So düngst Du deine Zimmerpflanzen richtig

Veröffentlicht am 06. November von Philipp Senge in Familie und Wohnen

Zimmerpflanzen sehen bei Dir meistens nur neu gekauft gut aus? Das geht vielen so. Im Laufe der Zeit verblasst die Blütenpracht, Blätter vergilben und Teile der Pflanze sterben ab. Oft liegt die Ursache für rätselhaftes Pflanzensterben nicht an Wassermangel oder zu wenig Licht. Vielmehr fehlt es den Pflanzen an Nährstoffen. Wir erklären Dir, wie Du Deine Zimmerpflanzen richtig düngst. So hast Du lange Freude an Deinen Pflanzen.

Grüne Zimmerpflanzen am Fensterbrett
Wir erklären Dir, worauf es beim düngen deiner Zimmerpflanzen ankommt und wie Du Deine Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgst

Zimmerpflanzen richtig düngen für gesundes Wachstum

Neu gekauft sehen Zimmerpflanzen frisch und gesund aus. Das hält meistens noch eine Weile an. Früher oder später beginnen viele Pflanzen kränklich auszusehen und wollen nicht mehr so recht wachsen und gedeihen. Eine häufige Ursache ist Nährstoffmangel. Den kannst Du ganz einfach mit Pflanzendünger beheben. Dabei solltest Du wissen, was Du tust. Nicht jede Pflanze benötigt den gleichen Dünger. Wie düngst Du also Zimmerpflanzen richtig?

Dünger ist wichtig für eine gute Nährstoffversorgung Deiner Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen brauchen für ein gesundes Wachstum drei Dinge:

Nährstoffe ziehen Pflanzen aus dem Boden, in dem sie wachsen. Das gilt auch für Zimmerpflanzen. Im Gegensatz zu ihren Verwandten in freier Wildbahn stehen Zimmerpflanzen jedoch in Töpfen mit vergleichsweise wenig Erde. Die Nährstoffe in der Erde sind schnell aufgebraucht und von alleine kommen keine Nährstoffe nach. Deshalb musst Du Deine Pflanzen mit den lebensnotwendigen Nährstoffen ebenso wie mit Wasser regelmäßig versorgen.

Flüssigdünger, Düngestäbchen oder Langzeitdünger – Welcher Dünger ist der beste für Zimmerpflanzen?

Um Deine Zimmerpflanzen mit Nährstoffen zu versorgen, kannst Du auf unterschiedliche Düngerarten zurückgreifen:

  • Flüssigdünger
  • Düngestäbchen
  • Langzeitdünger

Flüssigdünger mischst Du in kleinen Mengen in das Gießwasser für Deine Pflanzen. Sie nehmen die Nährstoffe dann direkt mit dem Wasser auf. Mit Flüssigdünger musst Du Deine Zimmerpflanzen regelmäßig düngen.

Düngestäbchen sind eine feste Düngerform. Du steckst die Stäbchen einfach in die Pflanzenerde. Im Laufe der Zeit löst sich immer wieder ein bisschen von dem Dünger und steht den Pflanzen so zur Verfügung. Damit Düngestäbchen gut funktionieren, solltest Du Deine Pflanzen gleichmäßig feucht halten. Positioniere die Stäbchen außerdem genau nach den Angaben des Herstellers in der Blumenerde. Sonst kannst Du mit Düngestäbchen Deinen Zimmerpflanzen schaden.

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Ähnlich wie Düngestäbchen funktionieren sogenannte Langzeitdünger. Diesen Dünger mischst Du als Granulat beim Umtopfen direkt in die Pflanzenerde. Bei Langzeitdüngern kannst Du nicht steuern, wie viele Nährstoffe tatsächlich zur Pflanze gelangen. Hier besteht die Gefahr, dass die Pflanze überdüngt werden.

Die magische Formel für Pflanzenwachstum: N-P-K

Bei vielen Düngern für Zimmerpflanzen handelt es sich um Volldünger. Dieser Dünger wird auch als Universaldünger oder NPK-Dünger bezeichnet. N, P und K sind die chemischen Bezeichnungen für die Elemente:

  • Stickstoff (N)
  • Phosphor (P)
  • Kalium (K)

Diese drei Elemente sind die wichtigsten Nährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen benötigen. Stickstoff ist wichtig für ein kräftiges Wachstum. Phosphor benötigen Zimmerpflanzen für gesunde Wurzeln und Blüten. Für die Widerstandskraft benötigen Pflanzen die dritte Komponente: Kalium.

Neben den drei Elementen enthalten Universaldünger noch weitere Nährstoffe, die ebenfalls wichtig für das Wachstum sind. Dazu gehören beispielsweise Eisen, Bor, Kupfer oder Zink. Sie sind jedoch in deutlich geringerer Konzentration in den Düngern enthalten.

Bei NPK-Düngern findest Du auf der Verpackung noch eine Zahlenangabe, zum Beispiel 7-3-6. Das bedeutet, dass der Dünger 7 Prozent Stickstoff, 3 Prozent Phosphor und 6 Prozent Kalium enthält. An dieser Zahlenkombination erkennst Du, welches Wachstum Deiner Pflanze ein Dünger besonders unterstützt. Ein 6-8-7-Dünger würde zum Beispiel das Blütenwachstum besonders unterstützen, da er viel Phosphor enthält.

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Wann und wie oft Zimmerpflanzen düngen?

