Start LifestyleBesser leben Richtig entspannen: Strategien gegen den Alltagsstress.

Richtig entspannen: Strategien gegen den Alltagsstress.

von Thorben GrĂŒnewĂ€lder
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Richtig entspannen: Strategien gegen den Alltagsstress.

Du bist stĂ€ndig mĂŒde, fĂŒhlst Dich ausgelaugt und urlaubsreif? Dein Leben besteht nur noch aus Terminen und Stress? Dann ist es Zeit fĂŒr eine Pause. Wir zeigen Dir, wie Du Deine Akkus auflĂ€dst und wieder richtig durchstarten kannst.

Wie entsteht Stress?

Stress entsteht meist durch Überforderung oder zu hohe AnsprĂŒche an uns selbst. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Jobs kann Stress naturgemĂ€ĂŸ kaum ausweichen. Irgendwas ist eben immer und die eigenen BedĂŒrfnisse mĂŒssen oft genug hintenangestellt werden. Doch auch der normale BĂŒrojob oder der Freundeskreis können enormen Stress auslösen. Es ist daher wichtig, dass wir uns von Zeit zu Zeit Inseln der Ruhe schaffen und den ewigen Kreislauf aus Zeitdruck und vermeintlich wichtigen Terminen durchbrechen.

Was macht Stress mit unserem Körper?

Stress war frĂŒher Überlebenswichtig. Wenn der Steinzeitmensch von einem SĂ€belzahntiger gejagt wurde, löste sein Körper eine Stressreaktion aus und produzierte das Stresshormon Cortisol. Heute mĂŒssen wir kaum Angst vor wilden Tieren haben. Ärger vom Chef, der Beziehungskrach oder Geldsorgen lösen aber die gleichen Reaktionen im Körper aus. Blutdruck und Puls steigen an und wir fĂŒhlen uns nervös. Die exzessive AusschĂŒttung von Cortisol signalisiert unserem Körper weiterhin, dass wir in großer Gefahr sind. Nach und nach gewöhnt sich unser Nervensystem an den hohen Cortisolspiegel und bremst diesen nicht mehr aus. Wir sind im Dauerstress gefangen.

Stress macht krank

Stress ist also nichts weiter als ein Fluchtreflex. Nur leider können wir heute selten vor dem Streit mit der Freundin davonlaufen oder dem Chef eine Keule ĂŒberziehen. Der Stress kann also nicht richtig abgebaut werden, bleibt im Körper und macht uns nach und nach krank. Verschiedene Krebsarten, Herzinfarkte und SchlaganfĂ€lle werden nachweislich durch chronischen Stress begĂŒnstigt. Doch ist Stress wirklich immer schlecht?

Es gibt guten und schlechten Stress

Nein. Denn es gibt durchaus auch Stress, der unserem Körper gut tut. Ein sportlicher Wettstreit, spannende Filme oder auch Sex sind Stressfaktoren. Diese Art von Stress flutet den Körper aber nicht mit Cortisol, sondern mit GlĂŒckshormonen und ist damit sehr gesund. Wir mĂŒssen also einen Ausgleich zwischen gutem und schlechtem Stress schaffen.

Entspannung
Auszeiten sind wichtig im Kampf gegen den Stress.

Setze PrioritÀten

Jeden Tag mĂŒssen wir hunderte Entscheidungen treffen. Das beginnt bei BanalitĂ€ten wie der Wahl der FrĂŒhstĂŒcksflocken und endet mit der Entscheidung fĂŒr ein neues Auto oder die richtige Schule fĂŒr die Kinder. Neben den Kollegen, dem Chef, Freunden und Familie ringen auch Ämter, entfernte Bekannte und der Nachbar um unsere Aufmerksamkeit. Doch was davon ist wirklich wichtig und was kann warten?

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Die ABC-Methode

Stress entsteht, wie bereits beschrieben, aus Überforderung. Wir verlieren die Kontrolle ĂŒber wichtige und unwichtige Aufgaben und wĂŒrden am liebsten alles hinschmeißen. Eine bewĂ€hrte Strategie, mit der Du diese Falle umgehen kannst, ist die ABC-Methode, die von erfolgreichen Managern und EntscheidungstrĂ€gern weltweit angewandt wird. Mit der ABC-Methode sortierst Du Deine Aufgaben in drei verschiedene Kategorien.

