Exotische Haustiere zum Kuscheln

Veröffentlicht am 05. Mai von Lieselotte Wever in Tiere

Wenn Plüschtiere doch lebendig werden könnten, was wäre das schön! Der Wunsch wird leider nie in Erfüllung gehen. Zum Glück gibt es lebendige Tiere zum Kuscheln: Unter den verschiedenen Arten von Haustieren haben sich exotische Haustiere als Kuschelpartner bewährt.

Welche Haustiere mögen Kuscheln und welche nicht?

In vielen Haushalten leben Haustiere und nehmen dabei häufig den Rang eines Familienmitgliedes ein. Sie sind Spielkameraden der Kinder und bringen ihnen ganz nebenbei wertvolle soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein oder Rücksichtnahme bei. Oft haben gerade Kinder neben dem Spielen mit ihren Haustieren auch das Bedürfnis, mit ihren Lieblingen zu kuscheln. Nicht jedes Tier lässt sich dies jedoch gerne gefallen. Reptilien machen sich nichts aus derartigen Zuneigungsbeweisen. Außerdem fühlen sie sich mit ihrer glatten Haut überhaupt nicht kuschelig an. Vögel lassen sich ebenfalls meistens nicht gern zum Kuscheln hernehmen. Einige Arten wie Sittiche oder Papageien mögen es zwar gern, an Kopf, Hals und Brust gekrault zu werden, aber nur wenige von ihnen schmiegen sich gern zum Kuscheln an ihre Besitzer.

Hunde und Katzen sind da schon anders. Unter ihnen gibt es sogar besonders verschmuste Exemplare. Doch bedeuten sie bereits eine größere Anschaffung und Verpflichtungen, zu denen nicht jede Familie bereit ist.

Ideale Kuscheltiere findest Du unter den exotischen Säugetieren. Du kannst sie außerdem gut in der Wohnung halten. Sie lieben Streicheln und Kuscheln, gerne über längere Zeit eng an Dich gelehnt, zum Beispiel unter Deiner Jacke. Du lernst in diesem Artikel exotische Haustiere zum Knuddeln und Kuscheln näher kennen.

Haustiere zum Spielen und Kuscheln

Exotische Haustiere sehen zum Liebhaben niedlich aus mit ihren Knopfaugen und dem weichen Fell. Wenn Du sie neu hast, sind sie am Anfang oft noch etwas scheu. Dann wartest Du am besten etwas mit dem Kuscheln, damit sie sich an Dich und ihre neue Umgebung in Ruhe gewöhnen können. Du wirst merken, wenn sie zutraulich genug für erste Spielrunden mit Dir geworden sind.

Überfordere Dein Haustier beim Kuscheln aber nicht. Merkst Du, dass es genug hat, setze es wieder in seinen Käfig zurück. Reiße es zum Spielen und Knuddeln niemals aus dem Schlaf heraus. Dir würde so etwas doch auch nicht gefallen. Darum respektiere, dass Dein Haustier zwischendurch seine Ruhe braucht.

1. Goldhamster

Mit ihrem weichen Fell und den großen Knopfaugen sehen Goldhamster schon optisch wie kleine Kuschelkugeln aus. Eins drauf auf der Schmuseskala setzen die Teddyhamster mit ihrem Superflausch. Goldhamster bewegen sich gern auch mal außerhalb des Käfigs. Wenn Du sie zum Kuscheln und Spielen herauslässt, solltest Du sie ununterbrochen im Blick haben. Schnell verkriechen sie sich irgendwohin, Du findest sie womöglich so schnell nicht wieder und sie können in der Zwischenzeit einiges in der Wohnung anstellen. Was, das erfährst Du etwas später in unserem Artikel.

Überfordere Deinen Goldhamster jedoch nicht. Respektiere seine Eigenheiten. Goldhamster sind Nachttiere und haben erst gegen Abend Zeit und Lust zum Knuddeln. Nimmst Du auf ihr Ruhebedürfnis keine Rücksicht, können sie krank werden oder sogar vorzeitig sterben. Fasse die kleinen Tiere immer vorsichtig an, damit Du ihnen nicht ungewollt Verletzungen zufügst. Weil sie klein und empfindlich sind und tagsüber schlafen, eignen sich Goldhamster als Haustiere erst für Kinder ab einem Alter von 10-12 Jahren.

Ausgeschlafener Goldhamster: bereit zum Spielen

2. Meerschweinchen

Meerschweinchen bevorzugen es beim Kuscheln, wenn sie sich dabei an Dich schmiegen können. Ob Du gemeinsam mit ihnen auf dem Bett oder Sofa liegst, ob Du sitzt und sie sich dabei unter Deine Jacke kuscheln, werden Meerschweinchen es vor allem mögen, dabei – auch über längere Zeit – ruhig an Dich geschmiegt zu hocken.

Meerschweinchen gibt es in vielen Fellfarben. Die Haarqualität kann relativ kurzes Glatthaar sein, flauschiges Langhaar oder beim Rosettenmeerschweinchen deutlich ausgeprägte Wirbel aufweisen.

 

Meerschweinchen, erwartungsvoll: Wer nimmt es auf den Arm?