Dünger ist keine Medizin für Zimmerpflanzen. Er ist ihre Grundnahrung. Deine Pflanzen solltest Du also von Anfang an regelmäßig düngen – nicht erst, wenn sie Mangelerscheinungen zeigen. Wann und wie oft Du Deine Zimmerpflanzen düngen solltest, hängt vor allem von dem Dünger ab, den Du verwendest. Jeder Dünger ist anders. Lies Dir deshalb die Angaben des Herstellers genau durch und befolge die Angaben zur Häufigkeit und Dosierung. Flüssige Universaldünger sollen in der Regel alle 10 bis 14 Tage gegeben werden.

Bei Dünger gilt leider nicht das Prinzip „Viel hilft viel“. Mit zu viel Dünger schadest Du Deinen Zimmerpflanzen genauso wie mit zu wenig Dünger. Wichtiger als die Düngermenge ist, dass Du regelmäßig düngst. Deshalb solltest Du lieber öfter leicht düngen.

Wie oft Du Deine Zimmerpflanzen düngen solltest, hängt neben dem Dünger vor allem von der Jahreszeit ab. Im Frühjahr und Sommer wachsen Zimmerpflanzen stärker und benötigen viele Nährstoffe. Im Winter hingegen wachsen sie kaum. Vom Herbst bis zum zeitigen Frühjahr solltest Du daher deutlich weniger düngen und im Dezember und Januar das Düngen ganz einstellen.

Wann solltest Du Zimmerpflanzen lieber nicht düngen?

Zimmerpflanzen solltest Du in drei Situationen nicht düngen:

  • Im Winter
  • Wenn die Erde extrem ausgetrocknet ist
  • Nach dem Umtopfen

Ist Deine Zimmerpflanze einmal sehr stark ausgetrocknet, solltest Du auf den Dünger verzichten. Der Dünger könnte die Wurzeln schädigen. Gieße stattdessen einmal ohne Dünger. Ist die Erde wieder feucht, kannst du noch einmal mit Dünger gießen.

Hast Du Deine Zimmerpflanze frisch umgetopft, solltest Du ebenfalls vier bis acht Wochen lang nicht düngen. Die frische Erde enthält bereits viele Nährstoffe.

Welcher Dünger für welche Zimmerpflanzen?

Universal-Flüssigdünger kannst Du für viele Zimmerpflanzen verwenden. Du kannst die Dosierung direkt kontrollieren. Aber nicht alle Pflanzen vertragen einen Universal-Dünger gleich gut. In der Regel sind das Pflanzen, die nur einen geringen Nährstoffbedarf haben. Mit einem normal dosierten Universaldünger würdest Du solche Pflanzen überdüngen. Das gilt zum Beispiel für:

  • Sukkulenten und Kakteen
  • Orchideen
  • Fleischfressende Pflanzen
  • Bonsai-Bäume
  • Blühpflanzen

Sukkulenten und Kakteen düngen

Kakteen und Sukkulenten wachsen vergleichsweise langsam. Deshalb benötigen sie speziellen Kakteendünger mit einem geringeren Stickstoffanteil. Dafür muss der Kalium-Anteil etwas höher sein.

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  • Auch Orchideen können gezielt mit diesem Dünger ernährt werden, um Entwicklung und Blühvermögen zu fördern.
  • Warnhinweise: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen! Gebrauchsanweisung beachten.

Orchideen düngen

Orchideen benötigen ebenfalls nur sehr wenig Nährstoffe. Sie wachsen in ihrer natürlichen Umgebung auf Bäumen, wo sie keinen Kontakt mit Erde haben. Bei speziellen Orchideendüngern ist der Stickstoffanteil daher ebenfalls gering. Der Phosphor- und vor allem der Kaliumanteil sind dafür höher.

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Blühpflanzen düngen

Spezialdünger für Blühpflanzen unterstützt gezielt die Blütenbildung. Dafür sorgt ein hoher Phosphor-Anteil im Dünger. Auch der Kalium-Anteil und der Anteil an bestimmten Spurenelementen ist in einem Blühpflanzendünger hoch.

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Fleischfressende Pflanzen düngen

Fleischfressende Pflanzen sind an extreme Lebensräume in Mooren angepasst. Sie sind darauf spezialisiert in einer nährstoffarmen Umgebung zu wachsen. Deshalb solltest Du fleischfressende Pflanzen niemals düngen und ausschließlich mit Regenwasser gießen.

Andere Pflanzen mit speziellem Nährstoffbedarf düngen

Spezialdünger solltest Du außerdem verwenden für:

  • Palmen
  • Zitruspflanzen
  • Bonsai-Bäume

Sie haben ebenfalls einen speziellen Nährstoffbedarf, weshalb Universaldünger nicht gut für diese Pflanzen geeignet ist.

Kurz gesagt

Beim Düngen kannst Du nach folgender Faustregel vorgehen: Lieber öfter und regelmäßig ein bisschen düngen, als selten und viel. Für die meisten Pflanzen kannst Du dabei auf Universal-Dünger zurückgreifen. Für Pflanzen mit besonderem Nährstoffbedarf wie Kakteen, Orchideen oder Blühpflanzen verwendest Du besser einen Spezialdünger. Ob Du Flüssigdünger oder Düngestäbchen verwendest, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Flüssigdünger lässt sich leicht dosieren und verteilt sich mit dem Gießwasser schnell und gleichmäßig in der Erde. Egal für welchen Dünger Du Dich entscheidest, solltest Du immer die Angaben des Herstellers genau befolgen.

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