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Küchenkräuter für die Fensterbank

von Thorben Grünewälder
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Küchenkräuter auf der Fensterbank

Dein Essen schmeckt fade und Du wünscht Dir mehr Abwechslung? Dagegen ist ein Kraut gewachsen. Küchenkräuter wie Basilikum, Petersilie oder Thymian verwandelst Du langweilige Mahlzeiten in köstliche Gerichte. Wir zeigen Dir, wie Du Deine Küchenkräuter ganz einfach auf der Fensterbank ziehen und pflegen kannst.

Welche Küchenkräuter gibt es?

Für eine ansehnliche Sammlung frischer Kräuter benötigst Du keinen großen Garten. Die eigene Fensterbank reicht meist völlig aus. Ob mediterrane Kräuter oder heimische Gewächse: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. In Deutschland besonders beliebt sind:

  • Basilikum
  • Dill
  • Kresse
  • Liebstöckel
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Oregano
  • Pfefferminze
  • Salbei
  • Thymian
  • Rosmarin

Welche Küchenkräuter sind besonders gesund?

Frischen Basilikum kennen wir aus der italienischen Küche. Die typische italienische Vorspeise Caprese mit Tomaten und Mozzarella wird erst durch die grünen Blätter so richtig lecker. Doch wusstest Du, dass Basilikum auch gegen Verstopfungen und Magenprobleme hilft? Mit Dill verfeinern wir gerne Fischgerichte oder den Gurkensalat. Dill ist bereits seit der Antike als Heilpflanze bekannt und hilft unter anderem gegen Blähungen. Minze steckt nicht nur in Kaugummis, sondern ist auch als Teeaufguss beliebt. Minze hilft gegen Reiseübelkeit, Schwindel und Müdigkeit. Auch klassische Küchenkräuter wie die gute alte Kresse haben einen gesundheitlichen Nutzen. Sie senkt den Blutdruck und hat auch positive Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel.

Heilpflanzen & Kräuter: Bestimmen, Sammeln, Anwendung und Wirkung
  • 320 Seiten - 09.01.2017 (Veröffentlichungsdatum) - Delphin (Herausgeber)

Wo stehen Küchenkräuter am besten?

Küchenkräuter aus dem Supermarkt sind in der Regel auf schnelles Wachstum und nicht auf lange Haltbarkeit gezüchtet. Denn beim Transport aus dem Gewächshaus zum Händler verbringen die kälteempfindlichen Pflanzen ein bis zwei Tage im Kühlhaus. Wer dauerhaft Freude an Basilikum, Petersilie und Schnittlauch haben möchte, sollte die Kräuter selbst anpflanzen. Die Kräuter benötigen wie die meisten Pflanzen viel Licht für ein gesundes Wachstum. Doch nicht alle Küchenkräuter müssen so intensiv von der Sonne verwöhnt werden. Liebstöckel, Schnittlauch und Basilikum fühlen sich auf Fensterbänken am wohlsten, die nach Osten oder Norden ausgereichtet sind. Die pralle Sonne schadet Ihnen eher. Rosmarin, Salbei, Thymian und Oregano hingegen bevorzugen einen Standort mit Blickrichtung Westen oder Süden. Sie brauchen viel Licht und Wärme.

Kräuter

Kräuter bereichern jede Küche.

Welcher Topf eignet sich für Küchenkräuter?

Mindestens genauso wichtig ist die richtige Wahl der Gefäße. Das Angebot unterschiedlicher Töpfe ist riesig und eigentlich sind fast alle Materialien geeignet. Entscheide Dich aber auf jeden Fall für solche mit Wasserreservoir. Tontöpfe sind hingegen nicht empfehlenswert, da ihre poröse Schicht zu viel Wasser verdunsten lässt. Du musst also häufiger gießen. Auch wenn es wenig umweltfreundlich klingt – kein anderes Material ist so flexibel wie Kunststoff. Es sind viele Formen und Farben möglich. Kunststoff ist leicht und einfach zu handhaben. Außerdem musst Du nicht so oft gießen wie bei Tontöpfen. Zu fast jedem Modell gibt es passende Untersetzer, die im Gegensatz zu Gefäßen aus Ton wirklich wasserdicht sind. Wer nicht auf die schöne Optik von Terrakotta verzichten möchte, nutzt sie ganz einfach als Übertopf.

