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Alles über Babyschwimmen

von Lieselotte Wever
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Baby beim Babyschwimmen mit der Mama

Mit dem Baby ins Schwimmbad zum Babyschwimmen: Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Ist das nicht sowieso riskant? Schließlich bleibt noch genug Zeit zum Schwimmen, wenn das Kind etwas älter ist. Doch, Babyschwimmen lohnt sich. Warum, erfährst du hier. Lies weiter, und du wirst den Schwimmbadbesuch mit deinem Baby kaum erwarten.

Wie es zum Babyschwimmen kam

Babyschwimmen kam in den 1970er Jahren auf. Da das Wachstum der Kinder vor ihrer Geburt im Fruchtwasser stattfindet, sollte durch Babyschwimmen ihr vertrautes Gespür für den unbefangenen Aufenthalt in einer flüssigen Umgebung erhalten bleiben. Die Kleinen führen im Wasser instinktiv schlängelnde Körperbewegungen aus, ein Zeichen, dass sie das flüssige Milieu immer noch gewohnt sind. Babyschwimmen ist im Grunde Wassergymnastik. Spezielle babygerechte Tauchübungen sollten dabei das Gefühl von Sicherheit im Wasser zusätzlich festigen. Je früher Kinder am Babyschwimmen teilnehmen, desto besser. Andernfalls verlieren sie schließlich diese enge Verbundenheit mit dem nassen Element. Sie müssten sich dann bei späteren Schwimmbadbesuchen erst wieder an Wasser gewöhnen oder sogar inzwischen eingetretene Wasserscheu überwinden lernen.

Warum zum Babyschwimmen?

Babyschwimmen ist viel mehr als bloß gemeinsames Planschen gemeinsam mit deinem Kind. Ihr beiden werdet daran großes Vergnügen haben. Doch das ist nicht alles, denn Babyschwimmen ist schon für so kleine Kinder gesund und schult bei ihnen verschiedene wertvolle Fähigkeiten.

Babys und Schwimmen

Lernen so kleine Kinder tatsächlich schon schwimmen? Das ist oft der erste Gedanke zum Thema Babyschwimmen. Sollten Babys nicht lieber eine Reihenfolge einhalten: noch etwas wachsen, dann krabbeln, danach laufen und ein paar Jahre später schließlich schwimmen lernen? Beim Babyschwimmen geht es um anderes. Die Säuglinge erhalten dabei keinen Schwimmunterricht. Vielmehr geht es um den Aufenthalt im nassen Element jenseits von ihrer heimischen Babybadewanne. Sie sollen im Schwimmbad mit Mutter, Vater, Tante, Onkel oder einer anderen Bezugsperson und in der Gemeinschaft von weiteren Babys und ihren Angehörigen Zeit im Wasser verbringen und genießen.

Dein Kind wird sich im Wasser gleich wohl fühlen. Es kennt schließlich das Gefühl, im Wasser zu sein, noch von deiner Schwangerschaft her, als es im Fruchtwasser „schwamm“.

Wie Babyschwimmen Gesundheit und Entwicklung fördert

Körperlich, geistig und seelisch profitiert dein Kind sehr vom Babyschwimmen. Die Bewegung im Wasser ist ideal. Die Muskeln eines Babys befinden sich noch im Aufbau. Im der Freiheit des Wassers kann dein Kind Bewegungen ausführen, wie sie in dem Alter „an Land“ noch nicht möglich sind. Der Wasserdruck wiederum bildet einen Widerstand, der den kleinen Körper massiert und stärkt.

Die körperlichen Vorteile vom Babyschwimmen auf einen Blick:

  • Stärkung von Muskeln und Bindegewebe
  • Entwicklung des Bewegungsapparates
  • Anregung und Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Training des Atemsystems
  • Förderung der motorischen Fähigkeiten
  • Stärkung des Immunsystems
  • Schulung des Gleichgewichtssinns und Körpergefühls

Ebenfalls positiv wirkt sich Babyschwimmen auf die geistige und seelische Entwicklung von Kindern aus:

  • Steigerung der Wahrnehmungsfähigkeit
  • Erhöhung der geistigen Aufnahmefähigkeit
  • Balance von Entspannung und Aktivität
  • Abbau von überschüssiger Energie
  • viel Körperkontakt zwischen euch
  • Stärkung der Bindung zwischen deinem Kind und dir

Dürfen Kinder beim Babyschwimmen tauchen?

