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Schimmel entfernen: So vermeidest Du Schimmelbefall

von Thorben Grünewälder
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jemand entfernt mit einem Schwamm und blauen Gummihandschuhen Schimmel von einer Wand

Gerade im Winter haben viele Haushalte mit Schimmelbefall zu kämpfen. Langfristig kann selbst kleiner Schimmelbefall gesundheitliche Probleme verursachen. Wir erklären, wie Du Schimmel in der Wohnung oder im Haus vorbeugen kannst und wie Du Schimmel effektiv und nachhaltig entfernst.

Was ist Schimmel?

Schimmel ist eine Pilzart, die innerhalb von Wohnräumen auftritt. Aber auch in der freien Natur sind Schimmelpilze zu finden. Sie spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechselkreislauf. Denn Schimmelpilze ernähren sich von abgestorbenen Pflanzen und tragen so zur Humusbildung bei. Schimmelpilze sind also nicht immer schädlich, sondern häufig auch nützlich und ganz natürlich.

Ist Schimmel gefährlich?

Schimmelbefall geht mit einem erhöhten Risiko für Atemwegsinfektionen und Asthma einher. Die Schimmelsporen können außerdem Allergien auslösen oder verstärken. Betroffene leiden dann häufig unter gereizten Schleimhäuten und Atemnot. Die Symptome sind ganz ähnlich wie beim Heuschnupfen. Auch tränende und brennende Augen oder Kopfschmerzen können Zeichen für Schimmelbefall sein. Auf Dauer kann die schlechte Atemluft auch Dein Immunsystem angreifen und Hautprobleme verursachen.

Muss ich bei Schimmelbefall zum Arzt?

Wenn Du die oben genannten Beschwerden hast, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Er wird Dir sagen, ob Deine Probleme mit dem Schimmelbefall zu tun haben, oder ob andere Ursachen vorliegen.

Wie entsteht Schimmel?

Pilzbefall, einschließlich Schimmelpilzbefall, tritt immer dann ein, wenn sich Pilzsporen in großer Zahl in der Atmosphäre ablagern und keimen. Schimmelpilze können sich praktisch auf allen Oberflächen entwickeln, wobei sie Spuren organischer Verunreinigungen als Nahrungsquelle benutzen. Ihre Sporen können sich allerdings nur bei einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 90 Prozent entwickeln. Sie benötigen also zumindest über kurze Zeit einen Wasserfilm, auf dem sie gedeihen können. Sobald die Sporenkeimung stattgefunden hat, kann sich der Schimmelpilz anschließend auch bei einer geringeren Luftfeuchtigkeit entwickeln. Schimmelbewuchs kann also ein Zeichen dafür sein, dass die befallenen Oberflächen regelmäßig durch Kondenswasser befeuchtet werden. Auch undichte Stellen im Wasserleitungssystem können zur Schimmelbildung beitragen.

Damit Schimmel wächst braucht er:

  • Sauerstoff
  • einen geeigneten ph-Wert (5-7)
  • Nahrung (organische Stoffe, z.B. Staub, Schmutz, Holz, Tapeten, Kleister, etc.)
  • die passende Temperatur
  • und vor allem Feuchtigkeit

Wie erkenne ich Schimmel?

Schwarze oder dunkelbraune Stellen an der Tapete, an Fensterrahmen oder Möbeln sind ein deutlicher Hinweis auf Schimmelbefall. Oft riechen die entsprechenden Stellen auch etwas muffig und fühlen sich bei Hautkontakt unangenehm feucht an. Schaue auch hinter Deinen Schränken, hinter Schreibtischen und anderen Möbeln nach. Oft versteckt sich hier der Schimmel über längere Zeit, ohne dass er bemerkt wird.

Wie kann ich Schimmel vorbeugen?

Kondenswasser entsteht zum Beispiel dann, wenn Du Deine Fenster ständig auf Kipp stehen hast. Auf den Fensterrahmen lagert sich Flüssigkeit ab, die den idealen Nährboden für Schimmel bildet. Unser Tipp: Lüfte lieber zwei bis drei Mal am Tag richtig durch (sogenanntes Stoßlüften) und wische anschließend mit einem Küchentuch über die Fensterrahmen. So entfernst Du die Feuchtigkeit und beugst Schimmel vor.

