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Random Acts of Kindness: Ideen

von Ursula Martens
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In unserem ersten Artikel über Random Acts of Kindness haben wir dir vorgestellt, was diese zufälligen kleinen Nettigkeiten sind und was sie bewirken:

  • dir ein gutes Gefühl geben
  • anderen grundlos eine Freude machen
  • langfristig ein positiveres Klima schaffen

In diesem Text bekommst du ein paar konkrete Random Acts of Kindness-Ideen. Viel Spaß!

Worüber kannst du dich freuen?

Geh mit offenen Augen durch dein Leben und beobachte, was dir ungeplant Freude bereitet. Vielleicht ist es ein Straßenmusikant, vielleicht ein mit Yarn-Bombing verschönertes Straßenschild oder eine Blume, die am Straßenrand blüht. Auch wenn du kein begnadeter Musiker oder Künstler bist, gibt es vielleicht etwas, womit du die Welt verschönern kannst. Pflanze Blumen auf brachliegende Verkehrsinseln, beseitige den Müll auf einem Spielplatz oder schreib mit Kreide ein Gedicht auf den Gehsteig. Random Acts of Kindness sind nicht klar definiert. Du kannst selbst bestimmen, wie und wo du nett sein willst. Einzige Bedingung ist, dass es nicht zielgerichtet ist und du keine Gegenleistung erwarten kannst.

Straßenmusiker

Geld stinkt nicht

Die einfachste Art, jemandem den Tag zu verschönern, ist einen Glücks-Cent fallen zu lassen. Das kann in der Fußgängerzone sein oder in der Bücherei. Hauptsache dein Geschenk wird gefunden und vorher nicht zu schmutzig. Du kannst auch auf Fensterbrettern oder Geländern Geld liegen lassen, je nachdem wie zufällig der Fund wirken soll.
Andere Geschenke müssen ein wenig besser durchdacht werden. Süßes ist zwar lecker, aber auch ein wenig heikel. Tiere könnten sich darüber hermachen oder ein misstrauischer Mensch zur Mülltüte greifen. Du kannst zum Beispiel ein Gedicht oder einen netten Brief in ein Kuvert packen und es mit „Für Dich“ adressieren. In Folie eingepackt kannst du deine freundlichen oder inspirierenden Worte auf einer Bank oder an einer Stange deponieren. Was auf alle Fälle und auch für Menschen ohne poetische Ader funktioniert, sind Lotterietickets.

Für andere mitbezahlen

Überall, wo du einen festen Eintrittspreis oder für bestimmte, festgelegte Angebote zahlst, ohne dass du vorher reservieren musst, kannst du einfach für den nächsten Besucher mitbezahlen. In einigen Coffee-Shops sind „Suspended Coffees“ bereits üblich, in deinem Museum um die Ecke wirst du dagegen erst noch erklären müssen, warum du das machst. Vielleicht beschließt der Laden ja daraufhin, mit einem Schild darauf hinzuweisen, dass man es dir gleichtun kann. Dann spricht sich die Sache herum, mehr Menschen gehen ins Museum, die sich das normalerweise nicht leisten können, und alle haben was davon.

Für andere gezielt einkaufen

In vielen Großstädten gibt es Lieferdienste für fast alles. Damit kannst du Menschen eine Freude machen, die kein Dach über dem Kopf haben. Der erste Schritt ist herauszufinden, was ein Obdachloser gerade braucht. Schuhe? Eine Decke? Etwas zu essen? Schon allein diese Unterhaltung kann ein Akt der Nächstenliebe sein. Als Nächstes suchst du dir einen Lieferdienst, der noch am gleichen Tag liefert, und lässt dir das Benötigte schicken. Manchmal kannst du es sogar direkt an die Straßenecke liefern lassen. Hier gibt es ein Video, wie das funktioniert:

Weihnachtsmann spielen

Auf der Wunschzettel-Suche von Amazon kannst du nach beliebigen Namen suchen und einen Blick auf die Wunschzettel werfen, die von den jeweiligen Leuten angelegt wurden. Wenn du dich wie wir für andere Menschen interessierst, dann findest du es bestimmt auch spannend, ein wenig in den Wünschen anderer Menschen herumzuschnüffeln. Wenn du dabei auf etwas stößt, das du unterstützenswert und sinnvoll findest, muss derjenige nur noch seine Lieferadresse angegeben haben. Dann kannst du ihm etwas schicken. Wenn du nicht willst, dass die so beschenkte Person völlig im Unklaren darüber ist, von wem das Geschenk kommt und warum es geliefert wurde, kannst du ein paar Worte darüber schreiben, dass es sich um einen Random Act of Kindness handelt.

Manieren wie von Knigge persönlich

Stühle zurechtrücken, Türen aufhalten, Komplimente machen: Es ist noch gar nicht lange her, da war das selbstverständlich. Heute muss man zugegebenermaßen ein wenig aufpassen, nicht für einen Concierge oder einen Gigolo gehalten zu werden, wenn man zu anderen nett ist. Hier macht der Ton die Musik. Nutze die Gelegenheit, das Personal an der Kasse oder hinter dem Tresen zu fragen, ob sie einen guten Tag hatten, oder biete den Leuten, die mit dir im Abteil sitzen, auch was von deinen Bonbons an.

Kriminell nett?

Wenn du konsequent auf Random Acts of Kindness setzen willst, solltest du dich mit anderen zusammentun. Tausche dich mit ihnen über ihre Ideen aus und informiere dich darüber, wo es Probleme geben könnte. Für andere Tageskarten kaufen und sie an den Automaten kleben? Nette Idee, aber in der Regel durch die Tarifbestimmungen verboten. Dort wird eine Weitergabe ausgeschlossen, egal ob gegen Bezahlung oder gratis.


Auch bei allem, was auf fremdem Eigentum stattfindet, solltest du vorsichtig sein. Das Schlagloch ist mit einer Blume wahrscheinlich viel schöner und sicherer, aber der zuständige Beamte könnte das als Beleidigung missverstehen …

Hast du auch ein paar Random Acts of Kindness-Ideen? Oder gehören zufällige Akte der Freundlichkeit schon fast zu deinem Alltag? Dann berichte uns davon in einem Kommentar.

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Random Acts of Kindness erklärt - Liebe und Familie 3. März 2019 - 20:12

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