich die medizinische Behandlung und den Verlauf von ernsteren Erkrankungen wie Krebs, Morbus Parkinson oder Diabetes mellitus positiv zu beeinflussen. Auch anstrengende Therapieformen wie beispielsweise Chemotherapie werden dank Lachyoga von Patienten häufig besser vertragen. Erinnert sei ferner in diesem Zusammenhang nochmals an die stimmungshebende Wirkung dieser therapeutischen Form des Lachens. Einige Kliniken integrieren Lachyoga deshalb in dafür geeignete Therapiekonzepte.

Einige klinische Einrichtungen für Mutter-Kind-Kuren setzen ebenfalls auf die vorteilhaften Effekte von Lachyoga. Wieder heimgekehrt, können die Mütter mit ihren Kindern das erholsame gemeinsame Lachen fortsetzen.

Wer besser auf Lachyoga verzichtet

Leider ist Lachyoga für einige Menschen nicht empfehlenswert. Insbesondere Personen mit akuten oder chronischen Erkrankungen würden ihren Körper mit Lachyoga zu stark belasten. Kontraindiziert ist Lachyoga vor allem hierbei:

  • Atemwegserkrankungen
  • erhöhtem Blutdruck
  • Aneurysma
  • Angina Pectoris
  • Glaukom
  • Bandscheibenvorfall
  • Organvorfall im Unterbauch
  • Risikoschwangerschaft

Bist du erst vor Kurzem am Bauch operiert worden, solltest du vorerst mit Lachyoga aussetzen. Dein Arzt kann dir sagen, ab wann du dir wieder herzhaftes Lachen zutrauen darfst. Bei einigen neurologischen und psychischen Erkrankungen steht die Lachyoga-Ampel ebenfalls nicht automatisch auf Grün. Besondere Vorsicht ist zum Beispiel bei Depressionen, Epilepsie oder Schizophrenie geboten. Auch hier wird dich dein behandelnder Arzt sachkundig beraten.

An dieser Stelle etwas Grundsätzliches: So vorteilhaft Lachyoga für Körper, Geist und Seele oft ist, kann es nicht den fachkundigen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Apothekers ersetzen. Wie in diesem Kapitel gesagt, ist in einigen Fällen von Lachyoga sogar abzuraten. Und auch dann, wenn es positive Effekte zeigt oder sogar ein bestehendes Leiden lindert, solltest du eine laufende ärztliche Behandlung auf keinen Fall eigenmächtig abbrechen. Ob eine Therapie fortgesetzt wird und gegebenenfalls wie, entscheidet dein Arzt. Sprich mit ihm über Lachyoga und trage so zusätzlich dazu bei, dass der therapeutische Wert des ausgiebigen Lachens in der Gruppe von immer mehr Medizinern erkannt und genutzt wird.

Fazit

Wer noch nie von Lachyoga gehört hat, reagiert meistens mit Skepsis oder mit Neugier. Yoga ist fast allen ein Begriff. Lachyoga ist tatsächlich mit Yoga verwandt. Es ist eine temperamentvolle Variante, die gleichfalls positiv auf den Körper, den Geist und die Seele wirkt. Das gemeinsame intensive Lachen in einer Gruppe macht Spaß. Es entspannt, löst Stress und kann sogar einige Leiden bessern. Doch egal, ob krank oder gesund: Lachyoga tut gut. Einfach mal ausprobieren!

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