Mongolische Rennmäuse

Mongolische Rennmäuse sind tag- und nachtaktiv, weil sich ihre Wach- und Schlafphasen alle paar Stunden abwechseln. Daher kannst Du auch tagsüber wunderbar mit ihnen kuscheln und spielen. Nimm dabei jedoch bitte auf ihre Schlafzeiten Rücksicht. Störst Du sie in ihren Schlafphasen, wäre das Tierquälerei und würde das Leben Deiner Rennmaus verkürzen.

Die lebhaften Tiere sind ausgezeichnete Haustiere für Kinder. Mongolische Rennmäuse lieben es, zu klettern und zu springen und mit ihren Besitzern zu spielen und zu kuscheln. Dabei leben sie ihren Klettertrieb auch gern direkt am Menschen aus, um sich anschließend auf dem Schoß oder der Schulter für eine Weile niederzulassen.

Mongolische Rennmäuse sind nicht gern allein, allerdings auch keine Rudeltiere. Am besten hältst Du Dir zwei von ihnen. Wenn Du in der Schule bist oder aus anderen Gründen gerade keine Zeit zum Knuddeln hast, können die beiden Rennmäuse solange miteinander spielen.

Mongolische Rennmäuse in der Aufwachphase

Haustiere zum Kuscheln: Müssen es überhaupt Exoten sein?

Auf der Suche nach Haustieren zum Kuscheln außer Hunden und Katzen zeigen sich rasch die drei genannten Exoten. Ähnlich wie sie eignen sich noch Kaninchen wunderbar als Kuscheltiere und sollen ebenfalls vorgestellt werden, obwohl sie nicht zu den exotischen Haustieren zählen.

4. Kaninchen

Anfangs oft etwas scheu, werden Kaninchen mit mehr Vertrauen anhänglicher. Dann mögen sie es sogar, zu schmusen und sich dabei ausgiebig streicheln zu lassen. Ohnehin sind Kaninchen mehr für stillere Zweisamkeit als für ausgelassene Spiele. Ihren trotzdem vorhandenen natürlichen Bewegungsdrang kannst Du geschickt spielerisch in euer Beisammensein einbinden. Ideal ist es für Dein Kaninchen, wenn es außer Dir noch einen Artgenossen zur Gesellschaft hat. Ganz alleine langweilt sich das von Natur aus gesellige Kaninchen nämlich schnell.

Kaninchen in Vorfreude auf seine Streicheleinheiten

Was Du noch über Haustiere zum Kuscheln wissen musst

  • Kuschelige Haustiere werden selten stubenrein. So kann es bei einer längeren Kuschelphase zu einem kleinen „Malheur“ kommen durch das Absetzen von Kötteln oder Pipi. Mit einer untergelegten Decke oder einem Handtuch beugst Du Verschmutzungen Deiner Kleidung oder Möbelstücke vor.
  • Behalte Deine Tiere außerhalb des Käfigs stets im Auge. Haben sie sich erst einmal unbeobachtet irgendwo in der Wohnung verkrochen, kannst Du lange nach ihnen suchen. Vorübergehend untergetauchte Tiere haben schon Schäden am Wohnungsinventar angerichtet bis zu Bissspuren am wertvollen Orientteppich. Gefährlich wird es, wenn sie an Elektrokabeln knabbern. Außerdem kann es geschehen, dass jemand versehentlich auf ein entlaufenes Tier tritt, das unerwartet am Boden auftaucht.
  • Haustiere zum Kuscheln mögen dies nicht nur bei ihren Menschen, sondern auch unter sich. Hältst Du also gesellige Tiere wie Meerschweinchen, Kaninchen und Rennmäuse artgerecht zu zwei oder mehr Tieren, denke daran, dass diese Arten sehr vermehrungsfreudig sind. Entscheide Dich daher für Tiere desselben Geschlechtes oder lasse sie sonst kastrieren.

Tiere sind kein Spielzeug!

Auch wenn Du mit vielen Tieren wunderbar spielen kannst, sind sie trotzdem kein Spielzeug. Statt mit immer zur Verfügung stehenden Plüschtieren vergleiche Deine lebenden tierischen Spielgefährten lieber mit Deinen menschlichen Freunden. Die haben auch nicht immer Lust zum Spielen und möchten mal ihre Ruhe. Von Dir kennst Du das ebenso. Meistens zeigen es Tiere deutlich, wenn sie nicht in Spiel- oder Kuschellaune sind. Lasse sie dann in Ruhe fressen, schlafen oder unter sich sein.

Kurz gesagt

Haustiere zum Kuscheln und Spielen findest Du vor allem unter den Exoten, wenn es keine Hunde oder Katzen sein sollen. Goldhamster, Meerschweinchen und mongolische Rennmäuse sowie Kaninchen als Nicht-Exoten eignen sich dafür besonders gut. Beim Spielen und Knuddeln dürfen Besitzer nicht vergessen, dass Tiere kein Spielzeug sind, sondern Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Haustiere signalisieren, ob sie gerade in Spiellaune oder bereit zum Kuscheln sind oder ihre Ruhe möchten.

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