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24-Stunden-Pflege für Senioren: Ablauf, Kosten, Vor- und Nachteile

von Ursula Martens
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alter Mann am Stock geht durch den herbstlichen Park

Ein Pflegefall erfordert gründliche individuelle Planung und in den meisten Fällen eine Änderung der Lebensgewohnheiten. Das gilt auch für die 24-Stunden-Pflege für Senioren. Egal ob als Angehöriger oder Betroffener: Gerate nicht in Panik und lasse Dich gründlich beraten. Am Ende des Artikels findest Du einen Link zu einem umfassenden kostenlosen Ratgeber für die Seniorenhilfe.

Wie die 24-Stunden-Pflege für Senioren abläuft

Wenn eine 24-Stunden-Pflege notwendig ist, kommt es besonders darauf an, dass Du Bescheid weißt, was Dir zusteht und mit welchen Pflegekräften Du zusammenarbeiten wirst. Befolge diese kurze Pflege-Checkliste:

  • Lasse Dich von Fachleuten beraten (Arzt, Krankenkasse, Selbsthilfegruppen).
  • Hole Dir finanzielle und personelle Unterstützung (Zuschüsse, Pflegedienst).
  • Sorge für optimale Verhältnisse in einem Heim oder zu Hause.

Der wichtigste erste Schritt ist die Beratung durch einen Arzt. Er gibt Dir die benötigten Informationen über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten. Er kann Dir auch den Kontakt zu Pflegeeinrichtungen vermitteln und Dir Hinweise zu Krankenkasse und Selbsthilfegruppen geben. Lass Dich nicht unter Druck setzen, auch wenn die Pflegemaßnahmen möglichst schnell umgesetzt werden sollten.

Zusammen mit der pflegebedürftigen Person und dem Fachpersonal entscheidest Du, ob eine Unterbringung in einem Heim oder in den eigenen vier Wänden vorteilhafter ist.

Alte Frau mit Pflegerin in die Kamera lächelnd

Seniorenbetreuung rund um die Uhr

Dein Arzt kann Dir sagen, ob eine Betreuung rund um die Uhr notwendig ist und ob Du dafür medizinisches Fachpersonal brauchst. Wenn ja, ist die Unterbringung im Heim oft die beste Möglichkeit. Das ist zwar mit hohen Kosten und einem Einschnitt in die Lebensführung verbunden, aber Du musst Dich nur um einen Heimplatz kümmern. Bei der Seniorenbetreuung zu Hause kommt es dagegen darauf an, ob Du geeignetes Pflegepersonal finden und geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen kannst. Nimm Dir Zeit, die Pflegekräfte persönlich kennenzulernen und Angebote miteinander zu vergleichen.

Kosten für die 24-Stunden-Betreuung

Die reinen Pflegekosten einer 24-Stunden-Pflege für Senioren liegen monatlich bei etwa 1.500 bis 2.500 Euro netto. Dazu kommen von Fall zu Fall weitere Kosten für Medikamente, Umbauten und Unterbringung der Pflegekräfte. Vergiss nicht, dass Du in der Regel auch Anreisekosten und eine Vermittlungsgebühr bezahlen musst.
Im Artikel „Seniorenpflege zu Hause: 10 Tipps, worauf Du achten solltest“ haben wir ein paar Hinweise zusammengestellt, die Dir dabei helfen können, die Pflege optimal im Sinne aller Beteiligten zu regeln.

Vor- und Nachteile von Ganztagspflege

Jeder Pflegefall ist anders und erfordert individuelle Planung, um das beste Ergebnis zu bekommen. Ein guter Pflegedienst geht auf Deine Bedürfnisse ein. Er hat Lösungen, die perfekt zu den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Person passen und gibt Dir die Antwort auf Deine Fragen. In der Realität sind die Mitarbeiter von Pflegediensten aber auch nur Menschen, die Fehler machen können. Vor allem in den ersten Wochen ist es unabdingbar, dass man eng mit dem Vermittlungsdienst und den Pflegekräften vor Ort zusammenarbeitet. Dabei kann aus einer 24-Stunden-Betreuung auch schon mal gefühlt eine 48-Stunden-Betreuung werden, wenn man immer wieder selbst vor Ort sein muss.

Wenn sich die Pflege erst einmal eingespielt hat, kann daraus mehr als eine Dienstleistung werden. Mit einem Ansprechpartner, der rund um die Uhr auch für Gespräche da ist, blühen viele Senioren noch einmal auf.

Pflegerin hält die Hand ihrer Seniorin

Betreuung vor Ort

Bei einer 24-Stunden-Betreuung für Pflegebedürftige ist es wichtig, dass Du zusammen mit der pflegebedürftigen Person und dem Pflegepersonal ein Ziel für die Pflege festlegst und es regelmäßig kontrollierst. Seniorenpflege ist keine Einbahnstraße, die unweigerlich mit körperlichem und geistigem Verfall endet. Durch gezielte Seniorenaktivierung kann man Einschränkungen entgegenwirken und neue Lebensfreude aufbauen.

24-Stunden-Pflege ist eine Belastung und kann ebenso eine Chance bieten. Als Angehöriger solltest Du Dir der Verantwortung bewusst sein und proaktiv daran arbeiten, dass aus reiner Pflege ein liebevolles Pflegen und Sich-Kümmern wird. Umfangreiche Hilfestellungen bietet Dir auch dieser kostenlose Ratgeber Seniorenhilfe.

Kurz gesagt

Pflegebedürftigkeit ist ein Einschnitt ins Leben. Auf einen Schlag kommen Belastungen von mehreren Seiten auf die pflegebedürftige Person und die Angehörigen zu. Deshalb ist es wichtig, dass man sich gut koordiniert und verfügbare Hilfsangebote in Anspruch nimmt. Neben Ärzten und Krankenkassen gibt es in jeder größeren Stadt auch Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen für Angehörige.

 

 

 

 

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