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Tricks mit Natron und Soda, die vieles einfacher machen und Geld sparen

von Philipp Senge
4 Kommentare
umgefallenes Glas Soda auf einem Tisch mit einem Löffel davon

Mittel zum Putzen, Reinigen und für die Körperpflege gibt es für nahezu jeden Zweck. Glaubt man den Herstellern, braucht man eigentlich für jede Anwendung ein anderes Mittel. Ist das wirklich so? Wie war das eigentlich früher, als es diese ganzen verschiedenen Helferchen noch nicht gab? Klar, früher war eh alles besser – sagt Oma schließlich auch immer. Oma weiß aber vielleicht auch noch, was sie früher oft zum Reinigen und Putzen genommen hat: Natron und Soda. Beide Mittel erleben seit einiger Zeit ein regelrechtes Comeback. Wir geben Dir 10 Tipps, wofür Du Natron und Soda nutzen kannst.

10 Anwendungsbeispiele für Soda und Natron

Soda und Natron – zwei verschiedene Dinge

Immer wieder kommt es bei Soda und Natron zu Verwechslungen. Das liegt zum einen daran, dass es viele verschiedene Bezeichnungen für beide Mittel gibt. Natron zum Beispiel wird häufig auch als Speisenatron, Backsoda oder Speisesoda bezeichnet. Das macht die Unterscheidung von Soda nicht einfacher. Soda wird hingegen oft auch als Waschsoda oder Reine Soda bezeichnet.

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  • VERWENDUNG: Je nach Anwendungsart in Wasser auflösen und einwirken lassen. Haushaltsgegenstände mit heißer Lösung spülen. Für die Wäschepflege Textilien über Nacht einlegen. Flächen auf Terrassen und in Gärten mit der Soda-Lösung abwischen

Äußerlich unterscheiden sich die beiden Stoffe überhaupt nicht. Beides sind weiße Pulver. Achte beim Lagern daher auf eine genaue Beschriftung. Auch chemisch sind sie sich ähnlich. Bei Soda handelt es sich um Natriumcarbonat, bei Natron um Natriumhydrogencarbonat. Du hast „Natriumhydrogencarbonat“ schon mal irgendwo gehört? Das kann durchaus sein. Es ist der Hauptbestandteil von herkömmlichem Backpulver.

Sowohl Natron als auch Soda kannst Du auch in der Drogerie kaufen. Sie sind nicht teuer und sehr ergiebig. 

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1. Abfluss reinigen mit Soda

Verstopfungen und Beläge im Siphon und Abflussrohren kannst Du ganz einfach mit Soda und Essig beseitigen. Gib einfach vier Esslöffel Soda in den Abfluss und gieße eine halbe Tasse Essig nach. Die Soda reagiert mit dem Essig recht heftig. Es bildet sich jede Menge Kohlensäure. Das erkennst du daran, dass es anfängt zu schäumen und zu blubbern. Nach etwa zwei bis drei Minuten spülst Du mit reichlich Wasser nach.

2. Geschirr-Reiniger für die Spülmaschine

Sowohl Soda wie auch Natron kannst Du als Geschirrreiniger in Deiner Spülmaschine verwenden. Das ist deutlich billiger als Spülmaschinentabs.

Bei weichem Wasser:

  • 1 Teil Spezialsalz für den Geschirrspüler
  • 3 Teile Natron oder Soda

Einfach mischen und pro Spülgang etwa 1,5 Esslöffel benutzen. In diesem Fall musst Du kein Spülmaschinensalz mehr in Deine Maschine füllen. Wenn du es trotzdem machen möchtest, kannst Du einfach nur einen Esslöffel Natron oder Soda ins Spülmittelfach füllen.

Bei hartem Wasser brauchst Du etwas mehr Zutaten:

  • Je 300 g Zitronensäure (Pulver), Natron UND Soda
  • 125 g  Spülmaschinensalz

Bei besonders kalkhaltigem Wasser kannst Du noch bis zu 100 g mehr Zitronensäure verwenden. Das Ganze ebenfalls mischen und 1,5 Esslöffel pro Spülgang verwenden. In diesem Fall brauchst Du ebenfalls kein Salz mehr in Deine Spülmaschine zu füllen. 

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3. Schweiß-Geruch aus Wäsche entfernen

Wenn Deine Wäsche nach dem Waschen immer noch nach Schweiß riecht, brauchst Du keine teuren Spezialmittel. Weiche die Wäsche in Sodalösung ein:

Gib 1-2 Esslöffel Soda in 5-10 Liter kaltes Wasser und lass es 30 Minuten ruhen. Deine Wäsche weichst Du in der Lösung über Nacht ein und wäschst sie anschließend wie gewohnt. Bei Buntwäsche solltest Du vorsichtshalber die Soda etwas sparsamer dosieren.

ACHTUNG: Soda solltest Du nicht mit tierischen Fasern wie Wolle oder Seide verwenden!

4. Pfannen und Töpfe reinigen

Sodalösung ist extrem fettlösend. Sie eignet sich daher ideal um eingebrannte Pfannen und Töpfe oder auch Backbleche zu reinigen. Einfach einen halben Esslöffel Soda in einem halben Liter kochendem Wasser auflösen und in den Topf, die Pfanne oder das Backblech gießen. Einweichen lassen und anschließend einfach mit einem Schwamm reinigen.

