Wie Spielsucht das Familienleben beeinträchtigt

Veröffentlicht am 30. Oktober von Lieselotte Wever in Familie

Wenn Glücksspiele zur Sucht werden, treten bald Probleme auf. Viele Menschen verbinden Spielsucht mit Schulden, Arbeitsplatzverlust und psychischen Problemen. Wie sehr jedoch die Spielsucht eines Menschen oft seine gesamte Familie beeinträchtigt, ist immer noch viel zu wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Wenn Spielen zur Sucht wird

Spielen macht in allen Altersgruppen Spaß. Die Freude an Gesellschaftsspielen oder Spielsport zieht sich oft durch ein ganzes Leben. Daneben gibt es typische Kinderspiele sowie Erwachsenenspiele. Zu Letzteren zählen Glücksspiele wie Roulette, Blackjack und Poker. Der besondere Reiz dabei ist der Einsatz von echtem Geld mit attraktiven Gewinnchancen. Als vor circa 20 Jahren das Internet die Gesellschaft eroberte, dauerte es nicht lange bis zu den ersten Online Casinos. Sie hatten rasch Erfolg, obwohl Interessenten damals die Spiel-Software umständlich via CD installieren oder aus dem Internet downloaden mussten. Inzwischen können User bequem über ihren Browser sogar an internationalen Online-Glücksspielen teilnehmen – außer am PC noch am Tablet oder Smartphone.

Glücksspiele von zu Hause aus bieten zwar nicht die Live-Atmosphäre eines echten Spielcasinos oder einer Spielhalle. Dennoch bergen auch sie eine Suchtgefahr. Das Risiko ist beim bequemen und jederzeit möglichen Spielen vor dem Monitor eher noch größer. Beim Bezahlen der Einsätze über Online-Systeme bleibt zudem schnell das Gefühl für die Höhe der eingesetzten Geldsummen auf der Strecke – anders als beim Anfassen der Scheine, Münzen oder Jetons im öffentlichen Spielbetrieb.

Der Übergang von der unbekümmerten Spielfreude zur bedrückenden Sucht verläuft schleichend. Genau das macht Spielsucht so gefährlich. Ist die Lust am Spielen zum Zwang geworden, zieht sie nicht nur den Betroffenen selbst, sondern außerdem seinen Partner und seine Familie mit in den Strudel umfangreicher Probleme.

Szene am Spieltisch mit Chips und Spielkarten
Wenn Spielen zur Sucht wird, leidet die ganze Familie

Die Auswirkungen von Spielsucht auf Familien und Beziehungen

Spielsucht wirkt sich außer auf den Spieler selbst auch negativ auf sein soziales Umfeld aus. Partner, Kinder, Eltern, Großeltern und Geschwister sind mitbetroffen. Finanzielle Schwierigkeiten und psychische Belastungen sind hier die Hauptursachen für Probleme im Privatleben. Es lässt sich ein Zusammenhang zwischen Spielsucht und häuslicher Gewalt nachweisen. Kinder von spielsüchtigen Eltern tragen ein erhöhtes Risiko, später selbst eine Spielsucht zu entwickeln.

In Familien von Personen mit einer Spielsuchtproblematik fehlt es häufig an einer klaren Kommunikation. Dadurch kommt es leicht zu Konflikten. Auch sind bei Spielsüchtigen Gefühlsarmut und mangelnde Unterstützung gegenüber ihren Partnern und Kindern zu beklagen. Außerdem lässt sich eine geringere Teilnahme an Kultur- und Bildungsangeboten sowie Freizeitaktivitäten feststellen.

Kinder in diesen Familien sind gleich mehreren von Spielsucht ausgelösten Stressoren ausgesetzt. Neben einer finanziellen Benachteiligung leiden sie unter emotionaler Benachteiligung wie elterlicher Vernachlässigung, uneinheitlicher Disziplin, Abweisung, Isolation und einem Gefühl verminderter Stabilität und Sicherheit. Hinzu kommt das schlechte Vorbild der Eltern.

Häufige Probleme von Familienangehörigen Spielsüchtiger

Familienangehörige von Spielsüchtigen leiden vor allem unter solchen Problemen:

  • Geldmangel: Haushalt und private Unternehmungen
  • mangelhafte Kommunikation
  • Lügen und Täuschungen
  • Wutausbrüche und Gewalt
  • Beeinträchtigung der Partnerschaft
  • Vernachlässigung der Familie
  • unklare Verteilung von Verantwortung und familiären Rollen

Welche Phasen durchlaufen die negativen familiären Folgen einer Spielsucht?

Die von Spielsucht verursachten Beeinträchtigungen in Partnerschaft und Familie laufen über vier Phasen ab:

1. Leugnungsphase

Die Spielsucht wird geleugnet, bagatellisiert beziehungsweise Begründungen für das verstärkte Spielen vorgebracht. Der Spieler akzeptiert noch sein allmählich steigendes Spielverlangen, obwohl erste Rechnungen unbezahlt bleiben. Gewissensbisse verdrängt er und versichert, alles sei in Ordnung.

2. Stressphase

Der Spielsüchtige verbringt weniger Zeit mit dem Partner oder seiner Familie und findet Argumente dafür. Der Partner und die übrige Familie fühlen sich zurückgesetzt. Sie appellieren an den Spieler, sein Spielverhalten zu kontrollieren, oder versuchen, ihn aus der sich anbahnenden Situation zu retten. Daraufhin zieht sich der von Spielsucht Betroffene massiv verstimmt von Familie und Freunden zurück bis zur Isolation.

