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Sonnencreme: Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich für welches Land?

von Philipp Senge
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Mutter mit Sonnenhut cremt Tochter den Rücken mit Sonnencreme ein

Urlaub, Sonne, Sonnenbrand? Das muss nicht sein. Ein Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm. Er schadet auch Deiner Haut. Daher solltest Du einen Sonnenbrand auf jeden Fall vermeiden. Ein einfaches Schutzmittel sind Sonnencremes. Die haben einen unterschiedlich hohen Lichtschutzfaktor. Je höher dieser Faktor ist, desto stärkeren Schutz bietet eine Creme vor Sonnenstrahlung. Aber wie hoch muss der Lichtschutzfaktor im Urlaubsland sein? Gibt es Unterschiede zwischen der Türkei, Ägypten und anderen Urlaubsländern?

Optimalen Sonnenschutz ermitteln

Diese Faktoren solltest Du beim Sonnenschutz beachten

Die Haut eines Menschen hat eine sogenannte Eigenschutzzeit. Darunter versteht man die Zeit, die Deine Haut ohne Schaden der Sonne ausgesetzt sein kann. Die Eigenschutzzeit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie wird in Hautschutztypen von 1 bis 6 angegeben. Der Hautschutztyp 1 ist der empfindlichste. Der Typ 6 hat den stärksten natürlichen Sonnenschutz. Neben dem Hauttyp spielen aber auch die Dauer und die Stärke der Sonneneinstrahlung eine wichtige Rolle. Die Stärke der Einstrahlung schwankt abhängig vom Aufenthaltsort. Sie ist in vielen Ländern zum Teil deutlich stärker als in Deutschland. Für den richtigen Sonnenschutz spielen damit drei Faktoren eine wichtige Rolle:

  1. Dein Hauttyp
  2. Die Intensität der Sonneneinstrahlung am aktuellen Aufenthaltsort
  3. Die Zeit die Du Dich in der Sonne aufhältst

Welchen Hauttyp hast Du?

Deinen genauen Hauttyp kann nur ein Hautarzt mit einem speziellen Test ganz genau bestimmen. Europäer haben üblicherweise einen Hauttyp von 1 bis 4. Je nach Hauttyp kannst Du Dich unterschiedlich lange ohne Sonnenbrand in der Sonne aufhalten. Als Richtwert gelten folgende Zeiten:

  • Hauttyp 1: 5 bis 10 Minuten
  • Hauttyp 2: 10 bis 20 Minuten
  • Hauttyp 3: 20 bis 30 Minuten
  • Hauttyp 4: länger als 30 Minuten

Anhand Deiner Erfahrungen weißt Du vielleicht schon, welchen Hauttyp Du ungefähr hast.

WICHTIG: Diese Einstufungen gelten nicht für Kinder, Kleinkinder und Babys!

Die Einteilung der Hauttypen bezieht sich auf den sogenannten UV-Index 8. Wie lange Du Dich ungeschützt gefahrlos in der Sonne aufhalten kannst, hängt stark davon ab, wie intensiv die Sonne scheint. Je stärker die Sonne scheint, desto kürzer kannst Du Dich ohne Sonnenbrandgefahr in der Sonne aufhalten.

Der UV-Index gibt den Ausschlag

Der UV-Index gibt die Stärke der Sonnenstrahlung an. Er wird üblicherweise mit 1 bis 12+ angegeben. Die Höhe des UV-Index ist abhängig von Wetter, Tages- und Jahreszeit. Aber auch die Umgebung hat Einfluss auf die Höhe des Wertes. Wasseroberflächen, Schnee, heller Sand und Gestein können durch Reflexion den UV-Index erhöhen. Einen weiteren Einfluss hat außerdem die Höhe, in der Du Dich befindest. Je höher ein Ort gelegen ist, desto höher ist auch der UV-Index. In Deutschland liegt der UV-Index von Mai bis August zwischen 5 und 8. Rund um den Äquator beträgt der Wert nahezu das ganze Jahr über 11 oder mehr.

So bestimmst Du den erforderlichen Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor von Sonnencremes gibt an, wie viel mal länger Du Dich in der Sonne aufhalten kannst. Wenn Du den Hauttyp 2 hast, kannst Du Dich ohne Schutz maximal 20 Minuten in der Sonne aufhalten. Benutzt Du eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 10, kannst Du Dich zehnmal so lange in der Sonne aufhalten. Also: 20 Minuten x 10 = 200 Minuten.