5. Spülmittel aus Soda

Herkömmliches Spülmittel kannst Du ganz einfach ersetzen, indem Du Soda mit Seife und Wasser mischst. Du brauchst:

  • 25-30 g geraspelte Seife (Kernseife oder Olivenölseife)
  • 2 TL Soda
  • 600 ml kochendes Wasser

Die Zutaten im kochenden Wasser auflösen, rühren, abkühlen lassen und abfüllen – fertig! Wer mag, kann noch ein paar Tropfen ätherisches Öl für einen angenehmen Duft zugeben.

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6. Wachs entfernen

Soda eignet sich hervorragend um Wachsreste zu entfernen. Gib dafür 1-2 Teelöffel Soda in heißes Wasser und weiche die „verwachsten“ Gegenstände eine Weile ein. Anschließend mit einem Schwamm einfach abwischen. Im Gegensatz zu anderen Methoden bleibt kein Wachsfilm zurück.

7. Natron als Shampoo

Als schonenden Ersatz für Shampoo kannst Du Natron verwenden. Löse 1-4 Teelöffel Natron in 200-440 ml warmem Wasser. Wasche Deine Haare mit der Lösung. Dosiere das Natron anfangs etwas niedriger und taste Dich an das Mischungsverhältnis heran, das für Dich und Deine Haare am besten ist.

8. Backofenreiniger

Statt aggressiver und teurer Backofenreiniger kannst Du Natron verwenden. Mische Natron und Wasser zu gleichen Teilen. Verteile die Paste gleichmäßig im Backofen und lasse sie einige Stunden einwirken. Anschließend kannst Du den Ofen ganz einfach mit einem Schwamm reinigen.

9. Kaffee- und Teebeläge entfernen

Hartnäckige Tee- und Kaffeebeläge in Kaffeekannen oder Trinkflaschen kannst Du mit etwas Natron entfernen. Gib einen Teelöffel Natron in das Gefäß und fülle es mit kochendem Wasser auf. Lasse die Lösung einige Stunden oder über Nacht einwirken. Anschließend brauchst Du das Gefäß nur auszuwischen.

10. Fußbad mit Natron

Ein Fußbad mit Natron pflegt Deine Füße und wirkt gegen Schweißfüße. Löse einfach 3 Teelöffel Natron in einer Schüssel oder einer kleinen Wanne mit warmem Wasser für das Fußbad und bade Deine Füße darin etwa 20 bis 30 Minuten. 

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Was Du mit Soda nicht machen solltest

Die Anwendungsmöglichkeiten für Soda und Natron sind sehr vielfältig. Es gibt aber einige Dinge, die Du mit Soda nicht machen solltest:

Mit Natron verwechseln. Beim Reinigen kannst Du Soda und Natron in den meisten Fällen problemlos ersetzen. Bei Anwendungen mit Natron zur Körperpflege oder bei der Lebensmittelzubereitung darfst Du Natron nicht durch Soda ersetzen. Im Gegensatz zu Natron ist Soda nicht essbar und stark alkalisch! Soda bildet mit Wasser eine alkalische Lösung und eignet sich daher sehr gut zum Putzen und Reinigen. Durch seine alkalische Eigenschaft kann Soda aber wie Seife Augen und Schleimhäute reizen.

Soda eignet sich NICHT zum Reinigen von Aluminium sowie tierischen Fasern wie Wolle oder Seide. Auch Holz solltest Du nicht mit Soda reinigen.

Kurz gesagt

Natron und Soda lassen sich auf die unterschiedlichste Weise nutzen. Auch wenn sie nicht jedes Putzmittel ersetzen können, sollten sie in keinem Haushalt fehlen. Es lohnt sich, ein wenig zu experimentieren. Auf diese Weise kannst Du Dir in Zukunft garantiert den ein oder anderen Spezialreiniger sparen. Das spart Geld, Platz im Schrank und ist in den meisten Fällen deutlich umweltfreundlicher.

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Letzte Aktualisierung am 4.06.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

4 Kommentare

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4 Kommentare

Susanne Engel Schuster 20. April 2018 - 19:52

Hi, ist es möglich mit flüssiger Soda und Schmierseife flüssig zu waschen? Danke.

Antwort
Philipp Senge 3. Juli 2018 - 9:01

Ich weiß leider nicht, wie du mit flüssiger Soda und Schmierseife waschen kannst. Ein Flüssigwaschmittel mit Soda kannst du aber auch ganz einfach mit Kernseife und Sodapulver herstellen:
– 4 EL Waschsoda
– 30 g Kernseife
– ätherisches Öl nach Wunsch
– 2 l Wasser
Die Herstellung funktioniert im Grunde genauso wie beim Spülmittel beschrieben. Nachdem du die Zutaten einmal aufgekocht hast, lässt du sie eine Stunde stehen und kochst die Mischung dann noch einmal auf. Anschließend 6 bis 24 Stunden stehen lassen und in einen passenden Behälter abfüllen.

Antwort
Judit 23. September 2018 - 11:26

ZItronensäure ist sauer, Soda basisch. Das in Kombination soll dann besonders gut für hartes Wasser geeignet sein? Um es hart zu lassen vielleicht, ja. Aber um es zu enthärten? Säuren und Basen neutralisieren sich doch gegenseitig.

Antwort
Philipp Senge 24. September 2018 - 8:35

Klar, Säure und Lauge können sich gegenseitig neutralisieren. Letztlich kommt es ja aber immer darauf an, was womit in welcher Reihenfolge und wie schnell reagiert. Wichtig ist allerdings, dass die Zutaten für das Waschmittel in trockenem Zustand (Pulver) verwendet werden müssen. Genauso wie Natron und Soda sollte also auch Zitronensäure in Pulverform verwendet werden – keine flüssige. Ich werde das im Text nochmal ergänzen.

Antwort

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