Ist Tee gesünder als Kaffee?

Veröffentlicht am 18. Juli von Thorben Grünewälder in Essen & Trinken

Ob im Büro, auf der Baustelle oder beim gemütlichen Beisammensein mit Freunden und Familie: Kaffee oder Tee sind unsere heißen Begleiter für den Alltag. Doch wie gesund sind die Getränke wirklich und welche Sorten sollte ich lieber im Regal stehen lassen? Wir haben für Euch den Verkoster gespielt.

Kaffeekanne und Tee sowie Zucker und Milch
Tee oder Kaffee? An dieser Frage scheiden sich die Geister.

Tee oder Kaffee: Reine Geschmackssache?

Ostfriesen und Briten lieben ihren Tee. Auch Inder, Chinesen, Japaner und andere Asiaten ziehen ihn dem Kaffee vor. Die Italiener hingegen, haben ihre ganz eigene Kaffeekultur entwickelt und schwören auf ihren Espresso am Nachmittag. Ob jemand lieber Tee oder Kaffee trinkt ist also auch eine Frage der Gewohnheit und gesellschaftlichen Prägung. Auch die Jahreszeit entscheidet häufig darüber, welches Getränk wir in unsere Tasse fließen lassen. Im Winter trinken die Deutschen deutlich mehr Tee als Kaffee. In den warmen Monaten ist es umgekehrt.

Grüner Tee hat viele gesunde Inhaltsstoffe.

Wie gesund ist Tee wirklich?

Grüner Tee verfügt über besonders viele Catechine. Catechine sind sekundäre Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien freie Radikale im Körper fangen und die Gesundheit fördern. Im Grüntee bestehen 30 bis 40 Prozent der trockenen Blattmasse aus Catechinen. Catechine kommen bei den meisten anderen Nahrungsmitteln nur in geringen Konzentrationen vor. Doch was bewirken die Stoffe im Tee genau? Und wieso sind grüner und schwarzer Tee so gesund?

  • Sie senken nachweislich den Blutdruck.
  • Sie bekämpfen Entzündungen im Körper.
  • Das Herzkreislauf-System profitiert ebenfalls von den Catechinen. Grüner Tee senkt erwiesenermaßen das Risiko am plötzlichen Herztod zu sterben.
  • Grüner und schwarzer Tee beugen verschiedenen Krebsarten wie Darmkrebs oder Magenkrebs vor.
  • Wer regelmäßig grünen oder schwarzen Tee trinkt stärkt sein Immunsystem und hat weniger Probleme mit Erkältungen oder Grippe.
  • Grüner Tee pusht den Stoffwechsel. Wir verbrennen mehr Fett und verlieren schneller an Gewicht.
  • Bei nervösem Darm wirkt grüner Tee stopfend, bei Verstopfungen aber anregend.
  • Der Tee soll auch bei Heuschnupfen wirken und den Appetit zügeln.
  • Die Catechine sind gut für die Mundflora und das Zahnfleisch. Besonders Zahnfleischbluten wird so sanft vorgebäugt. Grüner Tee wirkt auch gegen Karies.

Ist grüner Tee gesünder als schwarzer Tee?

Beide Teesorten stammen von den Blättern der gleichen Pflanze. Der Unterschied liegt in der Bearbeitung der Blätter: Damit grüner Tee entsteht, trocknen sie nur. Für schwarzen Tee werden die Blätter dagegen maschinell gerollt und zerkleinert: Die Fermentation verleiht dem schwarzen Tee seine dunkle Farbe und verleiht ihm seinen charakteristischen Geschmack. Während Schwarztee also fermentiert wird, bekommt die grüne Variante nach dem Pflücken einer behutsamere Behandlung: Dadurch bleiben viele natürliche Inhaltsstoffe in den Blättern erhalten.

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Wie sollte ich den Tee kochen?

Gar nicht. Zumindest Grüntee sollte nicht über 70 Grad erhitzt werden. Ansonsten gehen viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Auch der Geschmack leidet. Ob Du lose Teeblätter oder Teebeutel verwendest, spielt übrigens keine Rolle. Die Dosierung per Beutel ist einfacher, lose Teeblätter haben dafür einfach mehr Stil. Achte darauf, möglichst weiches und wenig kalkhaltiges Wasser zu verwenden. Ein guter Wasserfilter kann Dir dabei helfen, den Geschmack Deines Tees deutlich zu verbessern. Ansonsten kannst Du aber normales Leitungswasser benutzen. Deutsches Leitungswasser hat eine sehr hohe Qualität und ist gesundheitlich völlig unbedenklich.