Vielleicht hast du schon Fotos von Kindern mit dem Kopf unter Wasser beim Babyschwimmen gesehen. Ist das nicht gefährlich? Erinnere dich daran, dass sich dein Baby monatelang in deinem Bauch komplett in Wasser befand. Auch wenn sich im Bauch keine Luft zum Atmen befindet, kommen Kinder mit einem angeborenen Atemschutzreflex zur Welt. Diesen Reflex behalten sie noch für ein paar weitere Monate nach der Geburt, wobei dieser Zeitraum unterschiedlich lang ausfällt. Durchschnittlich bleibt der Reflex bis zu einem Alter von etwa einem halben Jahr erhalten. Kommt das Gesicht deines Babys mit Wasser in Berührung, tritt der Atemschutzreflex in Aktion: Er stoppt die Atemfunktion deines Kindes, so dass kein Wasser in seine Atemwege gelangt. Deshalb dürfen so kleine Kinder auch schon tauchen.

Auf die Frage, ob Babys tauchen dürfen, gibt es trotzdem zwei Antworten:

  1. Ja: Du hast kontrolliert, dass der Atemschutzreflex bei deinem Baby noch aktiv ist, indem du sein Gesicht mit etwas Wasser benetzt. Außerdem hat dein kleiner Schatz sichtlich Freude daran.
  2. Nein: Du hast Zweifel, ob der Atemschutz bei deinem Kind noch sicher funktioniert. Deinem Baby macht der Kontakt mit Wasser im Gesicht anscheinend keinen Spaß oder es reagiert sogar mit Abwehr. Setzt du dich darüber hinweg, riskierst du einen schädlichen Vertrauensverlust deines Kindes.

Helfen bei der Frage „Tauchen beim Babyschwimmen: ja oder nein?“ kann bei Unsicherheit auch der Kursleiter. Er ist Experte und hat zudem große Erfahrung.

Baby unter Wasser
Das macht Laune!

Babyschwimmen: ab und bis welchem Alter?

Ab einem Alter von drei oder vier Monaten wird dein Kind reif genug fürs Babyschwimmen sein. Es muss auf jeden Fall in der Lage sein, seinen Kopf aus eigener Kraft zu heben und zu halten.

Nach oben gibt es altersmäßig keine direkte Grenze. Standardprogramme laufen oft über die Altersspanne vom 4. bis zum 18. Lebensmonat. Aber auch Kleinkinder können noch willkommen sein. Wo das Höchstalter für einen Babyschwimmkurs liegt, hängt maßgeblich davon ab, welche Altersgruppen es beim örtlichen Babyschwimmen gibt. Gelegentlich nehmen Kinder so lange am Babyschwimmen teil, bis sie in einem anderen Kurs richtig schwimmen lernen.

Anmeldung zum Babyschwimmen

Babyschwimmkurse sind sehr gefragt. Melde dein Kind also möglichst früh an, beispielsweise bald nach der Geburt für seinen vierten Lebensmonat. Es ist wahrscheinlich, dass es dann fit genug fürs Babyschwimmen ist. Ausgenommen von dieser Empfehlung sind besondere Situationen wie zum Beispiel Frühgeburten oder Kinder mit einer Entwicklungsverzögerung, Erkrankung oder Behinderung. Hier berätst du dich beim Interesse an einem Babyschwimmkurs am besten mit deinem Kinderarzt.

Auskünfte zu guten Schwimmkursen findest du außer im Internet einschließlich der Webseiten von Schwimmbädern auch direkt bei Kinderärzten, Hebammen oder deiner Krankenkasse. Auch Freunde oder Nachbarn wissen oft Rat. Inzwischen gibt es Babyschwimmkurse in fast jeder Stadt.

Worauf bei der Auswahl für den Babyschwimmkurs achten?

Zur Zeitersparnis ist ein in deiner Nähe abgehaltener Babyschwimmkurs natürlich besonders praktisch. Das sollte allerdings nicht das einzige Auswahlkriterium sein.

Von besonderer Bedeutung bei einem Babyschwimmkurs ist die Wasserqualität. Für einen erst wenige Monate alten Säugling ist herkömmliches Schwimmbadwasser nicht geeignet. Insbesondere auf diese drei Faktoren kommt es bei der Wasserqualität fürs Babyschwimmen an:

  • Die Wassertemperatur beträgt nach Möglichkeit um 32 °C beziehungsweise nur knapp darüber oder darunter.
  • Das Wasser ist nur leicht gechlort.
  • Hinsichtlich Bakteriengehalts sollte das Wasser Trinkwasserqualität aufweisen.

