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Chaos im Kinderzimmer beseitigen: 10 Tipps für mehr Ordnung

von Philipp Senge
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unaufgeräumtes, unordentliches Kinderzimmer

Kinderzimmer und Ordnung sind für dich zwei unvereinbare Begriffe? Dann geht es Dir wohl so wie den meisten Eltern. Das Ordnungsempfinden von Kindern scheint überhaupt nicht zu dem zu passen, was Erwachsene unter Ordnung verstehen. Das zeigt sich spätestens dann, wenn es heißt „Räum dein Zimmer auf“! Kaum ein anderer Satz stößt bei Kindern auf so viel Unverständnis, Ablehnung und Missmut. Die folgenden Tipps machen es Dir und Deinen Kindern einfacher im Kinderzimmer Ordnung zu schaffen und zu halten!

So hilfst Du Deinem Kind, Ordnung zu schaffen und zu halten!

1. Räume gemeinsam mit deinem Kind auf

Gerade kleine Kinder sind oft völlig überfordert, wenn sie das Durcheinander von Bausteinen, Kuscheltieren und Puppen in ihrem Zimmer beseitigen sollen. Sie wissen einfach nicht, wo sie anfangen sollen.

Die Chancen auf Ordnung im Kinderzimmer steigen rapide, wenn Du mit Deinem Kind gemeinsam aufräumst. Zum einen nimmst Du damit Deinem Kind natürlich einen Teil der Arbeit ab. Zum anderen wirst Du aber vermutlich ganz automatisch den zweiten Tipp befolgen: Sei konkret!

Wenn Deine Kinder schon größer sind, dann lies unseren Artikel: Chaos im Jugendzimmer – 10 beste Tipps für mehr Ordnung.

2. Sei konkret

Die Anweisung „Räum Dein Zimmer auf“ ist für einen Vierjährigen, der nur im Hier und Jetzt lebt, zu komplex. Sie ist sehr umfangreich und besteht außerdem noch aus vielen einzelnen Teilaufgaben. Viel verständlicher sind für Dein Kind Aufgaben wie: „Räum die Bausteine in die Kiste“ oder „Leg die Buntstifte in die Schachtel“.

Wenn Du Tipp 1 befolgst, wirst Du Deinem Kind ganz von alleine solche Teilaufgaben geben. Noch besser klappt es, wenn Ihr dann um die Wette aufräumt: „Ich räum die Kuscheltiere ein und Du die Bausteine. Mal sehen, wer zuerst fertig ist!“ So macht das Aufräumen gleich noch viel mehr Spaß.

3. Mache es Deinem Kind einfach

Damit Dein Kind eigenständig aufräumen kann, braucht es geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten. Das macht es Deinem Kind einfacher. Das können Kisten, Körbe oder Kartons sein. Wofür Du Dich entscheidest, ist egal. Die Behälter müssen auf jeden Fall groß genug sein, damit wirklich alles rein passt – und zwar ohne Trick 17! Beschrifte die Kisten oder klebe ein Bild vom Inhalt drauf. Auch unterschiedliche Farben haben sich bewährt. Zum Beispiel so: Lego kommt in die rote Kiste, Playmobil in die grüne und die Puppen in den großen Korb.

Alle Spielsachen sollten außerdem einen Platz haben, den Dein Kind gut erreichen kann. Puppen auf der Schrankkante mögen für Erwachsene nett aussehen. Dein Kind wird sie dort aber nicht alleine hinräumen können.

Manchmal lassen sich nicht alle Spielsachen ausschließlich in Kinderhöhe unterbringen. Es gibt aber immer Spielzeug, das Deine Kinder nur manchmal benutzen. Da reicht es dann, wenn die Eltern das Spielzeug rausholen und anschließend wieder wegräumen müssen. In Kinderhöhe sollte alles verstaut sein, was Deine Kinder regelmäßig benutzen. Sonst riskierst Du am Ende Frust und waghalsige Klettermanöver.

4. Eine Krims-Krams-Kiste muss sein

Kisten sind praktisch, um das Spielzeug zu sortieren. Du solltest deinem Kind aber immer auch eine Krimskrams-Kiste anbieten. Da kommt alles rein, was nicht in die anderen Kisten passt: Überraschungseier-Figuren, Flummis, 3D-Brillen. Auf diese Weise verschwinden auch diese Sachen schnell und unkompliziert, ohne dass Dein Kind viel nachdenken muss.