Schwarzer Tee wird gerne in Ostfriesland getrunken.

Ist Kaffee eine gesunde Alternative zu Tee?

Natürlich trinken auch viele gesundheitsbewusste Menschen lieber Kaffee als Tee. Auch Kaffee hat sich in einigen Studien als gesundheitsförderlich herausgestellt. Das Problem: Kaffee enthält wesentlich mehr Koffein (beim Tee ist es Tein) und kann daher für nervöse Unruhe, Anspannung und ein zitteriges Gefühl sorgen. Kaffee steht auch in Verdacht, bei einigen Personen Panikattacken zu begünstigen. Wenn Du also eh unruhig bist, verzichte lieber auf Kaffee oder schränke den Konsum stark ein.

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Hat Kaffee eine gesundheitsfördernde Wirkung?

Früher hieß es, dass Kaffeetrinker eine kürzere Lebenserwartung haben. Diese Annahme ist mittlerweile überholt. Kaffeetrinker sind oft gleichzeitig Raucher und haben mehr Stress. Das hat nicht direkt etwas mit dem Kaffeekonsum zu tun, trug aber dazu bei, dass frühere Untersuchungen zu dem Schluss kamen, dass Kaffee ungesund sei. Aktuell sind wieder viele Studien im Umlauf, die das Gegenteil nahe legen und zeigen, dass moderater Kaffeekonsum gesund ist. Die Vorteile im Einzelnen:

  • Kaffee regt die Verdauung an.
  • Kaffee enthält Antioxidantien, die ähnlich wie die Catechine im Tee freie Radikale einfangen.
  • Kaffee schützt die Leber.
  • Er kurbelt den Stoffwechsel an und sorgt für eine verbesserte Fettverbrennung.
  • Kaffee steigert die Konzentration.

Sollte ich bei Bluthochdruck lieber keinen Kaffee trinken?

Der Effekt auf den Blutdruck ist nicht allzu groß: Laut der Deutschen Herzstiftung steigt der Blutdruck für maximal 30 Minuten um zirka 10 bis 20 mmHG an. Bei regelmäßigem Konsum fällt der Anstieg sogar noch schwächer aus. Wenn Du unter starkem Bluthochdruck leidest, solltest Du aber dennoch lieber einen Arzt fragen.

Kaffee
Beim Kaffee ist die Röstung entscheidend.

Wie bereite ich Kaffee richtig zu?

Grüne Kaffeebohnen enthalten verschiedene Stoffe. Doch.erst durch die Röstung entstehen daraus wertvolle Antioxidantien. Werden die Bohnen jedoch zu stark geröstet, zerstört das die Antioxidantien wiederum. Eine hellbraune Röstung ist daher gesünder als eine dunkle. Du solltest die Kaffeebohnen außerdem vor Licht schützen und luftdicht verstauen. So bleiben die Bohnen länger frisch und behalten ihre gesunden Bestandteile. Auch der Geschmack wird so besser erhalten. Ganze Bohnen sind übrigens gesünder als gemahlener Kaffee. Denn sie enthalten mehr Antioxidantien.

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Wie sollte ich meinen Kaffee trinken?

Auf Zucker verzichtest Du besser. Er macht viele gesundheitliche Vorteile des Kaffees wieder zunichte. Wenn Du etwas Geschmack hinzufügen möchtest, verwende Milch. Zwar reduziert sie den Anteil an Antioxidantien, ist aber nicht so ungesund wie der Zucker. Am gesündesten ist der Kaffee natürlich, wenn Du ihn schwarz genießt. Meistens erfordert dies nur ein wenig Gewöhnung und schon bald, wirst Du ihn gar nicht mehr anders trinken wollen.

Kurz gesagt:

Grüner Tee ist eines der gesündesten Getränke überhaupt. Er fördert beugt vielen Krankheiten vor, hilft Dir beim Abnehmen und ist in vielen verschiedenen Sorten erhältlich. Schwarzer Tee ist ebenfalls sehr gesund, hat allerdings nicht den gleich hohen Anteil an Antioxidantien. Kaffee solltest Du nur trinken, wenn Du mit Koffein keine Probleme hast. Zwei bis drei Tassen am Tag sind völlig in Ordnung. Mehr Kaffee kann allerdings zu nervöser Unruhe und Magenverstimmungen führen.

 

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