Den Babyschwimmkurs sollte nur dafür ausgebildetes Fachpersonal wie ein Aquapädagoge oder Schwimmtrainer durchführen. Auch Hebammen leiten diese Kurse. Die Kursleiter sorgen im Allgemeinen auch für zusätzlich einsetzbare Utensilien wie Schwimmscheiben, Bälle, Schwimmtiere und Ähnliches.

Erkundige dich nach der Geräuschkulisse. Ein Babyschwimmkurs in einem generell eher ruhigen Bad ist einem Schwimmbad mit hohem Lärmpegel unbedingt vorzuziehen. Oder aber der Kurs findet in einem Becken in einem ruhigeren Bereich der Anlage statt oder zu einer weniger frequentierten Tageszeit.

Babyschwimmkurs: Dauer und Kosten

Ein Babyschwimmkurs läuft meistens als Serie über zehn Termine. Neben solchen aufbauenden festen Kursen werden gelegentlich auch offene Kurse angeboten. Die vorgesehene Zeit im Wasser beträgt zwischen 15-30 Minuten. Es kann sein, dass du mit deinem Kind auch mal früher aus dem Becken musst, wenn es sich nicht mehr wohlfühlt. Quengelt oder weint es, brecht ihr ab. Gleiches gilt, wenn dein Kind ein Symptom wie zum Beispiel blaue Lippen zeigt. Finanziell erstattet werden die nicht beanspruchten Minuten jedoch nicht.

Die Kosten für einen Babyschwimmkurs variieren stark. Sie beginnen ungefähr bei 60 Euro und können circa bis 150 Euro reichen.

Tipp: Ein paar Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für einen Babyschwimmkurs. Du solltest dich daher unbedingt rechtzeitig bei deiner Krankenkasse erkundigen – und zwar bevor du den Kurs buchst. Es kann nämlich sein, dass die Krankenkasse ihre Kostenübernahme nur vor der Anmeldung zum Babyschwimmkurs zusagt, oder dass sie nur die Kurse bestimmter Einrichtungen bezuschusst.

Vorbereitung fürs Babyschwimmen

So großen Spaß das Babyschwimmen deinem Kind macht, solltet ihr nur dann dorthin gehen, wenn es gesund ist. Kinder mit Erkältung, Fieber, Durchfall oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Erkrankungen haben beim Babyschwimmen nichts verloren. Das gilt auch bis mindestens drei Tage nach einer Impfung. Übrigens müssen Neurodermitis oder andere Allergien kein Ausschlusskriterium für die Teilnahme am Babyschwimmkurs bedeuten. Erkundige dich hierzu beim Kinderarzt, ob er in eurem Fall Babyschwimmen befürwortet. Zu Äußerungen von Kritikern zum Babyschwimmen Näheres gegen Ende des Artikels.

Eigene Badebekleidung benötigt dein Baby – meistens – ebenso wenig wie es nackt im Wasser sein wird. Schließlich können Säuglinge und Kleinstkinder noch nicht ihre Ausscheidungen kontrollieren. Babyschwimmer tragen eine Schwimmwindel, die im Wasser alles verlässlich unter Verschluss hält. Erst wenn dein Kind keine Windeln mehr braucht, trägt es eine Babybadehose.


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Sport macht hungrig und durstig, Schwimmen ganz besonders. Daher solltest du unbedingt etwas Proviant mitnehmen, zum Beispiel eine Banane, Brot, Proteinriegel oder Kekse mit möglichst geringem Zuckergehalt sowie als Getränk am besten eine Flasche Wasser einschließlich einer Trinkflasche für Babys. Ist dein Kind bereits alt genug, dass es feste Nahrung isst, kannst du auch auf gut transportable Artikel von Kindernahrungsherstellern zurückgreifen.


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Checkliste für die Babyschwimmer-Badetasche

Wie üblich vor dem Gang ins Schwimmbad packst du auch fürs Babyschwimmen eine Tasche. Das gehört grundsätzlich zur Babyausstattung für den Schwimmkurs:

  • Schwimmwindel beziehungsweise Babybadehose
  • großes Badehandtuch mit Kapuze oder Bademantel
  • Babywaschgel
  • Hautcreme für zarte Kinderhaut
  • Feuchttücher
  • trockene Windel für hinterher

Eine Überlegung wert ist außerdem die Mitnahme von:

  • Haarföhn
  • Schnuller oder Schnuffeltuch
  • Kopfbedeckung

Was natürlich ebenfalls in die Badetasche hineingehört, ist dein eigenes Badezeug.