Bei Lichtschutzfaktor 20 könntest Du Dich also sogar 400 Minuten (20 Minuten x 20) in der Sonne aufhalten. Du solltest diese Zeit aber nicht vollständig ausreizen. Der UV-Index lässt sich im Voraus nie absolut genau bestimmen und schwankt im Laufe des Tages. Aus diesem Grund solltest Du bei der Berechnung des Lichtschutzfaktors immer 40 Prozent Sicherheitspuffer von der Höchstdauer abziehen. Mit der folgenden Formel kannst Du berechnen, wie lange Du Dich gefahrlos in der Sonne aufhalten kannst:
Hauttyp x Lichtschutzfaktor – 40 Prozent.

Welchen Lichtschutzfaktor brauchst Du in…

Beim Sonnenschutz spielen vor allem Dein Hauttyp und die gewünschte Aufenthaltsdauer in der Sonne eine große Rolle. Der UV-Index hat ebenfalls einen Einfluss auf den Sonnenschutz. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt grundsätzlich für Erwachsene und Jugendliche einen Lichtschutzfaktor von mindestens 20.

In südlichen Ländern solltest Du einen deutlich höherer Lichtschutzfaktor von 50 oder sogar noch mehr wählen. Insbesondere bei einer empfindlichen Haut (Typ 1). Als Faustregel gilt: Der Lichtschutzfaktor sollte immer mindestens doppelt so hoch wie der aktuelle UV-Index sein. Bei Hauttyp 1 und 2 sogar fünfmal und bei Hauttyp 3 dreimal so hoch wie der UV-Index.

Den UV-Index an Deinem Urlaubsort solltest Du am besten konkret für eine Reisezeit zum Beispiel über das Internet ermitteln. Hier noch einige Durchschnittswerte für den UV-Index von April bis September in beliebten Reisezielen:

  • Palma de Mallorca (Spanien): 6 – 9
  • Iraklion (Griechenland): 7 – 10
  • Havana (Cuba – Karibik): 10 – 12
  • Panama (Panama – Karibik): 11 – 12

In Ägypten, der Türkei und anderen Ländern im Mittelmeerraum können die Durchschnittswerte für den UV-Index in den Sommermonaten ebenfalls Werte von 10-12 erreichen. Da die Werte immer starken Schwankungen unterliegen, solltest Du Dich grundsätzlich aktuell informieren.

Sonnenschutz bei Kindern

Kinder und speziell Babys haben eine sehr empfindliche Haut. Du solltest beim Schutz immer von Hauttyp 1 ausgehen. Kinder solltest Du daher grundsätzlich mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder höher schützen. Einen Säugling darfst Du niemals der prallen Sonne aussetzen.

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So schützt Du Dich im Urlaub vor der Sonne

Gegen einen Sonnenbrand kannst Du Dich im Urlaub auf unterschiedliche Weise schützen. Wenn du nicht an Sonne gewöhnt bist, solltest Du Dich anfangs möglichst im Schatten aufhalten. Kleidung bietet ebenfalls Sonnenschutz.

Unbedeckte Hautstellen solltest Du gründlich mit Sonnencreme mit einem angemessenen Lichtschutzfaktor einreiben. Am besten etwa eine halbe Stunde bevor Du in die Sonne gehst. Trage Sonnencreme regelmäßig auf, bevor die Schutzzeit abgelaufen ist. Mehrfaches Eincremen erhöht den Lichtschutzfaktor nicht. Mit der Zeit gewöhnt sich Deine Haut an die Sonnenstrahlung. Die Hautbräune erhöht sich und damit auch der Eigenschutz der Haut. Dann benötigst Du nicht mehr ganz so viel zusätzlichen Schutz.

Kurz gesagt

Welchen Sonnenschutz Du im Urlaub benötigst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem Dein Hauttyp, Die Aufenthaltsdauer in der Sonne und der UV-Index haben einen Einfluss darauf, wie stark Du Dich schützen musst. Der UV-Index unterliegt wie das Wetter Schwankungen. Du solltest Dich daher nach den aktuellen Werten an Deinem Urlaubsort erkundigen. Wähle im Zweifelsfall einen Sonnenschutz mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor. Kleidung und Schatten bieten zusätzlichen Schutz. Hast Du Deine Haut an die Sonne gewöhnt, kannst Du den Schutz allmählich reduzieren.

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