Bausteine liegen durcheinander auf dem Fußboden

Chaos im Kinderzimmer – Schmerzhaft, wenn man hier drauf tritt!

5. Einigt Euch auf „Schutzgebiete“

Wie begeistert bist du, wenn du dein Tageswerk zunichtemachen sollst? Vermutlich gar nicht. Dein Kind sieht das genauso, wenn es die Ritterburg aus Bauklötzen, den Bauernhof mit all den Schleichtieren oder das Riesen-Ufo aus Lego wegräumen soll. Da stecken viel Arbeit und Herzblut drin.

Einige Dich mit Deinem Kind auf „Schutzgebiete“. Ein Schutzgebiet kann ein Fach im Regal sein, wo alle wichtigen Legobauwerke reinkommen. Oder ein Bauteppich, auf dem der Schleichtier-Bauernhof oder die Murmelbahn stehen bleiben darf. Schließlich möchte Dein Kind morgen damit weiterspielen. 

6. Regelmäßig entrümpeln

Der Spielzeugbestand Deines Kindes wächst vermutlich schneller als Du gucken kannst. Entrümpel daher regelmäßig. Was kaputt ist oder wofür Dein Kind zu alt geworden ist, kommt raus. Du musst es ja nicht gleich wegschmeißen. Es reicht erst einmal, wenn es aus dem Kinderzimmer verschwindet. Das schafft Platz für andere Spielsachen und zum Spielen.

Am besten entrümpelst Du zusammen mit Deinem Kind. Es weiß genau, was es noch braucht. Außerdem lernt Dein Kind auf diese Weise, selber zu entscheiden und sich von unnützen Sachen zu trennen.

7. Immer nur ein Spielzeug

Aus dem Kindergarten kennt Dein Kind wahrscheinlich die Regel: „Bevor du ein neues Spielzeug nimmst, räumst du das andere weg!“ Führe diese Regel auch zuhause ein. Das scheint für Kinder in den eigenen Wänden immer deutlich schwieriger zu sein als im Kindergarten. Aber ihr könnt ja daran arbeiten.

8. Jeden Tag ein bisschen

Jeden Tag ein bisschen aufzuräumen ist auch für Kinder einfacher, als einmal pro Woche ein Riesen-Chaos zu beseitigen. Zum Beispiel könnt Ihr jeden Abend ein bisschen aufräumen. Oft reicht es ja schon, wenn Ihr das gröbste Chaos beseitigt.

9. Aufräumplan und Regeln

Wenn Deine Kinder größer und selbstständiger werden, brauchst Du nicht mehr jedes Mal mitzumachen. Stell mit Deinem Kind einen Aufräumplan auf, den es dann eigenständig abarbeiten kann. Das hilft ihm, dass es nichts vergisst.

Wenn Dein Kind zum Teenager wird und zu pubertieren beginnt, scheinen alle Bemühungen vergebens gewesen zu sein. Dann bricht wieder das pure Chaos aus. Dagegen hast Du kaum eine Chance und das ist auch normal so. Einigt Euch am besten auf ein paar einfache Grundregeln. Eine Regel könnte lauten: „Kein schmutziges Geschirr oder Essensreste im Zimmer!“ oder „Keine dreckige Wäsche im Zimmer!“

10. Du hast Vorbildfunktion

So unangenehm es sein mag: Du hast Vorbildfunktion! Wenn Dein Schreibtisch im Chaos versinkt und die Küche ein Dauer-Schlachtfeld ist, wird Dein Kind es genau so machen. Es wird nicht einsehen, dass es aufräumen soll. Je mehr Ordnung du vorlebst, desto mehr Ordnung hält auch Dein Kind.

Kurz gesagt:

Wie so vieles müssen deine Kinder auch das Aufräumen erst lernen. Das ist schwieriger als wir Eltern manchmal glauben. Am besten unterstützt Du Dein Kind dabei, indem Du ihm ganz konkret hilfst. Außerdem solltest Du die notwendigen Voraussetzungen schaffen, damit Dein Kind selber aufräumen kann. Dadurch baust Du Widerstände bei Deinem Kind ab. Dabei hilft es immer, wenn Du Dich in die Situation deines Kindes versetzt.

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