Kritik am Babyschwimmen

Gelegentlich wird Kritik am Babyschwimmen laut. Kritiker befürchten, dass überehrgeizige Eltern ihre Kinder überfordern – Stichwort: Frühförderung. In der Tat solltest du im Babyschwimmen keinem Optimierungswahn verfallen. Wassergymnastik für Säuglinge und Kleinkinder hat erwiesenermaßen zahlreiche positive Effekte, doch solltet ihr es spielerisch angehen. Spaß soll im Vordergrund stehen. Leistungsgedanken sind hier fehl am Platz.

Noch etwas bemängeln Kritiker: Sie fürchten, dass am Babyschwimmen teilnehmende Kinder gerade im ersten Lebensjahr häufiger an Infektionen erkranken, insbesondere des Magen-Darm-Trakt des, der Atemwege und des Mittelohrs. Sie berufen sich auf eine Langzeitstudie der Arbeitsgruppe Umweltepidemiologie des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF). Wie anfällig ein Kind für Infektionserkrankungen ist, hängt allerdings auch von seinem üblichen Tagesablauf ab. Viel Zeit an der frischen Luft stärkt sein Immunsystem. Erst recht, wenn du auch bei weniger schönem Wetter mit ihm draußen unterwegs bist. Solche „Zumutungen“ braucht ein Organismus. Hier bist du gut beraten nach der Devise: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.“ Natürlich sollst du es nicht übertreiben: Bei Starkregen oder Sturm bleibt ihr besser zu Hause.

Ganz ohne Chlor geht es in einem Schwimmbad nicht. Hier muss ein Nachteil gegen einen anderen abgewogen werden. Gechlortes Wasser wirkt gegen gesundheitsschädliche Keime, bedeutet jedoch für allergiegefährdete Menschen ein Risiko. Hautreizungen und gerötete Augen gehören ebenso dazu wie Atembeschwerden bis Asthma. Sind dir bereits Allergien bei deinem Baby bekannt oder gibt es in eurer Familie bereits Allergiker, sollte sicherheitshalber vor dem ersten Babyschwimmkurs der Kinderarzt konsultiert werden. Inwieweit gechlortes Wasser wirklich kleinen Kindern schadet, können aber selbst eifrigste Kritiker nicht verbindlich sagen. Das Umweltbundesamt erörtert in einem Dokument aus dem Jahre 2010 mögliche nachteilige Auswirkungen von desinfiziertem Schwimmbadwasser auf Badegäste unter Einbeziehung des Babyschwimmens. Verschiedene neuere Erkenntnisse wiederum legen nahe, dass zumindest die Gefahr von Asthma durch gechlortes Wasser überschätzt wurde.

Empfehlenswert: Austausch übers Babyschwimmen

Unser Artikel übers Babyschwimmen ist als Ratgeber gedacht. Ein guter Ratgeber erklärt und weist dabei auch auf mögliche negative Aspekte hin. Falls du nun nach dem Lesen der Kritikpunkte am Babyschwimmen unschlüssig bist, ob du mit einem so kleinen Kind schon ein öffentliches Schwimmbad aufsuchen solltest, höre dich doch einmal in deinem Bekannten- und Freundeskreis um. Welche Erfahrungen haben andere Eltern mit ihren Kindern beim Babyschwimmen gemacht? Gab es Probleme? Wenn ja, welche? Wie wurden sie gelöst? Solche direkten Erlebnisberichte werden dir deine Entscheidung erleichtern. Sieh auch noch einmal etwas weiter oben in die Anmerkungen zur Wasserqualität hinein.

Wahrscheinlich wirst du im Austausch mit anderen zum Babyschwimmen feststellen, dass die positiven Erfahrungen überwiegen. Es hat schon seinen Grund, dass Babyschwimmen seit Langem beliebt ist. Warum eigentlich nicht gemeinsam ins Schwimmbad zum Babyschwimmen gehen?

Fazit

Babyschwimmen ist seit Jahrzehnten beliebt. Die Wassergymnastik für Säuglinge und Kleinkinder fördert die körperliche, geistige und seelische Entwicklung der Kinder. Die zu Beginn des Lebens vorhandene enge Bindung an das Element Wasser ginge ohne Babyschwimmen allmählich verloren und müsste später erst wieder aufgebaut werden. Babyschwimmen stärkt außerdem die Verbundenheit des Kindes mit seinen Eltern und eventuell noch anderen Bezugspersonen.

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