Olivenöl ist gesund: Alles über Sorten, Lagerung und Inhaltsstoffe.

Veröffentlicht am 26. Juli von Thorben Grünewälder in Essen & Trinken

Seit Jahrtausenden verfeinert es unsere Speisen: Olivenöl ist die Grundlage für jedes Dressing und ein perfekter Butterersatz beim Braten und Rösten. Auch die Gesundheit soll vom regelmäßigen Verzehr des Öls profitieren. Doch woran erkenne ich hochwertige Olivenöle und ist die positive Wirkung auf den Körper wirklich erwiesen? Wir geben Dir Antworten.

Woher stammt Olivenöl?

Experten schätzen, dass die Menschen seit etwa 8.000 Jahren Öl aus Olivenkernen pressen. Funde aus dieser Zeit stammen aus Gibraltar, der Ägäis und dem Nahen Osten. Verwendet wurde das Öl in der Antike für die Kosmetik der reichen Oberschicht, für die Verfeinerung verschiedener Speisen oder als Massageöl. Auch bei der Krankensalbung oder bei Bestattungen fand es Verwendung.

Spanien ist Weltmeister.

Durch das Handelsnetz des römischen Imperiums, wurde das kostbare Olivenöl bis in weit entfernte Provinzen wie Britannien oder das südliche Germanien geliefert. Die Olive ist eine typische Mittelmeerfrucht und wird auch heute vor allem in südeuropäischen Ländern wie Griechenland, Italien oder Spanien produziert und verzehrt. Hauptproduzent ist Spanien mit rund 1.636.000 Tonnen pro Jahr. Damit stammt weltweit jeder fünfte Liter Olivenöl aus spanischer Produktion. Weitere kleine Anbaugebiete sind Australien, Japan, Südamerika oder Marokko.

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Wie viel Olivenöl verbrauchen die Deutschen?

In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund einem halben Liter Olivenöl pro Jahr – Tendenz steigend. Andere europäische Länder sind da schon weiter. Spanier und Italiener verbrauchen deutlich über 10 Liter im Jahr. Die Griechen lieben ihr Öl sogar noch mehr. Sie kommen auf über 15 Liter Olivenöl pro Jahr.

Wie viele Sorten Olivenöl gibt es?

Allein im Mittelmeerraum gibt es mehr als eintausend Olivensorten. Allerdings sind bei weitem nicht alle Sorten auch für die Olivenproduktion geeignet. Dies trifft nur auf rund 850 Sorten zu. Dabei ist jede Region stolz auf ihre eigenen Erzeugnisse. Kenner behaupten, dass sogar die salzige Meeresbrise einen Einfluss auf die Wuchsrichtung der Olivenbäume und den Geschmack der Oliven hat.

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Olivenöl schickt unsere Geschmacksnerven in den Urlaub.

Woran erkenne ich gutes Olivenöl?

Gute Olivenöle haben eine grasige Note und schmecken entsprechend frisch. Mildes Olivenöl ist sehr weich am Gaumen. Sogenanntes „mittleres Olivenöl“ besitzt eine leichte Pfeffer-, Tomaten- oder Mandelnote. Das klassische Olivenöl schmeckt sehr intensiv nach Olive und Mandelbitter.

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Gute Produkte findest Du auch im Discounter.

Wer ein sehr vollmundiges Olivenöl haben möchte, sollte zu einem sortenreinen Produkt greifen. Qualitativ hochwertiges Olivenöl findest Du übrigens nicht nur im Feinkostladen. Auch Supermärkte und Discounter bieten gute Produkte für einen fairen Preis. Hier noch einige Tipps, wie Du ein gutes Olivenöl von schlechten unterscheidest:

Die Herkunft: Gute Olivenöle stammen aus einer bestimmten Region. Verzichte also auf Mischungen, die Öle aus verschiedenen Ländern „mixen“. Diese sind oft gestreckt.

Das Siegel: Bekannte Qualitätssiegel wie die „Geschützte Ursprungsbezeichnung“, ein seriöses Bio-Siegel oder Siegel der Anbauverbände Demeter und Naturland sind ebenfalls hilfreich bei der Auswahl.

Nativ und extra Nativ: Diese Kennung bedeutet, dass das Öl naturbelassen, rein und von besonderer Qualität ist. Achte auch darauf, dass der Säuregehalt des Öls nicht über 0,8 Prozent liegt.