A-Aufgaben

Diese Aufgaben sind wichtig und dulden keinen Aufschub. Sie zu erledigen hat höchste PrioritÀt. Mögliche Aufgaben dieser Kategorie sind die Vorbereitung des Meetings mit dem Chef, der Termin beim Arzt oder das GesprÀch mit dem Makler.

B-Aufgaben

Auch diese Aufgaben sind wichtig. Du hast zu ihrer Erledigung aber einen grĂ¶ĂŸeren zeitlichen Spielraum oder kannst sie eventuell sogar delegieren. Typische B-Aufgaben sind der wöchentliche Einkauf oder die Buchung einer Reise.

C-Aufgaben

Diese Aufgaben sind eher unwichtig und können auch von anderen Personen erledigt werden. Dennoch solltest Du sie nicht vergessen, sondern im Hinterkopf behalten. Es gibt keinen bestimmten Stichtag, an dem Du die Aufgabe erledigt haben musst. Wenn eine solche Aufgabe erst spĂ€ter erledigt wird, fĂŒhrt das nicht zu negativen Folgen. Typische C-Aufgaben sind der Besuch beim Friseur oder das Sortieren Deiner alten Unterlagen im BĂŒroschrank.

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FĂŒhre eine Liste

Durch die Priorisierung und Sortierung Deiner alltĂ€glichen Aufgaben gewinnst Du einen guten Überblick und es geht nichts verloren. Böse Überraschungen wie vergessene Abgabetermine sind so Vergangenheit. Ob Du die Liste digital auf Deinem Computer oder analog auf einem Blatt Papier fĂŒhrst, bleibt natĂŒrlich Dir ĂŒberlassen. Auf jeden Fall ist es ein gutes GefĂŒhl, jeden Tag erledigte Aufgaben durchzustreichen. Du wirst schon bald feststellen, dass Deine Motivation, selbst unangenehme Aufgaben schnell abzuarbeiten, steigt und der Stress sinkt.

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Nehme Dir Auszeiten. Aber richtig.

Es muss nicht gleich der dreiwöchige Jahresurlaub sein. Um dem Stress zu entgehen, helfen oft schon kleine Tricks und Auszeiten. Hier einige Ideen:

Der Besuch in der Sauna: Hier schwitzt Du den Stress einfach aus. Saunieren ist gesund, entgiftet und tut auch der Seele gut. Lasse Dich doch mit einer Massage verwöhnen oder entspann Dich mit einem guten Buch im Ruheraum Deiner Lieblingswellnessoase.

Die Medien-DiĂ€t: Facebook, TV & Co. sorgen fĂŒr eine permanente ReizĂŒberflutung. Schalte die GerĂ€te doch einfach mal aus und gehe offline. Du wirst Dich wundern, wie schnell der Stress nachlĂ€sst. StĂ€ndige Erreichbarkeit sollte nicht Deinen Alltag bestimmen.

Werde zum Stoiker: Gewöhne Dir an, Dir nicht immer alles gleich zu Herzen zu nehmen. Viele Dinge und Probleme im Leben lassen sich nicht lösen oder von Dir beeinflussen. Die Art und Weise, wie Du damit umgehst schon. Dich nervt der Stau im Berufsverkehr? Dann nutze die Zeit, um fĂŒr ein Hörbuch oder Deine Lieblingsmusik. Mit der richtigen Einstellung lassen sich viele Stressfaktoren in positive Erlebnisse umwandeln.

Entdecke die Langsamkeit: Beobachte Dich einmal selbst: An stressigen Tagen bewegen wir uns schneller. Die SpĂŒlmaschine wird hektisch ausgerĂ€umt, wir hetzen durch den Supermarkt und zappen ungeduldig durch das TV-Programm. Oft machen wir uns so unnötig Stress. Atme stattdessen einmal bewusst tief durch und lasse auch Deine Bewegungen ruhiger werden. So entspannst Du Körper und Geist.

Kurz gesagt:

Mit der richtigen Planung kannst Du schon jede Menge Stress vermeiden. Wichtig ist auch, dass Du zu hohe Erwartungen an Dich selbst herunterschraubst und lernst, Aufgaben abzugeben. So findest Du wieder zurĂŒck zu Dir selbst und lĂ€sst unnötigem Alltagsstress keine Chance.

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