Fenster

Wer regelmäßig richtig durchlüftet, beugt Schimmel effektiv vor.

Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit im Raum verringern?

  • Schließe im Sommer tagsüber die Fenster. So verhinderst Du, dass schwülwarme Luft eindringt und auf den kühleren Innenwänden kondensiert. Lüfte lieber am Morgen und am Abend kräftig durch
  • Schalte beim Kochen die Dampfabzugshaube ein
  • Halte Deine Badezimmertür geschlossen und lüfte nach dem Baden oder Duschen ausgiebig
  • Heize im Winter alle Räume gleichmäßig. So zieht keine warme Luft in kühlere Räume

Es gibt zudem spezielle Schimmelschutzsprays, die Du regelmäßig an von Schimmelbefall bedrohten Stellen anwenden kannst. Diese enthalten allerdings jede Menge Chemie und sollten nur mit Augenmaß eingesetzt werden. Auch ein Luftdurchfeuchter kann helfen, die Luftfeuchtigkeit optimal zu regeln. Diese Geräte sind aber etwas sperrig und sehen zumindest im Wohnzimmer nicht besonders schön aus.

Wie kann ich Schimmel entfernen?

Kleinere Stellen kannst Du gut selbst behandeln. Hier reicht es oft, wenn Du ein Wattepad mit reinem Alkohol beträufelst und die entsprechenden Flecken reinigst. Den Alkohol bekommst Du in jeder Apotheke. Natürlich gibt es auch hier wieder spezielle Sprays und Lösungen, die Du auf den Schimmel auftragen kannst. Oft müssen diese Reinigungsmittel eine Stunde oder länger einziehen. Leider kann dieser Prozess unangenehm riechen. Verwende die Sprays also nur, wenn Du Dich danach längere Zeit nicht in dem entsprechenden Raum aufhalten musst. Trage bei der Reinigung auch immer Handschuhe. Verwende hierfür Einweghandschuhe aus Plastik, die Du gleich nach der Benutzung entsorgst. Achte darauf, dass die Reinigungsmittel nicht Deine Haut berühren. Oft sind diese Stoffe sehr aggressiv und gerade Deine Augen können hier bei Kontakt schwer geschädigt werden. Übrigens: Das häufig gepriesene Hausmittel Essig ist zur Bekämpfung von Schimmel ungeeignet. Denn viele Baustoffe und insbesondere Kalk neutralisieren den Essig. Hinzu kommt, dass mit dem Essig organische Nährstoffe auf das Material gelangen. Dieses kann das Pilzwachstum sogar fördern.

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Wann muss ein Profi Schimmel entfernen?

Ab einem halben Quadratmeter oder mehr Befall in einem Raum soll laut Umweltbundesamt ein Fachmann eingeschaltet werden. Ab dieser Größe, so die Vermutung, ist die Gefahr und Möglichkeit für gesundheitliche Schäden einfach zu groß. Ein bloßes Überstreichen des Schimmels reicht dann nicht mehr aus, denn die Wirkung des Schimmelpilzes kannst Du nicht einfach „wegstreichen“. Eine fachgerechte Schimmelbekämpfung ist bei starkem Befall auch deshalb notwendig, weil oft nur so eine Ausbreitung der Schimmelpilze verhindert werden kann.

Was kostet eine Schimmelsanierung?

Das kommt natürlich auf die Größe der befallenen Fläche an. Je nach Aufwand kann die Schimmelentfernung bis zu 2.000 Euro kosten. Wesentlich günstiger ist es also, wenn Du Schimmelbefall vorbeugst.

Kurz gesagt:

Schimmel sieht unschön aus, stinkt und kann gesundheitliche Probleme verursachen. Lüfte also regelmäßig gut durch und entferne feuchte Stellen von Deinen Fenstern, Möbeln und Tapeten. In der Apotheke und im Baumarkt findest Du eine Vielzahl an Hilfsmitteln, die effektiv Schimmel vorbeugen oder bekämpfen. Bei einem starken Befall muss der Fachmann ran. Kümmere Dich also lieber frühzeitig um den lästigen Pilz im Haus.

 

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