Was bedeutet „kalt gepresst“?

Die Hinweise Olivenöl kaltgepresst oder kaltextrahiert sind keine besonderen Qualitätsmerkmale, sondern vielmehr Standard in der heutigen Olivenöl-Herstellung. Vielmehr wurden bei der Verarbeitung der Oliven die 27 Grad nicht überschritten. Denn ab dieser Temperatur, leidet die Qualität des Olivenöls und mindert den Geschmack.

Darf Olivenöl erhitzt werden?

Viele von uns verwenden das Öl zum Braten von Fisch, Fleisch und Gemüse. Die Frage, ob Olivenöl erhitzt werden darf, scheint sich also gar nicht zu stellen. Allerdings ist in den letzten Jahren immer wieder behauptet worden, das Öl eigne sich nicht zum Braten, dürfe gar nicht erhitzt werden und würde Oxidation fördern und so Krebs verursachen. Stichhaltige Studien die diese Behauptungen belegen, gibt es allerdings nicht. Wenn Du aber unsicher bist, verwende für das Kochen und Braten mit extrem heißen Temperaturen lieber Butter oder Kokosfett.

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Mittelmeerländer wie Italien produzieren das meiste Olivenöl.

Ist Olivenöl wirklich so gesund?

Der Genuss von Olivenöl hat erwiesenermaßen zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Olivenöl ist gut für Dein Blut: Die im Olivenöl enthaltenen Polyphenole sorgen für den typischen Geschmack des Öls und schützen den Körper gleichzeitig vor Oxidationsprozessen. Der Blutdruck sinkt und der Cholesterinspiegel auch. Daher hat Olivenöl den Ruf, die Herzgesundheit zu unterstützen.

Der perfekte Begleiter für eine gesunde Ernährung.

Olivenöl wird aber vor allem zum Verfeinern gesunder Speisen wie Fisch oder Gemüse verwendet und ist wichtiger Bestandteil der Mittelmeerdiät. Es könnte also sein, dass die positive Wirkung des Öls auf die Gesundheit auch etwas mit seiner Verwendung auf gesunden Speisen zu tun hat. Gemüse und Fisch sollten daher gemeinsam mit einem guten Olivenöl häufig auf Deinem Speiseplan stehen.

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Wie lagere ich Olivenöl?

Lagere das Öl an einem dunklen, kühlen Ort. Perfekt geeignet ist Dein Keller oder ein verschlossener Küchenschrank. Schütze das Öl vor der Sonne. Sonst wird es schnell flockig und ranzig. Deshalb wird Olivenöl für den Verkauf in dunkle Glasflaschen oder lichtundurchlässige Metallkanister abgefüllt.

Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Wir empfehlen Dir, Olivenöl innerhalb von 12 bis 18 Monaten aufzubrauchen. Bei einer klugen Aufbewahrung an einem dunklen, kühlen Ort, hält sich Olivenöl ohne Qualitätsverluste weitaus länger. Unser Tipp: Olivenöl wird mit der Zeit milder. Wenn Dir Dein Olivenöl anfangs zu kräftig schmeckt, lasse es einfach ein paar Monate luftdicht verschlossen, kühl und dunkel ruhen.

Ist Olivenöl ein gutes Hausmittel?

Olivenöl ist ein echter Allrounder. Neben der Verfeinerung von Speisen und Dressings, ist es auch gut für die Haut und die Haare. Trockene Hände, die mit Olivenöl eingecremt werden, erholen sich sehr schnell und bleiben länger angenehm weich. Auch trockene Haare mit Spliss können durch eine Anwendung mit Olivenöl wieder an Kraft und Glanz gewinnen. Olivenöl ist auch ein tolles Mittel gegen Schuppen. Das Öl spendet Deiner Kopfhaut Feuchtigkeit und sie hört wieder auf zu jucken. Damit das Olivenöl seine Aufgabe erfüllen kann, solltest Du es über einen längeren Zeitraum einwirken lassen.

Kurz gesagt:

Ein gutes Olivenöl gehört in jeden Haushalt. Es ist gesund, verbessert den Geschmack vieler Gerichte und hat sich auch als Hausmittel bewährt. Achte auf eine hohe Qualität und eine passende Lagerung. So hast Du lange Freude an Deinem Olivenöl.

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