3. Erschöpfungsphase

In dieser Phase treten ein beeinträchtigtes Denkvermögen, Verwirrtheitszustände und körperliche Symptome wie Händezittern und starkes Schwitzen auf. Der Betroffene ist nun auf die Teilnahme an Glücksspielen geradezu fixiert und gerät in Wut bei Versuchen, ihn davon abzubringen. Die Angehörigen reagieren mit Zweifeln an seiner Zurechnungsfähigkeit, mit Besorgnis und Panik.

4. Endphase

Schließlich machen sich im Umfeld des Spielsüchtigen Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit breit. Nervenzusammenbrüche und Drogenmissbrauch einschließlich Medikamenten sind nicht selten. Erst spät wird den Angehörigen des Spielsüchtigen klar, dass sie ihm nicht helfen können, sofern er nicht selbst sein Problem erkennt und zu einer Therapie bereit ist. In dieser Phase kann es zur Scheidung kommen. Selbstmordgedanken können in Selbstmordversuchen bis hin zum Selbstmord münden.

Erkennbar: Parallelen zur Alkoholerkrankung

Die vier Entwicklungsphasen eines Spielsüchtigen und die damit verbundenen Beeinträchtigungen seines sozialen Umfelds, insbesondere seiner Familie, weisen verblüffende Parallelen zur Alkoholerkrankung auf. Die Bezugspersonen des Betroffenen werden auch bei Spielsucht zu Co-Abhängigen, die sich lange bemühen, ihm zu helfen, selbst unter erheblicher Einschränkung ihrer eigenen Lebensqualität. Solange jedoch der Süchtige seine fatale Lage abstreitet, bleiben sämtliche Versuche chancenlos, ihn daraus zu befreien.

Wie drückt sich häusliche Gewalt aufgrund von Spielsucht aus?

Häusliche Gewalt als Suchtverhalten besteht nicht nur aus Anschreien oder Schlagen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt häusliche Gewalt als jegliches Verhalten in einer Beziehung oder innerhalb der Familie, das Personen körperlichen oder seelischen Schaden zufügt einschließlich sexueller Gewalt. Über ein Drittel der Angehörigen von Spielsüchtigen sollen Opfer häuslicher Gewalt sein. Umgekehrt sollen circa 10 % der Täter süchtig nach Glücksspielen sein. Die mit Spielsucht verbundene häusliche Gewalt erstreckt sich nicht zwingend allein auf das engste familiäre Umfeld, sondern eventuell auf weitere Verwandte.

Bestehen neben der Spielsucht weitere Süchte wie eine Alkoholerkrankung oder kam es neben Finanzproblemen noch zum Arbeitsplatzverlust, steigt das Risiko häuslicher Gewalt.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen der Familienmitglieder von Spielsüchtigen

Glücksspielsucht wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit des Spielers, sondern auch auf die der Familienmitglieder aus. Charakteristische Störungen von Gesundheit und Wohlbefinden sind:

  • Ärger, Groll und Wut
  • Angst und Hoffnungslosigkeit
  • Schuldgefühle
  • Verwirrung
  • Depressionen
  • Leistungsabfall
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Asthma
  • Allergien
  • Nikotin-, Alkohol- und weiterer Drogenmissbrauch
  • Esssucht

Ist die Teilnahme an Glücksspielen ohne Suchtentwicklung möglich?

Wie so oft macht auch beim Spielen die Dosis das Gift. Das gilt auch für Online-Casinos. Wer sich für seine Spielzeit ein zeitliches und finanzielles Limit setzt und strikt einhält, läuft deutlich weniger Gefahr, eine Spielsucht zu entwickeln. Auch sollte ein Spieler selbstkritisch auf erste Anzeichen einer Gewöhnung oder eines überstarken Verlangens achten und daraufhin pausieren.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Spielsucht bekämpfen können. Auf der Website erfahren Interessenten unter anderem,

  • woran sie ein seriöses Online-Casino erkennen,
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  • welche Zahlungsmethoden empfehlenswert sind,
  • welche Online-Casinos unkompliziert und schnell Gewinne auszahlen,
  • wo es Bonus-Angebote gibt,
  • welche Spielstrategien sich besonders lohnen,
  • welches die beliebtesten und besten Online-Casino-Spiele sind, und
  • schließlich: wo es Hilfe für Spielsuchtgefährdete gibt.

Das Ziel, eigenverantwortlich und abgesichert Online-Glücksspiele zu spielen, ist eine gute Voraussetzung, um nicht der Spielsucht zu erliegen, sondern die Kontrolle über das persönliche Spielverhalten zu bewahren. Die Webseite über Online-Casinos in der Schweiz hält auch für deutsche und österreichische Online-Glücksspieler wertvolle Informationen und Tipps bereit.

Weitere gute Informationsquellen über Spielsucht sind www.netdoktor.de/krankheiten/spielsucht, www.spielen-mit-verantwortung.de, www.spielsucht-therapie.de und www.lsgbayern.de .

Kurz gesagt

Spielsucht ist nicht allein für Betroffene ein Problem, sondern ebenso für ihre Familien und ihr weiteres soziales Umfeld. Wie bei Alkoholerkrankungen treten auch bei Spielsucht Merkmale einer Co-Abhängigkeit der Angehörigen auf. Neben Finanzproblemen und Arbeitsplatzverlust kommt es in Familien von Spielsüchtigen häufig zu häuslicher Gewalt. Online-Glücksspiele sind rund um die Uhr bequem erreichbar, was die Suchtgefahr erhöht. Spielende setzen sich am besten ein zeitliches und finanzielles Limit und achten selbstkritisch auf ihr Spielverhalten.

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