Welche Erde brauchen die Kräuter?

Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ton, Torf und Langzeitdünger, der drei bis vier Wochen hält. So werden die Kräuter optimal mit allen Nährstoffen versorgt und es reicht, wenn Du die sie alle zwei Wochen flüssig düngst. Ein idealer Dünger und sehr natürlich ist Guano. Das Wort „Guano“ stammt auf der Inkasprache und bedeutet „Dung“. Es handelt sich dabei um den Kot verschiedener Vogelarten, der sehr viel Stickstoff und Phosphate enthält. Guano ist außerdem reich an Kalium und Kalzium. All diese Stoffe sind für Pflanzen lebenswichtig und sorgen für ein gesundes Wachstum.

Basilikum

Basilikum gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern.

Wie oft müssen Kräuter gegossen werden?

Täglich. Kräuter, die wie Basilikum gerne auf der Sonnenseite stehen, sollten am besten morgens und abends gegossen werden. Ertränke die Kräuter aber nicht, sonst droht Fäulnis. Wenn Du nur einmal am Tag gießen möchtest, solltest Du dies direkt am Morgen tun. Eine Faustregel besagt, dass man täglich rund zehn Prozent des Topfvolumens gießen sollte. Bei handelsüblichen Topfgrößen sind das etwa hundert Milliliter. Für Petersilie und Basilikum ist diese Wassermenge optimal. Bei Schnittlauch darf es auch etwas mehr sein: Bis zu 150 Milliliter verträgt er gut.

Was sind Mini-Gewächshäuser?

Du möchtest bereits Ende Februar mit der Aussaat von Kräutern beginnen? Dann sind kleine Gewächshäuser für die Fensterbank eine praktische Lösung. Diese Frühbeetkästen sind häufig mit einer Plastikabdeckung ausgestattet. So herrscht eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit. Dank ihrer Form und Größe finden die Mini-Gewächshäuser auf jeder Fensterbank Platz.

Zimmergewächshaus Mini Gewächshaus Treibhaus Anzucht Pflanztöpfe Aufzucht Frühbeet
  • ideal zur Anzucht von Stecklingen und Samen
  • bestehend aus Schale, Einsatz und Oberteil
  • Schale mit 24 Fächern

Wie kann ich Küchenkräuter konservieren?

Wer den Kräuterduft des Sommers in den Herbst und Winter mitnehmen möchte, sollte jetzt beginnen, Kräuter zu konservieren. Die klassische Methode, Kräuter zu konservieren, ist, sie im luftigen Schatten zu trocknen. So wird das Wasser langsam entzogen, und die Kräuter können nicht schimmeln. Zum Trocknen besonders gut geeignet sind: Bohnenkraut, Liebstöckel, Dill, Majoran, Minze, Oregano, Rosmarin, Thymian, Salbei und Zitronenmelisse. Dieser Vorgang dauert etwa drei Wochen. Doch Vorsicht: zu dick gebündelte Sträuße trocknen schlecht und können faulen. Schneller geht es, wenn Du Deine Kräuter im Ofen bei etwa 35 Grad Celsius und leicht geöffneter Tür trocknest. Klemme dazu einfach einen Kochlöffel in die Ofenklappe. Der entstehende Wasserdampf kann so entweichen. Dieser Vorgang kann einige Stunden dauern. Und auch hier solltest Du warten, bis die Kräuter richtig trocken sind und rascheln. Übrigens: Alle bekannten Küchenkräuter, mit Ausnahme der Kresse, lassen sich trocknen.

Kurz gesagt:

Küchenkräuter duften gut und bereichern jedes Gericht. Ob Gurkensalat, Fisch oder der Sonntagsbraten: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Achte auf das richtige Licht, genügend Wasser und natürliche Erde. So bleiben Deine Kräuter lange frisch und Du kannst sie bei Bedarf trocknen. Wir wünschen Dir viel Spaß mit Deinem Kräutergarten auf der Fensterbank.

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